Tagebuch
Stand: 30.11.2018 Hauptseite / Home


Mo 15.10.2018
Heute ist ein Feiertag. Die Ankunft von Kolumbus auf dem amerikanischen Kontinent war am 12.Oktober 1492 auf der Insel San Salvador der Bahamas. Der Feiertag wird aber hier immer auf den nächsten Montag verschoben! Nach dem Frühstück stelle ich meinen Reisebericht fertig. Die RoRo-Fähre "Grande Brasile" hat erst heute den Hafen von Antwerpen verlassen, 3 Tage zu spät. Telefoniere noch mit Stefan, dann mache ich mich um 14.30h auf den Weg. Ich will das Naturschutzgebiet "Costanera Sur" besuchen. Unterwegs werde ich aufgehalten, weil sie die Drehbrücke öffnen um Segelboote in den Hafen zu lassen. Im Naturschutzgebiet gibt es einen breiten Weg und extrem viele Leute. Das ist auch gut so, denn von der Natur sieht man nicht sehr viel, aber die Leute sind extrem interessant! Um 17.30h bin ich an der Av. Dr. Tristán Achával Rodríguez, da ist extrem viel los. Ich trinke ein gutes Bier von einem mobilen Zapfhahn eines Klein-Brauers und schaue dem Treiben zu. Nach einer halben Stunde mache ich mich auf den Heimweg. Um 18.45h bin ich ziemlich müde zuhause. Ich bin mehr als 11km unterwegs gewesen. Apero und Email verschicken. Zum Nachtessen gibt es heute richtiges Fleisch, wie man es in Argentinien erwartet. Im Ofen gegart, dazu Kartoffelstock. Schmeckt sehr gut. Um 22h bin ich im Bett.

Di 16.10.2018
Maria hat wieder einmal ihre komische Phase und will nicht nach Argentinien kommen. Mal sehen wie das weiter geht. In der Schule stösst Paul aus Deutschland zu unserer Klasse, dafür hat uns Ann-Kathrin verlassen. Wir ziehen in ein besseres Klassenzimmer. Nach der Schule gehen wir zum Mittagessen, ich trinke nur etwas. Meinrad hat noch Privat-Stunden. Ich sitze noch eine Weile mit Indrani im Restaurant, dann mache ich mich auf den Heimweg. Zuerst will ich eine SIM-Karte kaufen, das lasse ich dann aber bleiben. Vor allen Mobile-Shops hat es lange Kolonnen. Die Regierung hat beschlossen alle nicht registrierten SIM-Karten ab dem 18.Oktober zu sperren. Ich finde dunkles Brot im "Brot Laden", später kaufe ich noch Joghurt und Käse. Nach 15h bin ich Zuhause. Ich bekomme die Rechnung für das Verschiffen ab Antwerpen und bezahle sie gleich (2384 EUR). Etwas später kommen die Rechnung und der Vertrag für die Versicherungen meiner Fahrzeuge für Argentinien und die angrenzenden Länder (386 USD).

Mi 17.10.2018
Heute wird in der Schule der Feiertag vom Montag nachgeholt, darum haben wir auch am Nachmittag Schule. Das Mittagessen im "Urbis" gleich nebenan ist gut, das Bier auch, zeigt aber seine Wirkung am Nachmittag in der Schule. Meinrad und ich sind ziemlich müde. Nach der Schule gehe ich auf eine Exkursion zum Hafen Madero, den kenne ich zwar schon aber es macht dennoch Spass. Zum Abschluss gibt es noch ein Feierabend-Bier. Am Abend meldet sich mein Agent für den Import meiner Fahrzeuge nach Argentinien. Auch er will natürlich Geld (1300 USD).

Do 18.10.2018
Nach der Schule und der Mittagspause will ich eine SIM-Karte holen. Diesmal geht das nur mit dem Original-Pass, nicht mit der ID, wie letztes Mal mit Danilo. Den habe ich aber nicht dabei. Meine Anfrage letzte Woche für ein Airbnb nach dem Ende der Schule wird positiv beantwortet. Ich buche für 2 Wochen, vom 10. Bis 24. November. Ich diskutiere mit meinem Agenten über die Bezahlung in USD. Bezahle dann via PostFinance, das ist der einfachste Weg, kostet mich aber etwa 80 CHF extra. Alle andern Möglichkeiten sind kompliziert. Ich kann max. 5000 ARS (135 CHF) am Automaten beziehen und das kostet dann 380 ARS pro Bezug! Für WesternUnion gibt es nur einen Ort wo man mehr als 10'000 ARS abheben kann, da stehen viele Leute in der Schlange. Wenn ich schon am Geld ausgeben bin, bezahle ich auch die Versicherung. Maria hat immer noch keinen Bericht von der Argentinischen Botschaft. Ich frage per Email nach. Zum Nachtessen gibt es eine Roulade mit Thon gefüllt und Ei bestrichen. Schmeckt sehr gut.

Fr 19.10.2018
Nach der Schule gehen wir wieder ins "Urbis". Das Menu mit etwas ähnlichem wie Rindsbraten, etwa 300gr, schmeckt gut. Für 320 ARS sind auch eine Flasche Mineral und der Kaffee inbegriffen. Nachher der zweite Versuch eine SIM-Karte zu bekommen. Diesmal klappt es, ich habe den Pass dabei. Zuhause einsetzen in mein Reserve-Handy. Ich bekomme die Meldung, dass ich mich registrieren müsse. Die Ausweisnummer wird aber nicht akzeptiert. Nach 3 Versuchen die Meldung, die Karte sei nun gesperrt. Sebastian lacht nur, "Welcome in Argentina". Er zeigt mir einen Movistar-Shop. Da gehe ich hin, alles sei in Ordnung, meint sie und so war es auch. Ich hole auf dem Heimweg noch Bargeld und einen Whisky. Meiner ist verdunstet. Ich kann die neue Telefon-Nummer sogar mit meiner Kreditkarte auf laden. Estephan geht seit dieser Woche an die Uni. Darum beginnt das Nachtessen and seinen Schultagen erst um 21.30h. Heute es gibt Milanese und Kartoffel-Salat. Inés fühlt sich nicht wohl, darum sind wir Männer unter uns. Maria bekommt heute ein Anruf von der Botschaft, sie muss am 29.Oktober nochmals nach Jakarta fliegen, bekommt dann aber das Visum.

Sa 20.10.2018
Es ist kühl und regnet zeitweise. So richtig zum Nichtstun oder für Büroarbeiten. Ich wasche meine Hosen von Hand, ich traue der Wäscherei nicht mit Hosen die nicht in den Tumbler dürfen. Es gibt ein Problem mit GoogleEarth. Auf einigen Android-Geräten wird der Track nicht angezeigt. Nach unzähligen Versuchen gebe ich auf und schicke Google eine E-Mail. Das Ganze hat mich 4-5h gekostet! Zum Nachtessen bin ich alleine mit Sebastian. Es gibt eine ziemlich kleine Portion Teigwaren mit Butter und Käse.

So 21.10.2018
Bevor ich aufstehe, telefoniere ich mit Stefan und Markus. Nachher mit Efraim, der zieht eine Show ab um zu simulieren, dass die Verbindung schlecht ist. Auf die Idee muss man zuerst kommen. Nach dem Frühstück kaufe ich Joghurt ein. Meinrad und Indrani sind auf dem Weg zum Flohmarkt in San Telmo. Wir treffen uns im "La Poesía" einem schönen Restaurant. Dann gehen wir zusammen. Es regnet immer wieder leicht. Am Flohmarkt und rundherum hat es trotzdem viele Leute. Wir gehen noch weiter bis La Boca, dort gibt es die farbigen Häuser von Caminito, die man offenbar gesehen haben muss. Wir sind überhaupt nicht beeindruckt. Zurück fahren wir mit dem Bus. Total bin ich 9.4km zu Fuss unterwegs gewesen. Habe meinen Apero heute sicher verdient. Heute ist Muttertag, darum sind 2 Töchter und der ein Sohn mit Anhang zu Besuch zum Nachtessen. Es gibt Reis mit Gemüse und Poulet-Geschnetzeltem an einer guten Sauce. Auch ein Glas Wein liegt drin. Die eine Tochter spricht so schnell, dass sogar Sebastian Mühe hat sie zu verstehen, von mir reden wir gar nicht.

Mo 22.10.2018
Nach der Schule gehen wir zu viert ins "Green Eat". Indrani muss um 14.30h zurück zur Schule. Sie steht auf und will das Plastik-Geschirr zurück bringen. Dabei übersieht sie die kleine Schwelle und stürzt so unglücklich, dass schlimmes zu befürchten ist. Zum Glück ist Anna mit dabei, sie kann sehr gut spanisch. Viele Leute sind sehr hilfsbereit und organisieren einen Krankenwagen. Indrani hat sehr starke Schmerzen und muss ins Spital. Anna und Meinrad fahren mit. Ich melde den Unfall an Indranis Versicherung. Das klappt nicht auf Anhieb, schon nur die richtige Notfall-Nummer beim ADAC zu finden ist nicht einfach. Dafür findet man den sinnvollen Rat, "Frag nicht den Portier!" Zum Glück hat sie "nur" den Ellbogen ausgerenkt. Sie können ihn ohne Narkose wieder einrenken und sie kann nach Hause. Ich gehe noch eine Steckerleiste und Kaffee einkaufen. Röst-Kaffee ohne Zucker ist sehr schwierig zu finden! Ich finde ihn in einem Laden der gehobenen Klasse (Jumbo). Zum Nachtessen gibt es im Backofen gegartes Fleisch, dazu Knödel aus Reis mit Käse-Füllung, alles sehr gut. Maria muss nach Jakarta um die Visas zu bekommen. Miando will auch mit, aber er bezahlt seinen Flug selbst, resp. ich bezahl den Flug und er die zwei Übernachtungen. Ich buche alles. Es ist sehr mühsam, weil das Internet sehr instabil ist. Das sei ein Problem in ganz Buenos Aires, meint Sebastian. Ich bin erst nach Mitternacht im Bett.

Di 23.10.2018
Indrani kommt mit einer Armschleife zur Schule. Mit Schmerzmitteln geht es ihr nicht schlecht. Zum Lunch will sie nicht ins "Green Eat". Wir gehen ins "Lolea", da waren wir auch schon. Ich trinke wie meist nur ein Mineral. Indrani und Meinrad haben noch Privat-Unterricht. Ich mache mich auf den Heimweg. Ich habe eine E-Mail bekommen mit der Position meiner Fähre und versuche den bisherigen Weg zu rekonstruieren. Und schwupp ist der Nachmittag vorbei! Die argentinische Botschaft ruft Maria an, ob sie nicht erst am 6.November kommen könne. Sie sagt ihnen, dass wir bereits alles für Jakarta gebucht haben. Dann geht es dann doch wie geplant.

Mi 24.10.2018
In der Schule bekommen wir die Aufgabe für Freitag eine Präsentation über ein Land der Wahl zu machen. Ich entscheide mich für Indonesien. Zum Mittagessen gehen wir wieder ins "Urbis". Mein Essen ist typisch argentinisch: Ungarisch Gulasch! Mit Spätzli, zumindest ähnlich. Es ist kalt und regnet immer wieder. Zu Hause bereite ich die Präsentation vor. Ich erstelle eine kleine Web-Seite, um während des Vortrags einige Bilder zeigen zu können. Sebastian hilft beim Suchen eines Zahnarztes. Ich möchte einen etwas lädierten Zahn flicken, bevor ich Buenos Aires verlasse. Zum Nachtessen gibt es Spaghetti an Tomaten Sauce. Leider etwas süss, wie oft.

Do 25.10.2018
In der Schule geht es den ganzen Morgen ums Einkaufen. Sebastian meldet sich bei seiner Zahnärztin an, die kann etwas englisch. Nach der Schule trinke ich nur kurz etwas und mache mich dann auf den Heimweg. Um 15h ist mein Termin bei der Zahnärztin. Sie präpariert den Zahn so, dass er für die Reise keine Probleme machen sollte. Das hoffe ich auch. Es kostet 2500 ARS (83 CHF). Auf dem Heimweg gehe ich noch im besten Carrefour den ich Buenos Aires kenne einkaufen. Die haben da Grants Whisky! Wieder zu Hause lade ich die Web-Seite hoch und drucke den Text aus. Wenn ich schon am Drucken bin, auch noch gleich die Versicherungs-Policen für meine Fahrzeuge. Die Geldüberweisung für meinen Agenten hat geklappt. Ich werde ihn morgen treffen.

Fr 26.10.2018
Heute ist Prüfungstag! Der Vortrag gehört auch dazu. Für vier aus unserer Klasse ist heute der letzte Schultag. Nur Meinrad und ich bleiben noch länger. Nach der Schule gehen wir ins "Lolea". Nachher gehe ich zu meinem Agenten. Die kopieren da den ganzen Pass inkl. Deckel! Das muss offenbar so sein, auch er meint "Welcome in Argentina!". Bin mal gespannt wie das wird mit dem argentinischen Zoll. Indrani hat alle "Unfall-Helfer" zum Nachtessen eingeladen. Der Weg zum "Siga la Vaca" ist länger wie erwartet. Ich bin 10 Minuten zu spät. Die andern sind alle schon da. Fleisch à Discretion, Salatbuffet, eine Flasche Wein, eine Flasche Wasser und Dessert für 770 ARS! Das sind etwa 22 CHF. Schmeckt alles sehr gut. Wir essen, reden und lachen bis nach Mitternacht. Indrani bezahlt alles, das Trinkgeld in bar übernehmen wir. Ich fahre mit dem Bus nach Hause. Die Haltestelle vor meinem Haus ist nicht im Plan, darum steige ich eine Station vorher aus. Der Bus hält aber vor meinem Haus, ich bin aber nur 20 Sekunden später da.

Sa 27.10.2018
Heute fliegt Maria nach Jakarta, Sie sind wie üblich wieder sehr knapp dran. Zum Glück ist der Flug verspätet. Ausser Wäsche abholen und Einkaufen steht heute nichts auf dem Programm. Am Nachmittag gehe ich in den nahen St.Martin Park. Setze mich da hin und schaue einfach zu was da so abgeht. Nach einer Stunde verschwindet die Sonne hinter den Häusern und es wird kühl. Zum Nachtessen gibt es Spaghetti, dazu ein Glas Wein.

So 28.10.2018
Nach dem späten Frühstück telefoniere ich mit Maria. Sie hat nicht im gebuchten Hotel übernachtet. Bin gespannt ob die mir etwas verrechnen. Sie hat angerufen hat sie mir gesagt. Um 14h treffe ich mich mit Indrani im Park in der Nähe von Recoleta. Wir besuchen die "berühmte" "Floralis Generica", eine grosse Blume aus Metall. Auf dem Weg zum japanischen Garten gibt es eine "Fiesta de Cafe" (Kaffee-Fest). Der japanische Garten kostet Eintritt (120 ARS = 4 CHF). Er ist schön angelegt und es hat viele Leute. Zum Schluss gehen wir zum Park Rosedal. Da gibt es einen See, einen Rosengarten und ganz wichtig, es gibt Bier! Zurück fahre ich mit dem Bus. Zum Nachtessen gibt es Pizza, wie am Sonntag üblich. Ich spendiere dazu eine Flasche Wein. Maria hat wieder einmal ein Problem. Sie meint sie werde das Visum nicht abholen. Mal sehen.

Mo 29.10.2018
In Jakarta ist ein Flugzeug abgestürzt. Markus vergewissert sich, dass Maria noch in Jakarta ist, so erfahre ich vom Unglück. Ich weiss nicht ob Maria das Visum abgeholt hat. Sie ist immer noch am Durchstarten. Nur Meinrad und ich sind von der alten Klasse noch da. Wir bekommen eine neue Lehrerin. Nach einer halben Stunde kommen 5 neue Schüler in unsere Klasse. Alle können viel besser spanisch wie wir. Ein will sogar spanisch unterrichten in Deutschland. Am Anfange denken wir noch, dass das nicht schlecht sei. Aber nach kurzer Zeit wird uns beiden klar, dass es so nicht geht. Eigentlich lösen wir nur Aufgaben auf dem Papier und wir sind erst in der Hälfte wenn es bereits wieder weiter geht. Nach der Schule melden wir uns bei Gabriel dem Schulleiter. Ab morgen bekommen wir beiden Halbprivat-Unterricht. Der dauert nur halb so lang, aber wir sind viel mehr eingespannt. Ich gehe noch mit Indrani zum letzten Mittagessen. Sie reist am Mittwoch ab. Maria beruhigt sich langsam wieder. Sie hat das Visum für 45 Tage bekommen und auch abgeholt.

Di 30.10.2018
Heute beginnt für uns der Unterricht erst um 16.30h. Ich lerne mit meiner Babbel-App etwas spanisch. Ist gar nicht so einfach, weil die App "Spanisch-Spanisch" ist, wir in der Schule aber "Argentinisch-Spanisch" lernen. Mit Antonia ist der Kurs recht locker. Am Anfang habe ich Mühe mit so vielen Fragen und Antworten auf einmal. Man hat kaum Zeit zum Überlegen, weil man immer gleich dran ist. Nach der Schule gehen wir noch auf ein Bier mit zwei Deutschen Frauen, die auch in unserer Klasse eingeteilt waren und jetzt auch Halbprivat-Unterricht haben, aber weil es ihnen zu langweilig war. Ich komme gerade noch rechtzeitig zum Nachtessen.

Mi 31.10.2018
Heute beginnt unser Unterricht um 10.30h. Meinrad wir noch eine Woche länger bleiben. So sind wir zusammen bis am Schluss. Antonia versucht das mit Gabriel zu regeln. Nach der Schule warten wir noch auf Anna. Zusammen gehen wir in das gute Restaurant "La Pasada de 1820". Nachher will Anna noch Trecking-Schuhe kaufen. Ich kenne einen Outdoor-Shop auf meinem Schulweg. Sie findet zwar keine Schuhe, dafür Ski-Hosen. Sie wird nächste Woche für 10 Tage mit Pferden in Patagonien unterwegs sein, da sind warme Hosen sehr von Vorteil. Efraim hat heute ein Problem mit seiner Lunge. Maria geht mit ihm ins Spital, der Arzt findet jedoch nichts, gibt aber trotzdem Medikamente ab.

Do 01.11.2018
Heute ist es richtig kühl, aber dafür scheint die Sonne. Da Meinrad noch zusätzliche Privat-Stunden nimmt, ist er einiges besser wie ich. Antonia hat damit so ihre Mühe. Darum werden wir nächste Woche vermutlich getrennten Unterricht haben. Zum Lunch ins "Lolea", ich trinke nur etwas wie üblich. Mit meiner Babble-App habe ich so meine Mühe. Ich recherchiere im Internet und finde heraus warum. In Südamerika wird die 2.Person Mehrzahl (Ihr) nicht verwendet und darum stehe ich beim Lernen mit der App immer an. In Argentinien wir auch für Du "tú" nicht verwendet, sondern "vos" und diese Form ist meistens viel einfacher. Bis ich das alles herausgefunden habe ist es Zeit für den Apero. Es gibt schon wieder Spaghetti zu Nachtessen, langsam wird es zu oft.

Fr 02.11.2018
Meinrad und ich entscheiden uns für getrennte Kurse. Beide bei Stella unserer ersten Lehrerin. Zuerst er von 9.30h bis 11.30h, dann ich von 11.30h bis 13.30h. Nachher können wir zusammen zum Lunch gehen. Ich muss noch vier zusätzliche Lektionen kaufen, damit ich jeden Tag zur Schule kann. Das kostet 151 USD. Zum Lunch gehen wir mit Anna ins "Plus Ultra". Ich esse ein gutes Sandwich. Anna verreist morgen nach Patagonien. Vielleicht treffen wir uns nach ihrer Rückkehr noch einmal. Zuhause erledige ich diverse "Büro" Arbeiten. Ich habe die Zeit meiner Kamera offenbar nicht korrekt eingestellt. Darum muss ich die Aufnahmezeiten nachträglich anpassen. Ziemlich mühsame Arbeit, auch wenn ich die passenden Software-Werkzeuge habe. Christina, Marias Schwägerin wird für Mama sorgen während Maria in Argentinien ist. Ich schickt 6'000'000 IDR (400 CHF) für sie nach Medan. Für ihren Lohnausfall, den Flug und andere zusätzliche Ausgaben. Zum Nachtessen sind wir Männer unter uns. Darum gibt es Wein zu Milanese und Kartoffelsalat.

Sa 03.11.2018
Nach dem späten Frühstück gehe ich einkaufen. Wieder zu "meinem" Carrefour, auch wenn es weiter ist. Ich kaufe Ciabattas, Käse und wenn ich schon da bin einen Grant's. Der Preis des Camemberts ist um mehr als 20% von 147 auf 181 ARS gestiegen seit dem letzten Mal! Dabei wird er in Argentinien hergestellt. Nachher gehe ich wieder in der San Martin Park. Es herrscht blauer Himmel. Es ist interessant den Leuten zuzuschauen. Auf dem Heimweg genehmige ich mir noch ein Bier. Zum Nachtessen sind nur Estephan und ich da. Wir trinken zum Essen eine Flasche Wein und schon geht die Verständigung viel besser!

So 04.11.2018
Nach dem späten Frühstück frage ich Estephan ob er mit nach Tigre kommt. Er findet es eine gute Idee. Gegen 12h machen wir uns auf den Weg. Auch Südamerikaner gehen nicht zu Fuss. Wir benutzen die SUPTE für nur 1 Station und sind zuerst erst noch auf der falschen Seite. Wir brauchen länger wie wenn wir zu Fuss gehen würden. Der Zug ist sehr voll. Ganz knapp finden wir noch zwei Plätze. Die Fahrt dauert eine knappe Stunde. Auf Estephans Wunsch gehen wir zuerst Richtung Puerto de Frutos. Unterwegs gibt es etwas das nennt sich China Town, ein Witz. Dann einen Vergnügungs-Park und ein Kasino. Beides lassen wir links liegen. Beim Puerto de Frutos werden keine Früchte sondern Möbel und Souvenirs verkauft. Ganz am Schluss gibt es am Fluss ein erstes verdientes Bier. Es ist wolkenlos und darum ziemlich warm an der Sonne. Wir kehren zurück zum Bahnhof, von da auf die andere Seite des Nebenflusses zur "Paseo Victorica" einer schönen Promenade. Wir finden einen Club Suizo, ein Ruderklub und am Hauptfluss viele schöne Restaurants. Im "Brujas" (Hexen) kehren wir ein. Auf dem Fluss hat es enorm viel Verkehr mit Ausflugsbooten und privaten Booten. Man hat das Gefühl halb Buenos Aires sei hier. Auf dem Rückweg noch ein gutes Bier für den Heimweg. Um 19h sind wir wieder zu Hause. Zum Nachtessen sind wir Männer unter uns. Sebastian erzählt, dass er auch ein Motorboot in Tigre hat. Überhaupt ist er offenbar ziemlich reich. Er hat mir einmal erzählt, dass er noch 5 andere Wohnungen besitzt. Sebastians Onkel 2.Grades (Der Sohn des Bruders seines Grossvaters) war Präsident von Argentinien(1971–1973).

Mo 05.11.2018
Vor der Schule hole ich noch eine SIM-Karte für Maria. Ich will auch noch Bargeld holen, aber das ist hier am Montag nicht möglich, alle Geldautomaten sind leer! Heute habe ich meine erste Privat-Lektion mit Stella. Es ist wie immer kurzweilig. Aber alleine ist es ziemlich anstrengend, weil man nie ausruhen kann. Wir schauen einen schrägen Trickfilm an und ich muss nachher beschreiben was darin so alles passiert ist. Mit Meinrad gehe ich ins Restaurant "Import Coffee Company". Ich esse ausnahmsweise auch ein Sandwich. Zu Hause muss ich als Haus-Aufgabe einen anderen Film beschreiben. Um 18.30h treffe ich Paul und Meinrad in Recoleta, wobei Meinrad erst um 18h erscheint, weil die SUPTE Probleme hat. Die andern beiden essen etwas, ich trinke nur Bier. Paul verlässt heute Nacht Buenos Aires in Richtung Peru. Zum Nachtessen ist heute auch Inés wieder da.

Di 06.11.2018
Bevor ich in die Schule gehe noch eine Foto-Session mit Inés und Sebastian. Heute bekomme ich Bargeld am Bankautomat, 5000 ARS alles in 100-er Noten! Nach der Schule mit Meinrad zum Mittagessen in die Bar Suarez. Mein Menu kostet 415 ARS für Thon-Salat, einem kleinen Bier und Dessert. Auf dem Heimweg versuche ich erfolglos bei der "Banco Ciudad" Geld zu beziehen. Paul hat mir die empfohlen. Vor dem Nachtessen singe ich Efraim ein Happy Birthday. Es ist bereits Morgen in Medan. Er verzieht sein Gesicht zu einen Grimasse.


Mi 07.11.2018
In der Schule bespreche ich mit Stella eine spezielle Form des Märchens "Rotkäppchen". Die Mutter schickt Rotkäppchen in den Wald. Der Wolf kriegt dort den Auftrag die Grossmutter zu fressen, weil sie eine Lebensversicherung abgeschlossen hat. Mit dem Geld gönnen sich alle 3 zusammen Ferien in der Karibik. Mit Meinrad gehe ich in einen nahen Park. Er isst dort einen Salat. Auf dem Heimweg gehe ich einkaufen. Mein 20% Gutschein für Joghurts wir im Carrefour Express nicht akzeptier. Der ist nur im "richtigen" Carrefour gültig. Dafür hat das Joghurt von 50 auf 60 ARS aufgeschlagen, ziemlich genau die 20%! Man stelle sich das Geschrei in der Schweiz vor bei einem solchen Aufschlag. Heute gibt es schon wieder Spaghetti zum Nachtessen. Es ist gut, dass ich ab Samstag an einem neuen Ort wohne. Der Menü-Plan ist hier ziemlich einfach. Am Sonntag immer Pizza. Sonst gibt es noch Gemüse-Kuchen, Reis mit Poulet-Geschnetzeltem, im Ofen gegartes Fleisch mit "Gschwellti", Milanese (Schnitzel) mit Salat, Auflauf aus gehacktem Fleisch und Kartoffelstock und eben Spaghetti mit Ei und Käse oder Tomaten-Sauce. Wenigstens ist alles ausser den Spaghetti gut.

Do 08.11.2018
Inés und Sebastian sind heute Morgen um 05.00h nach Mendoza an eine Hochzeit gereist. Ich werde sie nicht mehr sehen. Bin aber eingeladen, sie mit Maria zu besuchen. Auf dem Weg zur Schule hole ich nochmals Geld aus dem Automaten. Da es heute wieder 500er Noten hat, beziehe ich gleich 10'000 ARS. In der Schule versucht mir Stella heute noch schnell die Vergangenheits-Form beizubringen. Nach der Schule esse ich mit Meinrad im "Balola" einen Hamburger, dazu ein Bier. Nachtessen mit Estephan. Ich bringe eine Flasche Wein. Heute ist der Kartoffel-Auflauf dran, aufgewärmt im Mikrowellen-Ofen. Es ist wieder fast Mitternacht wenn wir ins Bett gehen.

Fr 09.11.2018
Marias Mutter hat heute Geburtstag, sie ist 89 Jahre alt. Ich gratuliere ihr. Heute ist mein letzter Schultag. Zum Abschluss machen wir einige Fotos zusammen mit Stella und Meinrad. Ich bekomme nach 90 Lektionen ein Zertifikat als "Anfänger A1". Mit Meinrad gehe ich noch in den nahen Park. Nachher verabschieden wir uns. Er ist noch bis nächste Woche hier. Vielleicht treffen wir uns nochmals. Es ist heute sehr schwül. Über 31C° und 60% Luftfeuchtigkeit und kein Wind. Sonst ist es hier immer windig. Die Putzfrau kocht heute für uns. Milanese und Kartoffel-Salat. Mein letztes Nachtessen mit Estephan. Heute hat er eine Flasche Wein gekauft. Wir sitzen bis nach 23h zusammen.

Sa 10.11.2018
Nach dem Frühstück packe ich meine Sachen zusammen. Ich habe bereits gestern ein Taxi auf 13.45h mit "Cabify" bestellt. Es regnet in Strömen. Das Auto kommt natürlich genau während eines Wolkenbruchs. Die Strassen sind leergefegt und unterwegs gibt es mehrmals Aquaplaning. Das beeindruckt meinen Fahrer aber überhaupt nicht. Auch in Villa Urquiza, meinem neuen Wohnort im nördlichen Buenos Aires, regnet es in Strömen. Bis mir Vivian meine neue Gastgeberin öffnet, bin ich nass, vor allem mein Gepäck. Vivian kann gut Deutsch, weil ihre Eltern kurz vor dem Krieg nach Bolivien geflüchtet sind. Sie waren Juden. Vivian ist dort 1952 geboren. Später ist sie nach Argentinien gezogen. Auch ihre Eltern sind später hierher gezogen. Sie lebt nun seit mehr als 30 Jahren in diesem Haus. Es hat einen schönen grossen Garten mit einem Pool. Mein Zimmer ist im Anbau, im 1.Stock, erreichbar über einen Laubengang oder über eine Wendeltreppe direkt aus dem Garten. Alles ist sehr gepflegt. Sie hat eine Haushaltshilfe die auch hier lebt. Martha hat am Wochenende frei. Es regnet weiter in Strömen. Das wichtige Fussballspiel Boca Junior gegen River Plate wird abgesagt. Das sind die beiden Stadtrivalen, die sich nun im Endspiel der Südamerikanischen Meisterschaft gegenüber stehen. Zum Nachtessen gehe ich ins "El Facon". Vivian hat es empfohlen. Ich bin kurz vor 21h da und der einzige Gast. Ich denke, das fängt ja gut an. Aber nach und nach füllt sich das Lokal. Ich bestelle ein Schweins-Filet. Kurze Zeit später kommt die Kellnerin zurück. Das gibt es heute nicht. Ich muss schnell entscheiden was ich will. Da ich bis jetzt kaum auswärts gegessen habe, kenne ich die Ausdrücke nicht. Da gibt es etwas mit Blaukäse-Sauce, das bestelle ich. Ich nehme an, dass es Fleisch ist. Aber weit gefehlt. Ich habe einen Fisch im Teig mit Blaukäse überbacken bestellt! Der schmeckt ausgezeichnet, dazu Rahmkartoffeln und ein Glas Wein. Nach 22h mache ich mich auf den Heimweg. Das Lokal ist nun voll.

So 11.11.2018
Ich schlafe sehr gut. Es ist sehr ruhig, darum hört man die nahe Bahnlinie wenn man wach ist. Aber die Vögel am Morgen sind viel lauter. Frühstück zusammen mit Vivian. Sie erzählt von ihrem Leben und ich von meinen Reisen. Am Nachmittag zeigt sie mir "ihre" Stadt. Es ist ein ruhiges Quartier. Einige Strassen sind von reichen Leuten bewohnt. Sie zeigt mir die Pestalozzi-Schule. Die wurde von Juden gegründet, ist heute aber nicht mehr jüdisch, nur noch 5% der Schüler sind jüdisch. Sie hat ihre 3 Söhne in diese Schule geschickt. In der Nähe gibt es eine rein jüdische Schule, die sieht aus wie eine Festung. Ich kaufe eine Flasche Wein zum Nachtessen. Der verschobene Fussball-Match läuft ab 16h. In der Nachbarschaft hört man die Leute schreien. Ich schalte den Fernseher ein, gerade rechtzeitig zum 1.Tor. Es endet 2:2 unentschieden. Es ist eines der besten Spiele die ich bis jetzt gesehen habe. Vivian hat etwas Kleines zum Essen gekauft. Empanadas und in Fleisch gewickeltes Gemüse und Eier. Schmeckt alles sehr gut. Um 23h bin ich im Bett.

Mo 12.11.2018
Zum Frühstück gibt es kleine frische Baguettes. Das beste Brot bis jetzt in Buenos Aires. Es regnet immer noch, darum ist heute mein Büro-Tag. Die "Grande Brasile" sollte heute in Zarate ankommen. Sie ist auf jeden Fall schon sehr nahe. Am Nachmittag bekomme ich die Mitteilung, dass ich mein Fahrzeug am Do 15.11 abholen kann. Ich bestelle ein Auto über Cabify. Das kostet etwa 1300 ARS, anstatt 3000 ARS wie von meinem Agenten organisiert. Ich übertrage die Orte aus Lonely Planet auf meine Karte und schau wo laut Booking.com Hotels auf dem Weg nach Iguazú und zurück hat. Ich erstelle eine provisorische Route. Maria und Efraim können auch hier bei Vivian übernachten. Darum storniere ich die gebuchten Hotels. Efraim hat den Pool gesehen und gefragt ob es Wi-Fi hat, dann war für ihn klar, ich komme! Martha kann nicht verstehen, dass ich nichts esse am Mittag. Apero im Laubengang, weil es regnet. Zum Nachtessen kocht Martha eine sehr gute Linsen-Suppe mit Fleisch. Dazu Brot und den Rest des Weines.

Di 13.11.2018
Mein Auto ist nach Mitternacht angekommen. Frühstück mit Vivian. Sie hat Joghurt gekauft und erzählt mir, dass Nature-Joghurts erst seit kurzem erhältlich seien in Argentinien. Ich kann meine schmutzige Wäsche Martha geben zum Waschen. Ich übertrage die Orte von Chile aus dem Lonely Planet auf meine Karte. Es ist kühl und regnerisch, so macht es nichts vor dem Computer zu sitzen. Rick ein Freund von einer früheren Reise veröffentlicht gerade in diesen Tagen seinen Reisebericht über Chile vor genau einem Jahr. Ich stelle fest, dass er vermutlich mit Lonely Planet unterwegs war. Zwischendurch gehe ich zum Einkaufen ins Zentrum von Villa Urquiza. Wieder zurück geniesse ich ein Vollbad im anderen Badezimmer. Zum Nachtessen gibt es Fisch im Teig mit Reis. Vivian geniesst es mit mir ein Glas Wein zu trinken.

Mi 14.11.2018
Heute Frühstück alleine. Vivian ist ausser Haus. Nachher bereite ich alles vor für das Abholen meines Autos. Lade noch die neusten Karten für Argentinien und Chile herunter. Meine Lieblings-Internetseite "raumbezug.eu" für OSM-Karten für Garmin ist nicht mehr erreichbar. Zum Nachtessen kocht Martha etwas aus ihrer Heimat Peru. Poulet, dazu Reis gemischt mit Maiskörnern. Ich gehe früher ins Bett als sonst, weil ich morgen früh aufstehen muss.

Do 15.11.2018
Aufstehen um 06.00h, dann Frühstück. Um 07.30 werde ich pünktlich vom Cabify abgeholt. Wir kommen zügig voran, darum bin ich bereits um 08.30h in Zarate. Mein Agent kommt erst kurz vor 9h. Wir fahren zusammen zum Zoll. Dann geht die grosse Warterei los. Irgendwann heisst es der Zoll komme erst um 12.30h. Aber auch das trifft nicht ein. Wenigstens kann ich am Schatten sitzen und dem Verkehr zuschauen. Ich studiere die verschiedenen Lastwagen. Hier gibt es coole VW-Lastwagen. Ich finde heraus, dass MAN und Scania zu VW gehören. Der Hafen ist spezialisiert auf Auto-Import und -Export. In der Nähe sind Fabriken von VW und Ford. Die produzieren Pick-Up. Der VW Amarok wird hier für die ganze Welt gebaut. Entsprechend hat es hier auch viele davon. Endlich um 15h läuft etwas. Wir fahren mit dem Zollbeamten zu meinem Auto. Er schaut schnell hinter den Fahrersitz, will wissen was im grossen Sack ist, die Matratze, dann in einer Box, Drucker und Scanner und zum Schluss muss ich einen der Kasten öffnen und ihm etwas Werkzeug zeigen. Nach 5 Minuten ist der Spuk vorbei. Das Motorrad hat er zum Glück wie erwartet nicht gesehen. Aber die Warterei ist noch nicht fertig. Jetzt warte ich auf die Bewilligung. Mein Agent mein "un minuto" und verschwindet für eine Ewigkeit. Endlich nach 16.30h bekomme ich das Papier und das Auto. Ich richte mich ein und kann dann losfahren. Zuerst nach Zarate zum Tanken. Mein Navi will mich durch bessere Feldwege führen. Ich verweigere die Gefolgschaft, lande dafür in der falschen Richtung in einer Einbahnstrasse. Es passiert aber nichts. Der Bio-Diesel kostet hier 37.50 ARS = 1.10 CHF. Die Strassen sind von unterschiedlicher Qualität. Die Überlandstrassen scheinen gut zu sein. Jedenfalls hier. Auf der Autobahn Richtung Buenos Aires wird der Verkehr immer dichter. Für das letzte Stück muss man bezahlen und zwar in der Stosszeit mehr als sonst. Das habe ich nicht realisiert und darum nicht verstanden was die Kassiererin von mir wollte, nämlich 50 ARS mehr als angeschrieben. Um 18.30h bin ich zu Hause und geniesse mein erstes Ankunfts-Bier! Bin 11h unterwegs gewesen, davon 8h am Warten. Das Papier das ich bekommen habe ist nur bis am 4.Januar gültig. Viel zu kurz. Das muss ich morgen klären. Zum Nachtessen hat Vivian den Wein organisiert. Zum Essen gibt es etwas harte Schweins-Koteletten und Bratkartoffeln. Noch duschen, dann todmüde ins Bett. In der Nacht gibt es Gewitter, aber ich höre kaum etwas davon.

Fr 16.11.2018
Spätes Frühstück alleine. Es ist kühl geworden über Nacht. Nachher hole ich in der nahen Tankstelle Benzin für meine Honda und zum Entfernen der unzähligen Kleber die sie mir für die Verschiffung auf der Frontscheibe angebracht haben. Auch das gebrochene Zoll-Siegel der Tür bringt man nur mit Benzin weg. Nachher Scheiben waschen mit Seifenwasser und schon sieht das Auto viel besser aus. Mein Agent meldet sich. Er bestätigt was ich vermutet habe. Die Bewilligung für das Auto ist nur so lange gültig wie mein Visum. Ich habe für nächste Woche sowieso eine Reise nach Colonia in Uruguay geplant, eben um mein Visum um 90 Tage zu verlängern und weil es ein schöner Ort sein soll. Nachher können wir die Bewilligung für das Auto verlängern. Ich organisiere mich neu und bringe diverse Sachen im Auto unter, dafür hole ich so wichtige Sachen wie Eierbecher und Stecker-Adapter ins Haus. Zum Nachtessen gibt es heute einen Auflauf. Zuunterst Kartoffelstock, dann Hackfleisch und darüber etwas Ähnliches wie pürierten Kürbis. Schmeckt sehr gut. Vivian schläft heute bei ihrer Schwiegertochter, da ihr Sohn mit Kollegen verreist ist.

Sa 17.11.2018
Nach dem Frühstück zeigt mir Vivian den Laden mit dem guten Brot. Natürlich regnet es in diesem Moment aus Kübeln. Wir sind beide ziemlich nass. Ich organisiere meine Reise nach Colonia für nächsten Dienstag und Mittwoch. Die Fähre kostet 138 USD in der Business-Klasse, man gönnt sich ja sonst nichts! Das Hotel wir 35 USD kosten. Zum Nachtessen gehe ich in die Pizzeria "La Guitarrita". Ich bestelle eine Pizza und der Kellner fragt mich "Grande" oder "Chica". "Chica"(Mädchen, Frau) tönt nach Kinder-Pizza, also bestelle ich "Grande". Das war sie dann auch! Sehr gut, aber ich esse nur die Hälfte. Den Rest bringe ich nach Hause. Kurz vor Mitternacht meldet sich Meinrad. Er ist mit Jasmin in San Antonio. Da findet morgen der "Dia de la tradition" statt. Mit Gauchos und Pferden. Ich melde das Vivian weiter, da wir für morgen sowieso einen Ausflug geplant haben.

So 18.11.2018
Vivian ist einverstanden. Nach dem Frühstück holen wir ihre Schwester Karin ab und fahren los. Auf der Autobahn hat es viel Verkehr. An den Zahlstellen staut sich der natürlich. Die Argentinier hupen dann solange bis die Schranken geöffnet werden und alle gratis durchfahren können. Das haben wir drei Mal so erlebt. Um 12.30h sind wir in San Antonio de Areco. Das Städtchen ist voll mit Gauchos und ihren Pferden. Der Wilde Westen ist ein Dreck dagegen! Wir treffen Meinrad und Jasmin. Wir schauen dem Treiben eine Weile zu. Ein Argentinier hört uns Deutsch sprechen und hält uns auf Deutsch einen ziemlich rassistischen Monolog bis ihn Vivian unterbricht weil sie angeblich Hunger hat. Wir suchen etwas zu Essen. Es hat überall sehr viele Leute. Wir kaufen zu Essen und Bier und nehmen es in den Park am Fluss. Nachher gibt es etwas ausserhalb des Städtchens eine Schau auf einer grossen Wiese. Sie stellen hauptsächlich die Verschieden Reitergruppen vor. Das faszinierendste ist wie die Gauchos ihre Herden im Griff haben. Sie halten nur das Leitpferd am Zaum und alle andern Pferde folgen eng beisammen. Nur das Leitpferd hat eine Zaum, die andern nichts. Das Leitpferd hat auch eine Glocke am Hals. Nach einer Weile gehen wir zurück ins Städtchen und geniessen Glacé und Bier. Um 16.30h machen wir uns auf den Heimweg. Meinrad und Jasmin werden um 21h mit dem Bus zurück fahren.

Mo 19.11.2018
Heute ist in Argentinien ein Feiertag. Das merke ich wenn ich Brot fürs Frühstück kaufen will. Alles zu, ausser die Bäckerei. Vivian ist auf einer Hochzeit eingeladen. Auch Maria ist auf dem Weg zu einer Hochzeit. Nach Sibaganding dem Heimatort ihrer Familie. Da war ich auch schon. Ich packe meine Sachen für morgen. Mein Visa-Run nach Colonia steht an. Erledige noch einige wichtige und unwichtige Sachen. Zum Nachtessen esse ich den Rest meiner Riesen-Pizza.

Di 20.11.2018
Nach dem Frühstück mache ich mich um 09.30h auf den Weg. Per Zug nach Retiro, dann zu Fuss zum Hafen Madero. Ich bin zu früh, die Fähre fährt erst um 11.45h. Wir starten mit nur 10 Minütiger Verspätung. Da ich Business-Klasse fahre, gibt es ein Glas Sekt zum Empfang. In Colonia kommen wir pünktlich an. Da das ganze Ein- und Ausreise-Prozedere bereits vor dem Einsteigen in Buenos Aires abgewickelt wird, können wir das Schiff einfach verlassen. Ich bin bereits nach 15 Minuten bei meinem Hotel "Los Pinos". Es ist ein kleines Hotel mit nur 8 kleinen Zimmern. Die sind aber praktisch eingerichtet und haben sogar Fenster mit Doppel-Verglasung. Das erste Mal das ich das in Südamerika sehe. Nachher erkunde ich die Stadt, resp. die Altstadt. Die ist sehenswert, aber klein. Wenn man wie ich Museen nicht mag, hat man alles in etwa 2h gesehen. Nachher genehmige ich mir ein Bier und einen sehr guten Hamburger im "Boca de Santos" einem kleinen Restaurant mit Garten. Sehr gemütlich. Die positive Überraschung am Schluss. Wenn man in Uruguay mit einer ausländischen Kredit-Karte bezahlt, werden einem die 22% Steuern nicht verrechnet! Das nenne ich Tourismus-Förderung. Auf dem Weg zurück ins Hotel setze ich mich im Park "Plaza 25 de Agosto" für etwa eine Stunde hin. Ich habe fast alle Strassen und Gassen der Altstadt gesehen. Zum Sonnenuntergang gehe ich ans Meer. Da kaufe ich mir in einem Restaurant eine ½ Flasche Weisswein zum Apero. Das kostet ein Vermögen und ich muss bar bezahlen, 475 ARS, weil ich keine Uruguay Pesos habe. Der Sonnenuntergang ist schön. Man sieht am gegenüber liegenden Ufer des Rio de la Plata ganz klein Buenos Aires. Wir sind nicht am Meer, sondern am Fluss. Der ist hier allerdings 50km breit! Zum Nachtessen ins "Punta Piedra" nahe beim Hotel. Ich bestelle Gramajo, eine Spezialität aus gebratenen Kartoffeln, Eier, Zwiebeln, Peperoni und Schinken-Streifen. Sehr gut, aber viel zu viel.

Mi 21.11.2018
Das Frühstück ist nicht speziell grosszügig, aber es schmeckt. Um 11h deponiere ich meinen Rucksack an der Rezeption und ziehe los. Diesmal in den neueren Teil der Stadt. Da gibt es allerdings nicht viel zu sehen. Der Strand beim Hafen ist unansehnlich. Gegen die Altstadt wird es wieder schöner. Am Ufer beim alten Bahnhof setze ich mich hin und geniesse die Ruhe am Schatten. Dem Ufer entlang wo es möglich ist gehe ich bis zum "Sonnenuntergang-Platz". Von da Richtung Hotel. Ich finde das schöne Restaurant "Sos Gardel". Für 549 URU könnte man da so viel essen und trinken wie man will. Ich habe allerdings nur Lust auf ein Bier. Nach Rücksprache mit dem Chef bekomme ich das auch. Es ist viel los hier und interessant zum Zuschauen. Im Hotel hole ich meinen Rucksack und gehe zum Hafen. Die Gebäude sind neu. Auch hier wird das Aus- und Einreise-Prozedere gleich nebeneinander durchgeführt. Ich bekomme mein neues 90-Tage-Visum für Argentinien. Um 17h legen wir ab. Um 18.15h sind wir pünktlich in Buenos Aires. Zu Fuss zum Bahnhof Retiro und dann mit dem Zug nach Hause. In meinem Zimmer ist es drückend warm. Zum Nachtessen gibt es peruanisches Huhn mit Bratkartoffeln. Ich schicke meinem Agenten noch die Kopie meines neuen Visums. Ich kühle mein Zimmer für etwa eine Stunde mit der Klima-Anlage herunter. Trotzdem ist es ziemlich warm zum Schlafen.

Do 22.11.2018
Nach dem Frühstück zieht Regen auf. Mein Agent meldet sich. Er braucht wieder alle Seiten meines Passes und meine Original-Bewilligung für das Auto. Ich bring sie in sein Büro. Ich fahre mit dem Zug bis Retiro. Ab da mit dem Bus. Das ist aber gar nicht so einfach. Am Plaza de Mayo gibt es eine grosse Demo und der Busverkehr wird umgeleitet. Zu alle dem findet in la Boca ein öffentliches Abschluss-Training der Boca Juniors vor dem entscheidenden Spiel am Samstag statt. Später lese ich im Tagi, dass 50'000 Fans anwesend waren! Ich mitten drin. Es kommen fast keine Busse. Ich marschiere ein Stück weit und nehme dort den Bus. Aber der fährt zu weit und ich muss wieder zurück marschieren. Ich wäre zu Fuss schneller gewesen. Die Arbeit beim Agenten ist schnell fertig. Ich muss nur ein Gesuch um Verlängerung meiner Fahrzeug-Bewilligung unterschreiben. Nachher treffe ich Meinrad auf der Plaza de Mayo. Da findet wie jeden Donnerstag die Demo der "Mütter der Verschwundenen" statt. Es hat viel mehr Touristen als Demonstrierende! Die Sperrung ist auch nicht wegen dieser Demo, sondern einer Grossdemo der Gewerkschaften. Im Fernseher sieht das bedrohlich aus, aber vor Ort war es friedlich trotz Wasserwerfer und viel Polizei mit Schutzschildern usw. Es werden Würste vom Grill, Glaces und vieles mehr verkauft. Dazu wird getrommelt und gesungen. In der Nähe trinken wir ein Bier. Anna kommt von ihrer Reit-Tour in Chile zurück. In ihrer Wohnung erzählt sie was sie so alles erlebt hat. Sie ist manchmal sehr naiv. Heute klärt sich auch wieso. Sie ging in eine Rudolf Steiner Schule und ihre Mutter leitet eine solche Schule. Zum Nachtessen gehen wir in die "Brasserie Petanque". Meinrad war schon einmal hier. Es ist teuer aber gut. Der Schweizer Wirt setzt sich zu uns an den Tisch und prahlt mit seinen bekannten Gästen. Am Anfang ist das lustig, aber mit der Zeit wird er mühsam. Beim Abschied ist er ziemlich besoffen. Mein Rindsfilet mit Sauce Béarnaise und Rösti ist gut, das Fleisch ein wenig zu gut gebraten. Der Wein ist sehr gut. Alles zusammen mit Dessert und Kaffee kostet für jeden von uns 1100 ARS etwa 30 CHF. Die beiden bringen mich noch zum Bus, dann verabschieden wir uns. Meinrad fliegt morgen nach Patagonien. Der Bus fährt wie gestört durch das nächtliche Buenos Aires. Nach 40 Minuten bin ich um 00.30h zu Hause.

Fr 23.11.2018
Heute ist es viel kühler als gestern und es regnet immer wieder leicht. Ich studiere den Reisebericht von Rick. Der war genau vor einem Jahr in Chile und hat jetzt seinen Bericht veröffentlicht. Am späteren Nachmittag gehe ich ins Zentrum von Villa Urquiza, dem Stadtteil in dem ich wohne. Die ICBC-Bank finde ich, aber die Tür zum Geldautomaten-Raum ist geschlossen. Vermutlich haben sie am Feierabend vergessen den elektrischen Türöffner zu aktivieren. Gegenüber hat es eine HSBC-Bank da bekomme ich Bargeld, allerdings nur 4000 ARS pro Bezug und der kostet dann 10 USD. Auf dem Rückweg kaufe ich Käse und Wein ein. Zum Nachtessen gibt es Fisch im Teig, dazu Kartoffelstock.

Sa 24.11.2018
Nach dem Frühstück gehe ich mit Vivian zum Mercado Belgrano. Das ist nicht wie ich erwartet habe ein normaler Markt, sondern ein Delikatessen-Geschäft mit vielen Läden mit verschiedenen Angeboten. Vivian kauft dunkles Brot und Bonne Mama Konfitüre, Himbeer natürlich, sie liebt die auch. Unterwegs verabschiedet sie sich. Sie ist Psychologin und hat einen Termin bei einem Kunden. Um 17h sollte das entscheidende Finalspiel zwischen River Plate und Boca Juniors stattfinden. Weil der Mannschaftsbus der Boca Juniors von River Plate Fans mit Steinen angegriffen wird, benötigen einige Boca Spieler ärztliche Hilfe. Darum wird das Spiel zuerst auf 19.45h verschoben, dann abgesagt und auf morgen Sonntag verschoben. Vivian bringt zum Nachtessen gute Sachen mit, Empanadas, gefülltes gerolltes Fleisch und russischen Salat. Die geniessen wir mit Wein und Musik. Martha meint zu Vivian, dass Vivian mich vermissen werde, wenn ich weiterreise. In Medan ist wieder ein Verwandter von Maria gestorben.

So 25.11.2018
Zum Frühstück gibt es das gestern gekaufte Brot. Es ist sehr gut, das Beste bis jetzt in Argentinien. Vivian geht mit ihrem Sohn weg. Ich klemme mich hinter den neuen Reisebericht. Das Finalspiel zwischen River Plate und Boca Juniors wird abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben. Dafür bekommt jetzt Zürich vielleicht endlich ein Fussballstadion. So haben es wenigstens die Stimmbürger beschlossen. Bis zum Apero steht mein Reisebericht in der 1.Fassung. Maria hat wieder einmal ihre komische Phase. Ich lade Vivian zum Nachtessen ein. Sie führt mich ins "1810 Cocina Regional" in Belgrano. Locro ist eine Spezialität aus dem Norden von Argentinien. Ein Eintopf mit Bohnen, Maiskörnern, Wurst und mehr. Schmeckt sehr gut, dazu eine gute Flasche Wein. Ein schöner Abend.

Mo 26.11.2018
Heute Frühstück alleine, Vivian arbeitet. Nachher optimiere ich meinen Reisebericht. Und teste alles durch. Ich werde ihn aber erst veröffentlichen wenn ich sicher bin ob Maria kommt oder nicht. Zum Nachtessen ist Vivian zurück. Es gibt Gemüse-Eintopf mit Braten und Reis. Ein bisschen knapp bemessen, darum hat Vivian mit Martha gestritten. Maria hat sich wieder erholt. Sie ist gestresst, weil sie eine neue Helferin finden will, bevor sie abreist.

Di 27.11.2018
Nach dem Frühstück meldet sich Stefan. Ich bin nun Grossvater! Er heisst Lian und kam heute um 11.15h MEZ zur Welt. Alles sei gut gelaufen meint er. Das muss ich natürlich weiter verbreiten. Bin für einige Zeit damit beschäftigt allen zu Antworten. Baue das Bild von Lian gleich in meinen Reisebericht ein. Am Nachmittag rufe ich Stefan an, um ihnen zu gratulieren und nach dem Zustand der Kleinfamilie zu fragen. Andrea hat Lian in einem Geburtshaus in der Kalkbreite zur Welt gebracht. Da sind sie nun alle drei zusammen. Auch Stefan kann da schlafen. Ich erzähle ihm von meinem aktualisierten Reisebericht. Zu meinem Erstaunen wünscht er kein Foto von Lian darin. Darum mache ich mich nachher auf die Suche nach einem passenden Bild. Ich setze die Bildaufnahme-Zeit auf die Geburtszeit von Lian und setze dieses Bild von einem Storch mit einem Baby in den Reisebericht.

Mi 28.11.2018
Heute ist auf 10.30h ein Zahnarzt-Besuch angesagt. Eine alte Amalgam-Füllung ist kaputt gegangen. Ich weiss, dass sich die Argentinier gerne zur Begrüssung küssen, aber dass dir deine Zahnärztin die Wange zum Küssen hin hält ist doch etwas ungewöhnlich. Sie untersucht den Zahn und macht mir einen Vorschlag. Ohne Wurzelbehandlung 7000 ARS mit 14000 ARS. Das kann sie mir aber erst genau sagen wenn sie die alte Füllung entfernt hat. Via Bank bezahlen ist ihr zu kompliziert. Darum frage ich Vivian ob sie mir vom zu viel einbezahlten Geld etwas vorschiessen könnte. Sie ist einverstanden. Ich soll um 12h wieder zur Zahnärztin kommen. Ich warte im nahen Park. Um 12h heisst es dann um 12.30h, aber auch dann muss ich noch bis nach 13h warten. Es stellt sich heraus, dass keine Wurzelbehandlung nötig ist. Sie präpariert den Zahn, damit sie mir ein Zahnstück das in einem externen Zahnlabor angefertigt wird einsetzen kann. Bevor ich gehe kommt die Meldung dass das bereits bis morgen Nachmittag fertig sein werde. Neuer Termin also morgen um 16h. Kaum zu Hause, meldet sich mein Agent, er hat die verlängerte Betriebsbewilligung im Büro und wäre froh wenn ich heute noch vorbei kommen könnte. So fahre ich mit dem Zug in die Stadt und von Retiro zu Fuss in sein Büro. Das Sheraton-Hotel ist wegen des G20-Gipfels der hier ab Freitag stattfindet total verbarrikadiert. Nach 5 Minuten habe ich die Unterlagen und gehe noch zu "meiner" Bank mit den grossen Auszahlungen. Diesmal versuche ich 6000 ARS zu beziehen und es klappt, also gleich nochmals. Der Nachteil, es sind alles 100er-Noten. Da ich aber 7000 ARS morgen der Zahnärztin abliefern muss, ist das kein Problem. Nach Hause nehme ich zum ersten Mal die SUBTE (Untergrundbahn) nach Villa Urquiza. Von dort zu Fuss weiter zum Carrefour. Da kaufe ich Camembert und zwei Quilmes-Biere. Eines geniesse ich dann im Garten zum Apero. Zum Nachtessen gibt es wieder im Teig gebackenen Fisch.

Do 29.11.2018
Nach dem Frühstück hole ich Drucker und Scanner aus dem Auto. Ich scanne diverse Dokumente ein und Drucke Unterlagen für Unterwegs aus. Um 16h muss ich wieder bei der Zahnärztin sein. Mein Zahnersatz kommt erst später, aber zur rechten Zeit, sie ist gerade fertig mit den Vorbereitungen. Es ist ein grosses Stück, das sie mir da einsetzt. Sie nimmt es sehr genau und bearbeitet das Teil noch selbst von Hand, damit auch ja alles passt. Nach etwas mehr als einer Stunde werde ich entlassen. Ich habe ein gutes Gefühl. Das alles für etwa 190 CHF. In Buenos Aires herrscht ab heute Nachmittag Chaos. Morgen ist wegen des G20-Gipfels ein Feiertag, damit die Leute nicht in die Stadt fahren. Der lokale Stadt-Flugplatz ist geschlossen, die Fähren fahren nicht. Er Nahverkehr kommt fast zum Erliegen. Bis jetzt gab es noch keine Demos und Krawalle, aber das kann sich ja noch ändern. Ich hoffe, dass der Spuck bis am Sonntagabend vorbei ist, wenn Maria & Efraim ankommen. Maria kann nicht schlafen vor Aufregung und ruft immer wieder an. Vivian ist heute nicht da zum Nachtessen, darum gehe ich wieder ins "El Facon". Diesmal bin ich nicht der erste Gast. Aber sonst wiederholt sich das Spiel vom letzten Mal. Ich bestelle eine gemischte Schweinefleisch-Platte. Nach kurzer Zeit kommt die Kellnerin zurück, das haben wir nicht, ob ich "bla bla ..." haben wolle. Ich sage zu, obwohl ich keine Ahnung habe was ich bekommen werde. Was dann kommt sind 2 Stück Schweins-Steak mit Spiegelei darüber. Das zweite Glas Wein ist viel grösser als das erste, aber ich finde den Heimweg trotzdem.

Fr 30.11.2018
Maria & Efraim sind unterwegs zum Flugplatz, 17.30h Ortszeit, 07.30h hier in Buenos Aires. Ich bereite den Versand meines Reiseberichts vor.