Tagebuch
Sa 29.09.2018
Heute geht es los!
Um 07.00h aufstehen. Frühstück und fertig packen. Um 11.20h fahre ich los. Über die A1 und A3 bis Rheinfelden. Ab da über Deutschland bis zum Autobahn-Dreieck Neuenburg. Da über die Grenze nach Frankreich. Mulhouse und Tann in den Vogesen sind die nächsten Ziele. Bereits um 14.30h bin ich in Fallières. Das Hotel "Logis des Prés Braheux" öffnet aber erst um 17h. Nebenan gibt es eine Bar. Mit Bier & Sandwich vertreibe ich die Zeit. Ich habe ein schönes, ruhiges Zimmer. Es gibt eine Badewanne. Darum geniesse ich ein Vollbad. Das Nachtessen im Hotel ist sehr gut, aber langweilig, weil ich lange Zeit der einzige Gast bin. Zur Vorspeise nehme ich Pate, zum Hauptgang Magret de Canard (Entenbrust) und zum Dessert Käse. Dazu genügend Wein! Um 22h bin ich im Bett.
(Tages-Strecke: 212km, 3.10h unterwegs)
So 30.09.2018
Um 9h gehe ich zum Frühstück. Packen und bezahlen (85 EUR). Nach 10h fahre ich los. Bis Nancy auf der Autobahn N57, dann die A31 bis Toul. Ab da geht es auf der Landstrasse D964 weiter. Nach 2h halte ich bei Bislée zum "Bislen" und Kaffee trinken an. Es hat kaum Verkehr. Etwas später einen Tankstopp. Die nächste Pause in Bellevaux bereits in Belgien. In Dinant gibt es einen Verkehrs-Stau. Im sehr schönen Städtchen am Fluss Meuse findet ein Markt statt. Darum sind sehr viele Leute unterwegs. Zudem ist das Wetter sehr schön. Um 16h bin ich am Ziel in Maillen. Das "Château de la Poste" ist wirklich ein Schloss. Sehr schön gelegen. Ich geniesse mein Ankunfts-Bier auf der Terrasse. Es ziehen Wolken auf und es wird kalt. Im Zimmer schreibe ich Tagebuch und kopiere die Tracks, Büro-Arbeite eben. Leider ist das Restaurant heute geschlossen. Darum muss ich mit dem Auto zum Nachtessen. Es gibt 2 Probleme, ersten ist die Strasse wegen einem Dorffest gesperrt und dann ist das vom Hotel empfohlene Restaurant geschlossen. In der Nähe finde ich ein anderes. Das Entrecote (380g) mit Sauce Béarnaise schmeckt nicht schlecht, ist jedoch etwas zu blutig. Um 21h bin ich zurück in Hotel und gehe bald schlafen.
(Tages-Strecke: 379km, 6.30h unterwegs und 13km zum Nachtessen)
Mo 01.10.2018
Um 9h Frühstück, ein gutes Buffet (17 EUR). Nachher bereite ich mein Auto für das Verschiffen vor. Die original Nummern-Schilder gegen Kopien tauschen und umpacken. Nachher fertig packen und bezahlen. Mein Zimmer kostet laut Anschlag 245 EUR !!! Ich bezahle aber nur 69 EUR ??? Um 11h fahre ich los. Seit ich in Belgien bin, hat mein Navi ein Problem, es kündigt Abzweigungen nicht mehr an. Ich stoppe unterwegs mehrere Male. Schlussendlich schalte ich die Original Garmin-Karten ab und die OSM-Karte ein. Und siehe da, es funktioniert wieder. Ziemlich doof so etwas. Bei Brüssel verfahre ich mich deshalb noch kurz, bin aber bereits um 13.15h am Ziel. Kaum angehalten, kommt auch schon Ingrid nach Hause. Mein Zimmer ist riesig, mit Blick auf den Gartenplatz. Es liegt in einem ruhigen Wohnquartier. Es stürmt und regnet immer wieder, bei 10C°. Ich organisiere mich und gehe dann ein Ankunfts-Bier einkaufen. Nachher bereite ich alles für die Fahrzeug-Abgabe vor. Ich buche ein Hotel in Antwerpen für die restlichen Nächte in Europa und den TGV nach Amsterdam am Freitagnachmittag. Telefoniere noch mit Stefan, dann gehe ich zu Fuss zum Nachtessen ins "Retro Café", das hat mir Ingrid empfohlen. Fish & Chips, dazu ein Bier. Auf der Karte führen sie Glühwein. Gerade richtig für dieses Wetter. Um 21h bin ich zurück. Es ist zum Glück inzwischen geheizt. Schaue noch 10vor10 über den Tsunami auf Sulawesi, dann gehe ich schlafen.
(Tages-Strecke: 127km, 2.15h unterwegs und 2km zu Fuss zum Nachtessen)
Di 02.10.2018
Ingrid hat mir Sachen für das Frühstück bereitgestellt (10 EUR/Tag). Leider vor allem Light-Produkte. Ich habe noch Käse von zuhause. Ingrid kommt kurz zurück und will mein Auto von innen sehen. Um 09.30h mache ich mich auf den Weg zum Hafen. Es windet und regnet immer wieder. Um 10h bin ich da. Es nieselt, man wird ganz schnell nass. Sie finden mein Motorrad nicht in ihren Dokumenten. Der Agent von Grimaldi-Lines meint, dass es die nicht brauche wenn mein Motorrad im Inneren verstaut ist. Vorher hat es geheissen ich müsste es ausserhalb befestigen. Mir soll es recht sein, so muss ich nicht bei diesem Sauwetter das Motorrad ausladen und aussen befestigen. Ein Lotse führt mich zum Verlade-Platz und bringt mich nachher wieder zurück. Dort bestellen sie mir ein Taxi. Es kostet 50 EUR. Um 12h bin ich zurück und erledige noch das "Büro". Z.B September-Bilder sortieren und Nummerieren. Der Wind lässt etwas nach, aber es ist immer noch kühl. Nach dem Apero gehe ich um 19.00h nochmals ins "Retro Café" da gibt es das von Ingrid empfohlene "Stoofvlees", ein Schmorfleisch-Eintopf der Flämischen Küche aus Belgien. Rindfleisch in Bier gekocht! Es schmeckt wirklich gut, dazu natürlich ein Bier und Pommes. Zum Abschluss nochmals einen Glühwein, der schmeckt hier besser als bei uns. Um 21h bin ich zurück. Nach 10vor10 gehe ich schlafen.
Mi 03.10.2018
Aufstehen um 9h, Frühstück, nachher packen. Gegen 12h verabschiede ich mich von Ingrid und ihrem Freund. Zu Fuss zum Tram. Dort muss ich zuerst herausfinden wie ich zu einem Billet komme. Ganz einfach beim Fahrer. 3 Euro sind auch nicht ein Discount-Angebot für 3 Stationen. Den Rest wieder zu Fuss. Das Hotel "Elzenveld" war seit dem 14.Jahrhundert ein Spital und Kloster. Das erklärt die Geister-Statuen im Garten. Heute ein Hotel und Kongress-Zentrum. Ich richte mich im sehr kleinen Zimmer ein. Dafür ist das Internet super. Heute hat es kaum Wind und die Sonne scheint. Um 13h verlasse ich das Hotel. Gleich ausserhalb gibt es eine "Gartenbeiz", da muss ich ein Bier trinken. "Leffe" gibt es überall meint Stefan, aber in Belgien darf ich das trinken. Später trinke ich an einem anderen Ort ein "Stella Artoise", auch dies hat er mir "bewilligt". Ich bin ziellos unterwegs, treffe aber trotzdem auf viele Sehenswürdigkeiten. Ich kaufe noch einen Whisky für den Apero. Auch den Pop-up-Laden "Christmas World" finde ich wieder. Das berühmte "Stadsfeestzaal" Einkaufzentrum besuche ich kurz. Um 16h bin ich zurück. Telefoniere mit Irène, mit ihr war ich vor 2 Jahren hier. Zum Nachtessen suche ich auf TripAdvisor ein belgisches Restaurant in der Nähe. Das "Café Lambik" passt mir. Um 19h gehe ich hin. Es erweist sich als Glückstreffer. Mit viel Glück bekomme ich einen Tisch. Das Tournedos Rossini schmeckt sehr gut, das Lambik Pils sowieso. Um 21.30h bin ich zurück. Nach 10vor10 gehe ich schlafen.
Do 04.10.2018
Um 9h zum Frühstücks-Buffet. Nicht schlecht und im Preis von 74 EUR/Nacht inbegriffen. Nachher "Büro". Später erkunde ich die Stadt. Am Stadt-Hafen gibt es kaum etwas zu sehen ausser Parkplätze, ein verlottertes Schiff-Museum und eine eingerüstete Burg. Ich habe den Auftrag für Maria Kühlschrank-Magnete von Antwerpen zu kaufen. Gar nicht so einfach. Ich sehe nur zwei Souvenir-Shops. Fülle noch meinen Euro-Bestand auf, dann ein Bier draussen vor einer alten Kneipe. Kurz zurück um die Chips zu deponieren, dann in den Stadt-Park. Der ist aber enttäuschend, der See ist trockengelegt. Um 16h bin ich zurück. Die Firma Seabridge meldet sich. Sie wollen wissen ob das Auto schon im Hafen ist. Das habe ich ihnen ja bereits am Dienstag mitgeteilt. Sie wollen noch einiges anders wissen. Zum Nachtessen gehe ich ins "Gazette". Da gibt es "Vole au vent", etwas Ähnliches wie Pastetli mit Hühnerfleisch gefüllt. Nur das der Blätterteig flach ist. Wir sind ja hier in Belgien, im Flachland. Es schmeckt gut. Um 20h ist das Lokal leer, weil alle ins nahe Theater gehen. Gegen 21h bin ich zurück. Noch telefonieren, dann ins Bett.
Fr 05.10.2018
Um 9h zum Frühstück. Nachher meldet sich Seabridge nochmals. Das Problem wird bei der Ankunft meines Autos sein. Wir beschliessen, das Motorrad nicht zu erwähnen in den Papieren. Die Chance dass das niemand merkt ist nach meiner Erfahrung gross. Und wenn doch, bin ich der Ahnungslose. Der Agent vor Ort wird vorab aber nicht informiert, weil er sonst den Auftrag nicht annimmt! Um 11h fertig packen und Check-Out. Ich ziehe nochmals los zum Fluss. Aber auch weiter oben gibt es nur Baustellen und Parkplätze. Ich stosse auf die Kloosterstraat eine etwas ausgeflippte Einkaufsstrasse. Im "Kleine Tunnel" trinke ich wie gestern wieder ein Bier. In der Nähe der Kathedrale gibt es eine kleine Bar mit gemütlichem Sitzplatz. Ich kann nicht wiederstehen, nochmals Bier. Zurück im Hotel bin ich immer noch zu früh. Im 15.30h mache ich mich zu Fuss auf den Weg zum Bahnhof Antwerpen Centraa. Bin auch da wieder viel zu früh. Der TGV kommt pünktlich. Ich habe 1.Klasse gebucht, weil dieses Billet 5 EUR billiger war als 2.Klasse. Dafür gibt es Gratis-Getränke. Ich habe zwar ein Bier mitgebracht, lasse mich aber zu einem weiteren "überreden". Nach einer knappen Stunde bin ich in Amsterdam-Schipol. Das Einchecken geht trotz leichtem Übergewicht (24.3 statt 23kg) schnell. Die Sicherheits-Kontrolle in Amsterdam ist schon vor einem Jahr unangenehm aufgefallen. Die haben da einen Body-Scanner, da müssen alle durch. Die Dame verlangte von mir, dass ich auch den Kunststoff-Gürtel aufs Band lege. Auf meine Frage wieso sie eine so teure Anlage haben, wenn sie nicht einmal einen Kunststoff-Gürtel erkennen, hat sie mit Unverständnis reagiert und mich dafür bei den nachfolgenden Kollegen angeschwärzt. Der erste sollte mich eigentlich nach dem Body-Scanner abtasten, hat dann aber Fragen nach wohin, wieso usw. gestellt. Nach der dritten unnötigen Frage habe ich ihn angeschnauzt, dass ihn das nichts angehe. Zwei Damen haben dann meinen Rucksack minutiös überprüft. Mein Nachbar verstand dass auch nicht so ganz. Ich habe ihn dann aufgeklärt, dass ein typischer Terrorist ein 68-jähriger Schweizer sei. Wir haben uns amüsiert, ich hatte ja Zeit. Zum Abschluss habe ich dann nach dem Bewertungspanel das es überall gibt, sogar auf dem WC gefragt. Da mussten selbst die beiden Frauen lachen. Trotzdem bin ich immer noch viel zu früh. Nach 21h fliegen wir leicht verspätet ab. Meine erste Sitznachbarin war eine aufgestellte Holländerin. Ihre Tochter ist auf diesem Flug die Co-Pilotin und sie darf mit nach Buenos Aires für 3 Tage. Leider wechselt sie später zu ihrer Freundin. Die neue Nachbarin spricht kein Wort. Der Flug dauert gut 13h.
Sa 06.10.2018
Pünktlich um 05.55h landen wir in Buenos Aires. Die Einreise klappt problemlos. Ich sage nur, dass ich zur Schule gehe, dann geht alles blitzschnell. Nur bis wir die Koffer haben vergeht fast eine Stunde. Ich werde von einem Fahrer erwartet. Der bringt mich direkt zu meinem Zuhause. Meine "Schlummer-Eltern" Sebastian und Inés sind ziemlich gleich alt wie ich. Sie zeigen mir die Wohnung im 9.Stock. Mein Zimmer ist sehr klein, dafür habe ich ein eigenes WC. Es ist kühl, aber man kann die Klima-Anlage ja auch zum Heizen benutzen. Ich richte mich ein. Dabei stelle ich fest, dass sie hier andere Stecker haben als angenommen. Sebastian leiht mir Geld, damit ich einen Adapter kaufen kann. Da ich eine Schweizer-Kupplung dabei habe, kaufe ich ein Kabel und mach daraus ein Verlängerungskabel mit Schweizer-Kupplung. Das Geld-Abheben ist hier sehr teuer. Die verlangen 387 ARS = 10 CHF Zuschlag! Man kann keine 10'000 ARS abheben. Ich muss noch herausfinden wo das Maximum liegt. In Buenos Aires findet die Jugend-Olympiade statt. Darum ist bei mir in der Gegend vieles abgesperrt. Ich mache einen Rundgang (5km), dann erledige ich noch diverse Sachen. Um 18h Apero in meinem Zimmer. Am Samstag essen Sebastian und Inés immer auswärts. Für mich gibt es "Milanese", panierte "Plätzli" und Salat. Um 20h bin ich im Bett und schlafe ziemlich schnell ein.
So 07.10.2018
Ich erwache früh, bleibe aber noch liegen. Um 9h Frühstück, ziemlich mager. Mit Toastbrot und Pulver-Kaffee. Wenigstens kann ich ein 3-Minuten-Ei kochen. Nachher gehe ich einkaufen. Käse und Joghurt für morgen. Brot finde ich keines. Inés empfiehlt mir den Friedhof "Cementerio de la Recoleta" zu besuchen. Um 13h mache ich mich auf den Weg. Der Friedhof besteht aus lauter kleinen und grösseren Mausoleen. Um 16h ist eine Stadt-Führung durch meine Schule angesagt, ich muss mich fast beeilen um rechtzeitig da zu sein. Zu Fuss gehen wir zum "Plaza del Majo" und von dort zum "Congreso de la Nación Argentina". Dort steht auch der Stein der den Kilometer 0 von Argentinien markiert. Um 18h trennen wir uns dort und ich mache mich auf den Heimweg. Unterwegs kaufe ich noch ein Bier. Um 18.30h bin ich todmüde zurück. Bin heute 11km zu Fuss unterwegs gewesen. Geniesse das Bier, dann lege ich mich hin. Pünktlich um 21h wird das Nachtessen serviert. Am Sonntag gibt es immer Pizza, Margaritha mit Oliven. Zu trinken gibt es nur Wasser. Zum Dessert Mandarinen oder Orangen. Um 22h bin ich im Bett.
Mo 08.10.2018
Aufstehen um 7h, Frühstück mit Käse und Joghurt. Schon viel besser. Um 8h verlasse ich das Haus. Ich brauche 20 Minuten zu Fuss bis zur Schule, es sind 1.6km. Den Test muss ich gar nicht machen weil ich sowieso Anfänger bin. Alle Angestellten der Schule können zum Glück auch englisch. Es gibt eine Einführung, dann werden wir auf die Klassen verteilt. Wir sind 4 Männer und 3 Frauen. 3 Männer aus der Schweiz, einer aus Deutschland. Die Frauen kommen 2 aus Deutschland und eine aus Holland. Unsere Lehrerin ist 60 und eine aufgestellte Person. Es geht los mit vorstellen und Fragen zur Familie usw. Die Lektionen finden von 09.30h bis 13.20h statt. Nachher findet noch eine allgemeine Orientierung über Argentinien statt. Ein gemischter Haufen macht sich auf den Weg zum Mittagessen. Ich gehe mit, esse aber nichts. Danilo braucht eine SIM-Karte, wir gehe zu Moviestar, eine der 3 Mobile-Gesellschaften. Ich gehe mit, so weiss ich wie das hier abläuft. Auf dem Heimweg suche ich vergeblich die Wäscherei die mir Estephan gestern empfohlen hat. Er ist Student aus Ecuador und wohnt auch bei Sebastian und Inés. Dafür finde ich eine Bäckerei und kaufe 2 Brötchen für morgen zum Frühstück. Zum Nachtessen gibt es heute "Hacktätschli", Kartoffelstock und Salat. Zum Dessert Gel mit Früchten (Silikon). Ich nehme nur anstandshalber einen Löffel. Um 22h zieht wie angekündigt ein heftiges Gewitter mit Hagel über die Stadt. Noch etwas "Büro", um 23h bin ich im Bett.
Di 09.10.2018
Ab heute beginnt die Schule erst um 09.30h. So kann ich bis 8h schlafen. Auf dem Weg zur Schule halte ich Ausschau nach der Wäscherei, diesmal finde ich sie. Sie ist offen von 8-20h. Ich werde meine Wäsche diese Woche bringen. Heute sind wir im "Hörsaal", das ist zwar weniger warm, dafür unbequem. Heute geht es hauptsächlich um Zahlen. Nach dem Unterricht präsentiert eine Angestellte eines Reisebüros verschiedene Reiseziele in Argentinien. Nichts Neues erfahren. Nachher gehen einige zum Mittagessen. Ich gehe mit, trinke aber nur etwas. Auf dem Heimweg kaufe ich noch Brot, Joghurt und Bier ein. Am Morgen habe ich bei PostFinance falsche Buchungen entdeckt. Ich will diese melden. Merke dann aber, dass sie bereits korrigiert und wieder gutgeschrieben sind. Ross will nächstes Jahr Sumatra bereisen und fragt mich um Rat. Ich gebe ihm ein paar Tipps. Zum Nachtessen sind heute nur Estephan und ich. Sebastian und Inés sind eingeladen. Es gibt einen guten Gemüse-Kuchen. Nach 22h bin ich im Bett.
Mi 10.10.2018
Frühstück um 8h. Auf dem Schulweg kaufe ich ein Notiz-Heft und einen Radiergummi. Heute geht es um Verben und die Uhrzeit. Nachher gehe ich noch mit Anna und Meinrad zum Lunch. Ich trinke wie meist nur "Blötterli-Wasser". Gegen 15h bin ich zuhause. Gehe gleich wieder um einen Carrefour zu besuchen. Der ist aber nicht besonders gut und hat kaum mehr Brot. Ich kaufe dazu noch einen Camembert. Der Courier Dienst nahe zuhause hat zwar das Signet von Western Union, aber sie schicken dich zu einem andern Ort. Den habe ich heute gesehen und mich gewundert, wieso es da so lange Schlangen hat. Nun weiss ich es. Vor dem Apero mache ich noch meine Hausaufgaben. Zum Nachtessen gibt es Reis und geschnetzeltes Poulet. Um 22h bin ich im Bett.
Do 11.10.2018
Frühstück um 07.45h, es ist kalt (14C°) und regnet zeitweise. In der Schule geht es wieder um Verben. Zum Lunch gehe ich mit Anna, Indrani und Meinrad. Heute esse ich ein gutes Sandwich. Auf dem Heimweg kaufe ich Brot. Zuhause versuche ich die App der Mobile-Firma Movistar zu installieren. Die gibt es aber nicht in meinem App-Store. Schlussendlich finde ich im Netz die richtige Version und installiere sie. Zum Nachtessen gibt es gute Ravioli. Wir diskutieren über Wein und Kork-Zapfen, Kunststoff oder Drehverschluss. Den kennen sie hier offenbar nicht. Um 22h bin ich im Bett.
Fr 12.10.2018
Frühstück um 07.45h. Heute bringe ich meine Wäsche zum Waschen. Ich gehe früher, weil ich nicht weiss wie lange ich brauche zum Abgeben. Es geht knapp 2 Minuten. Darum bin ich viel zu früh in der Schule. Kaum hat der Unterricht nach der Pause wieder begonnen, fällt der Strom aus. Das bleibt so bis zum Schluss. Nachher gehe ich mit Indrani, Anna und Meinrad in ein vornehmes, teures Restaurant beim alten Hafen. Mein Burger ist sehr gut (380 ARS = 11 CHF). Da der Kellner am Schluss die Rechnung durch 4 teilt, komme ich etwas zu teuer, dafür übernimmt Meinrad mein Trinkgeld. Anschliessend wollen wir den Park "Costanera Sur", der ist aber wegen schlechtem Wetter geschlossen. Auf dem Heimweg kaufe ich noch etwas Brot und eine Flasche Wein ein. Bis jetzt habe ich noch kein gutes Brot gefunden. Im Restaurant war es sehr gut. Vor dem Apero lege ich mich etwas hin. Die Sonne scheint wieder etwas. Inés und Sebastian sind eingeladen, darum bin ich mit Estephan alleine beim Nachtessen. Es gibt "Milanese" (Schnitzel). Dazu trinken wir den gekauften Wein. Wir reden und reden, Spanisch (er), Englisch (ich) und "Google". Es ist Mitternacht wenn wir ins Bett gehen.
Sa 13.10.2018
Heute ist keine Schule, darum kann ich ausschlafen. Das klappt schon ziemlich gut, der Jetlag ist überwunden. Nach dem Frühstück hole ich meine Wäsche ab, kaufe Brot, Wein, Crackers und ein Zahnbürsten ein. Ich lade noch meine SUBE-Karte auf. Mit der kann man die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Eine Fahrt mit der U-Bahn kostet 12.50 ARS = 0.40 CHF. Es ist immer noch kühl, aber das Wetter wird besser. Den Nachmittag verbringe ich vor dem Computer. Suche eine Unterkunft für die Zeit nach der Schule, bereite meine erste Internet-Seite vor usw. Zum Nachtessen sind Inés und Sebastian da, obwohl Samstag ist. Es gibt einfache Spaghetti, dazu ein Glas Wein. Um 22h bin ich im Bett.
So 14.10.2018
Ich schlafe bis 9h. Nach dem Frühstück telefoniere ich mit Markus. Er ist zurück aus den Ferien in San Marino. Die waren offenbar etwas durchzogen. Ich arbeite weiter an meinem Reisebericht. Um 16h treffen wir uns bei der Schule für einen Ausflug zum Park "Bosques de Palermo". Es ist wieder Rosana die uns begleitet, wie letzten Sonntag. Wir fahren mit dem Bus. Eine ziemlich ruppige Fahrt. Beim Planetarium setzen wir uns ins Gras und Rosana führt uns in die Geheimnisse der Mate ein. Das National-Getränk schmeckt bitter wie Tee und ist aufwendig zum Zubereiten. Nicht mein Fall. Um 18h trennen wir uns. Ich gehe mit Indrani und Meinrad auf ein Bier in den Bögen des alten Bahnviaduktes. Meinrad und ich gehen dann Richtung Zentrum von Palermo. Bei einem weiteren Bier treffen wir Philip und Danilo. Zum Nachtessen wollen wir ins "La Cabrera" gehen, die haben da eine lange Warteliste, wir verzichten und enden im "Lo de Jesus", auch ein gutes Restaurant. Ich esse einen sehr guten Eintopf. Zusammen bestellen wir eine Flasche des Monats-Weines (450 ARS), dazu können wir eine zweite Flasche mit nach Hause nehmen. Gegen 01h mache ich mich mit dem Bus auf den Heimweg. Der Bus hält direkt vor meinem Zuhause. Um 01.30h bin ich im Bett. Bin heute mehr als 5km zu Fuss unterwegs gewesen.