Tagebuch
Fr 30.11.2018
Maria & Efraim sind unterwegs zum Flugplatz, 17.30h Ortszeit, 07.30h hier in Buenos Aires. Ich bereite den Versand meines Reiseberichts vor. Nach dem Frühstück das erste Problem. Das Gepäck kann nicht bis Buenos Aires durchgecheckt werden. Sie können auch die Boarding-Pässe nicht für alle Teilstrecken ausdrucken. Der Chef vor Ort sagt mir, dass sie eine Billig-Fluggesellschaft seien und wir besser bei Silk Air gebucht hätten. Er habe aber QatarAirways per E-Mail über die Gepäckstücke informiert. Bin ja gespannt ob das Gepäck in Buenos Aires ankommt. Ich verstehe nicht wie QatarAirways mit so einer Scheiss-Fluggesellschaft zusammen arbeiten kann. Es war diese Fluggesellschaft die vor drei Jahren unser Gepäck verloren hat auf dem Weg nach Singapore und sich dann überhaupt nicht darum gekümmert hat. Ich habe mir eigentlich geschworen nie mehr mit dieser Gesellschaft zu fliegen. Aber es gab nur diese Möglichkeit. In Singapore haben die Leute von QatarAirways Maria dann beruhigt, das werde schon klappen. Der ganze Flug wird schon sehr lange. 1:30h bis Singapore, 8:35h bis Doha, 16:00h bis Sao Paulo und dann nochmals 2:50h bis Buenos Aires. Die ganze Reise dauert 34:05h von Flugplatz zu Flugplatz. Dazu kommt dann noch die Zeit der An- und Abreise und des Wartens am Anfang und Ende. Sie werden etwa 39h unterwegs sein von Tür zu Tür. Ich hole die Matratze für Efraim und den Reiskocher für Maria aus dem Auto. Vivian hat ein Liegebett für Efraim. Nach dem reinigen passt das gut in unser Zimmer. Mit der Matratze ist es auch bequem. Vivians Enkel Thiago ist zu Besuch. Während des Aperos spielt er rund um den Pool, Vivian sitzt nicht sehr entspannt bei mir. Zum Nachtessen gibt es gebratenes Poulet mit Bratkartoffeln. Zum Dessert sehr gute Melonen.
Sa 01.12.2018
Um 00.15h meldet sich Maria, sie ist sicher, aber kaputt in Doha gelandet. Vor dem Frühstück sehe ich, dass sie mit etwa 30 Minuten Verspätung unterwegs sind. Vielleicht holen sie das bei der Zwischenlandung in Sao Paulo wieder auf. Es ist kühl heute, knapp 20C° und das wenn Maria ankommt. Ich verplempere die Zeit vor dem Computer. Vivian hat mir kalte Sachen zum Nachtessen gekauft. Um 20.30h kommt der bestellte Cabify. Normalerweise braucht man 45 Minuten zum Flugplatz. Am Anfang geht auch alles gut und wir kommen zügig voran. Aber dann wird es mühsam. Mein Fahrer versucht es auf Schleichwegen. Aber 300m vor der letzten Autobahn-Einfahrt zum Flughafen ist Schluss. Wir stehen für volle 2h im Stau. Sie haben einfach die Autobahn zum Flughafen gesperrt. Obwohl es vorab hiess, der Flugplatz sei normal zugänglich während des ganzen G20-Gipfels. Die letzten Kilometer kann man nur über die Autobahn zum Flugplatz. Ab und zu rast eine Wagenkolonne mit Polizei-Eskorte vorbei aber sonst passiert nichts. Zwischendurch lassen sie auch ein paar Autos durch, aber wir haben nicht das Glück. Maria's Flug landet schlussendlich auch eine Stunde verspätet. Aber sie müssen trotzdem eine halbe Stunde warten bis ich sie abhole. Zum Glück wartet mein Fahrer auf uns, denn es hat eine lange Schlange am Taxi-Stand. Der Rückweg verläuft normal. Wahrscheinlich sind nun alle Politiker auf dem Heimflug.
So 02.12.2018
Kurz vor 1h sind wir zu Hause und gehen bald schlafen. Am Morgen gehen wir vor dem Frühstück einkaufen. Es ist immer noch kühl, aber die Sonne scheint. Dann treffen wir Vivian zum ersten Mal. Maria startet ihre übliche Kocherei zum Frühstück. Reis, Gemüse und Omelette muss sein. Wir sitzen noch ziemlich lange mit Vivian zusammen. Maria erzählt die üblichen wahren und nicht ganz wahren Geschichten. Nachher legt sich Maria hin und Efraim ist auch ziemlich ruhig. Am Nachmittag gehe ich mit Efraim zum Park "Plaza Castelli". Der ist voll weil heute Sonntag ist. Wir setzen uns in ein Restaurant und geniessen Bier und Milchshake. Maria schläft die ganze Zeit und hat nicht gemerkt, dass wir 2h weg waren. Zum Nachtessen gehen wir in die Pizzeria "La Guitarrita", da war ich vor einer Woche. Wir nehmen die gleiche Pizza, aber diesmal zu dritt. Trotzdem bleibt ein Stück übrig. Maria kann nicht schlafen, Kunststück wenn sie den ganzen Tag geschlafen hat.
Mo 03.12.2018
Am Morgen fahren die Züge wieder und das stört Maria zusätzlich beim Schlafen. Bis wir mit dem Frühstück und der Tagesplanung fertig sind, ist es bereits Nachmittag. Wir fahren mit dem Zug nach Retiro. Von da zu Fuss in die Florida. Maria fühlt sich nicht wohl, sie hat Kopfweh. Nicht einmal die Souvenir-Läden stellen sie auf. Im Balola, nahe meiner Schule essen wir einen Hamburguesa und trinken etwas. Maria geht es immer schlechter. Wir gehen bis zur Plaza de Mayo, damit sie wenigstens das gesehen habe. Ich suche den schnellsten Weg nach Hause, da meldet sich Anna. Sie kann ihre riesige Northface-Tasche nicht nach Hause schicken. Ich habe ihr früher mal gesagt, dass ich sie nehme falls sie keine Verwendung findet. Sie kommt mit der Tasche auf Umwegen zum Plaza de Mayo und bringt mir die Tasche. Sie hat auch gleich eine Schmerz-Tablette für Maria dabei! Wir verabschieden uns und wir fahren mit dem Bus 93 zurück. Der sollte eigentlich um 18.50h zu Hause sein. Aber dank Verkehr und einem sehr langsamen Fahrer sind wir erst um 19.30h zurück. Das letzte Stück sind wir zu Fuss gleich schnell wie der Bus und ich kann erst noch Wein und Whisky einkaufen. Maria geht es dank der Tablette wieder etwas besser. Zum Nachtessen gibt es Spaghetti an einer guten Fleischsauce. Um 23h sind wir im Bett. Maria schläft auf dem Liegebett von Efraim gleich ein. Das passt Efraim eigentlich nicht, aber er schläft auch gleich bei ihr ein. Ich habe das grosse Bett für mich alleine.
Di 04.12.2018
Erst um 03.00h erwacht Maria und zieht in mein Bett um. Am Morgen ist alles wieder gut, ausser in Medan, da sind irgendwie alle am Durchstartet. Maria will heute Abend kochen. Darum fahren wir zusammen mit Martha mit dem Bus in die China-Town. Da gibt es wirklich viele chinesische Geschäfte. In einem Supermarkt kaufen wir fast alles was Maria braucht. Den Rest im Quartier. Das Kochen ist dann ein Happening. Vivian meint, sowas hätte sie noch nie gesehen. Die beiden Töchter von Martha kommen auch vorbei, um zu sehe was hier abläuft. Ich organisiere noch mein Auto um, damit alles vorbereitet ist für morgen. Dann nehme ich zusammen mit Efraim mein erstes Bad im Pool. Das Nachtessen nehmen wir dann zusammen mit Martha ein. Es schmeckt sehr gut, wie üblich wenn Maria kocht, und fast wie in Medan.
Mi 05.12.2018
Nach dem Frühstück heisst es packen und Abschied nehmen. Wie erwartet fahren wir verspätet ab. Um 11.15h sind wir bereit. Zuerst fahren wir zum Tanken, damit ich die Reserve-Kanister füllen kann. Nach 11.30h geht es dann wirklich los. Bis nach Zarate hat es auf der Autobahn sehr viel Verkehr. Nachher wird es immer weniger. Wir überqueren zwei Mal grosse schiffbare Flüsse über riesige und hohe Brücken. Die erste über den Rio Paraná de Las Palmas. Nach der zweiten über den Rio Paraná Guazu stoppt uns die Polizei. Ich muss meinen Fahrausweis zeigen und er marschiert einmal ums Auto, dann können wir weiter fahren. 15km später machen wir einen Mittags-Halt im "Parador Ruta 12". Das ist nicht mehr als eine verfallene Bude hinter den Leitplanken. Aber der Wirt ist sehr zuvorkommend. Wir essen Rinds-Plätzli mit Spiegelei und trinken etwas. 500 ARS für alles ist etwas überrissen, aber es machte Spass. Nach einer knappen Stunde fahren wir weiter. Es hat nun sehr wenig Verkehr, Efraim beginnt sogar Autos zu zählen. Die Strasse ist meisten sehr gut, aber nicht gratis. Wir bezahlen insgesamt 410 ARS. 1½h später legen wir nochmals eine Pause ein, damit Maria auf die Toilette kann. Um 16.45h erreichen wir Colón. Die Hauptstrasse hat eine Höhenbeschränkung, so muss ich einen Umweg fahren über unbefestigte Strassen. Später merke ich, dass hier fast alle Strassen unbefestigt sind. Nur ganz im Zentrum sind sie versiegelt. Das Hotel ist klein, aber schön und vor allem, es hat einen Pool. Den besuchen wir sobald wir eingerichtet sind. Apero zum Sonnenuntergang am Pool. Nachher verstaue ich noch die Reserve-Kanister und reinige die Scheiben. Zum Nachtessen fahren wir mit dem Taxi, weil es zu weit ist für einen Fussmarsch. Das "El Viejo Almacen" gehört einem ehemaligen Walliser. Es hat eine grosse Walliser-Fahne an der Wand. Das Essen ist gut, aber nicht überragend. Zum Abschied bekomme ich einen Willi spendiert. Mit dem Taxi wieder zurück und ab ins Bett.
(317km, 5¼h unterwegs)
Do 06.12.2018
Um 07.30h stehe ich auf um ein Hotel zu buchen und die Route zu planen. Um 9h zum Frühstück. Das Buffet ist gut. Ich schreibe noch mein Tagebuch im Restaurant, weil es im Zimmer keinen Tisch hat. Um 11.15h machen wir uns auf den Weg. Zuerst nur bis zum Rio Uruguay. Da gibt es nicht viel zu sehen. Es weht eine Schweizer-Fahne am Hafen. Sion ist Partnerstadt von Colón. Nach ¼h fahren wir definitiv los. Es ist ein schönes, aber einfaches Städtchen. Zurück auf die Ruta National 14 (RN14). Heute ist es bewölkt. Bei Calabacillas müssen wir wieder einmal 140 ARS bezahlen. Es hat wenig Verkehr. Nach 1¾h und 145km verlassen wir die RN14. Um 14.30h sind wir am Ziel in Federación. Das "Apart Hotel Guarumba" gefällt Maria & Efraim so, dass wir gleich eine Zusatznacht buchen. Im Plaza Uno gleich gegenüber dem Hotel essen Maria & Efraim Empanadas und ich trinke mein Ankunfts-Bier. Nachher machen wir es uns gemütlich. Das Zimmer ist ziemlich gross und hat auf 3 Seiten Fenster. Das wichtigste für Efraim ist, es hat Wi-Fi und einen Pool. Den benutzen wir heute allerdings nicht. Nachtessen im Hotel. Nichts Besonderes. Es hat eine grosse Reisegruppe mit vorwiegend älteren Leuten.
(180 km, 3h unterwegs)
Fr 07.12.2018
Nach dem guten Frühstück plane ich unsere nächste Etappe. Da Wochenende ist, sind viele Unterkünfte ausgebucht. Darum verlängere ich unseren Aufenthalt um eine weitere Nacht. Wir werden erst am Sonntag weiter fahren. Am Nachmittag geniessen Efraim und ich den Pool. Der geplante Spaziergang durch den Ort findet nicht statt, weil Maria zu müde ist und Hunger hat. Sie essen Reis mit Poulet. Ich gratuliere Markus zum Geburtstag. Sie beginnen gerade mit dem Fondue-Essen. Zum Nachtessen gehen wir ins "Antiqua Ciudad" gleich gegenüber dem Hotel. Mein Asado schmeckt gut, ich muss das Fleisch mit Efraim teilen, denn er hat beschlossen doch noch zum Nachtessen zu kommen. Maria's Lasagna schmeckt ihr nicht besonders.
Sa 08.12.2018
Nach dem Frühstück schaffen wir es dann doch noch die Umgebung zu erkunden. Gleich hinter den nächsten Häusern gibt es einen grossen Thermal Park. Da gibt es verschiedene Pools mit unterschiedlichen Temperaturen. Der Fun-Park ist aber geschlossen, so beschliessen wir die 280 ARS pro Person zu sparen und uns auf unseren Hotel-Pool zu beschränken. Nach dem ersten Souvenir-Shop mag Maria nicht mehr weiter gehen und geht zurück ins Hotel. Efraim und ich gehen zur Strand-Promenade am Fluss resp. Stausee. Die ist schön angelegt, hat aber schon bessere Tage gesehen. Wir sehen einen ziemlich grossen Waran. Es gibt da auch coole Grill-Plätze. Auf dem Rückweg kaufen wir im Bus-Bahnhof ein Glacé für Efraim. Zurück im Hotel bekomme ich ein grosses Bier. Später machen wir wieder den Pool unsicher. Apero im "Plaza Uno". Später gehen wir auch zum Nachtessen dorthin. Mein Lomo a la Mostaza (Rindsfilet an Senfsauce) schmeckt sehr gut. Auch Maria ist zufrieden mit dem Grill-Huhn mit Reis. Das Dessert schmeckt auch gut. Heute gibt es einen DJ der für Musik sorgt. Der spielt auch noch wenn wir im Bett sind. Ich schlafe trotzdem gut.
(3.5km zu Fuss)
So 09.12.2018
Nach dem Frühstück heisst es packen. Um 10.30h fahren wir los, Zuerst noch tanken, dann zurück auf die RN14. Es hat wenig Verkehr. Die Gegend ist sehr flach. Es gibt vor allem Weideland, Wälder und abgeerntete Getreide-Felder. Bei Mocoretá stoppen wir um am Strassenrand Mandarinen zu kaufen. Die werden hier auch produziert und kosten 50 ARS für etwa 2½ Kilo. Nach 12.30h machen wir in Monte Caseros eine Pause, essen und trinken etwas. Nach ¾h fahren wir weiter. Um 14.45h erreichen wir Paso de los Libres. Das Hotel Elemento ist ziemlich neu und cool gestylt. Es hat aber einige Mängel. So sind alle Toiletten-Ringe kaputt, obwohl sie erst etwa 1 Jahr alt sind. Es hat zwar ein Fenster, das geht aber in den Innenraum. Ich geniesse mein Ankunfts-Bier. Um 16.30h startet das verschobene Spiel River Plates gegen Boca Juniors in Madrid. Ich sehe mir die 2.Halbzeit zum Apero an. Es ist ziemlich spannend und es gibt gelbe und eine rote Karte, einen Verletzten der nicht mehr ersetzt werden kann und eine Verlängerung. Am Schluss spielt Boca nur noch mit 9 Mann und verliert das Spiel 3:1. Das letzte Tor ohne Torhüter, weil der auch vorne mitspielt. Zum Spielschluss gibt es in Paso de los Libres eine riesige Knallerei. Auf unserem Weg zum Nachtessen kommen wir uns vor wie in der Langstrasse. Überall hupende Autos mit River Plate Fahnen. Die Polizei sperrt die Hauptstrasse. Unser Essen im "Casino Rio Uruguay" ist gut. Auf dem Heimweg sind sie immer noch am Feiern.
(233km, 4¼h unterwegs und 2½km zu Fuss)
Mo 10.12.2018
Nach dem guten Frühstück fahren wir um 10h los. Die RN14 ist ab jetzt nur noch 2-spurig, aber immer noch sehr gut. Es hat kaum Verkehr, darum ist das Überholen kein Problem und auch fast nie nötig. In Alvear machen wir nach 2h eine Pause und essen und trinken etwas. Nach 40 Minuten fahren wir weiter. Um 14.20h stoppen wir das nächste Mal in der Mate- und Teefabrik "Las Marias". Wir sehen uns einen Film an und bekommen eine kurze Führung. Maria "muss" natürlich Mate kaufen, obwohl sie das gar nicht gern hat. Nach 1.20h fahren wir weiter und sind kurz danach in Virasoro. Das Hotel de Campo Las Acacias liegt etwa 4km ausserhalb, weg von der Hauptstrasse. Es ist eine schöne Anlage mit nur 6 Zimmern. Zu schön um wahr zu sein. Wir geniessen den Pool, denn es ist heute sehr heiss, 36C°! Nach dem Apero will ich mit meiner Kredit-Karte bezahlen. Das Gerät funktioniert aber offenbar schon seit einiger Zeit nicht mehr. Darauf beginnt eine Diskussion mit der Besitzerin die nicht vor Ort ist. In Argentinien müssen Ausländer, wenn sie mit einer ausländischen Kreditkarte die Unterkunft bezahlen, die 21% Steuern nicht bezahlen. Das Hotel ist sowieso schon das teuerste weit und breit. Mit Steuern kostet das bei Barzahlung dann 94 USD und das ist es definitiv nicht wert. Zudem ist Bargeld teuer zum Beschaffen. Das wären nochmals 5 USD zusätzlich. Maria hilft in der Küche beim Kochen des Nachtessens. Bevor sie fertig sind, lässt die Besitzerin ausrichten, dass wir ohne Barzahlung nicht da bleiben können, also sind wir um 21h nochmals losgefahren um ein anderes Hotel zu suchen. Von meiner früheren Suche wusste ich wo ein anderes Hotel zu finden ist, das Atlas Grand Hotel. Nach 11 Minuten sind wir da und sie haben ein Zimmer für uns. Das Nachtessen im Hotel-Restaurant. Mein Fleisch-Spiess ist gut, die Pizza von Maria & Efraim nicht. Zurück im Zimmer geht die Diskussion mit der Besitzerin weiter. Sie behauptet nun gegenüber Booking.com, dass meine Kreditkarte ungültig sei und sie will das Geld kassieren obwohl wir nicht übernachtet haben.
(273km, 6h und später 11Min unterwegs)
Di 11.12.2018
Nach dem Aufstehen geht die Diskussion mit Booking.com weiter. Eine unerfreuliche Situation. Das Frühstück ist mittelmässig. Das Hotel kostet aber auch nur halb so viel wie das, das wir gebucht haben. Das Zimmer ist aber sehr gut. Um 10.45h fahren wir los. Zuerst zum Tanken, aber die haben keinen Diesel mehr. Die Gegend ändert sich nun. Es ist hügelig und hat neben vielen Nutz-Wäldern auch viele Tee- und Mateplantagen. Nach einer Stunde sind wir in San José, da gibt es Diesel. Es geht nun immer leicht bergauf, dann wieder leicht bergab. Es stürmt gewaltig und ist sehr heiss. Gemäss Vorhersage 37C°. Schon fast wie ein Haar-Fön. Um 13h sind wir in Oberá und machen eine Pause zum Essen und Trinken. Nach 1h geht es weiter. Um 15h sind wir am Ziel in Dos de Mayo. Das Hotel Austral ist ziemlich neu. Zum Leidwesen von Efraim gibt es keinen Pool. Das Hotel liegt ausserhalb des Ortes. Da es sehr heiss ist, verzichte sogar ich auf einen Marsch in den Ort. Zum Nachtessen bleiben wir auch im Hotel. Das Essen ist sehr gut. Inzwischen hat Booking.com den Streit mit der Besitzerin des Hotels von gestern beigelegt. Ich muss nichts bezahlen.
(205km, 4¼h unterwegs)
Mi 12.12.2018
Das Frühstück ist auch hier nichts Besonderes. Um 11h fahren wir los. Jetzt auf der Ruta Provincial 11 (RP11). Es hat kaum Verkehr. Es geht nun richtig bergauf und –ab, mit vielen Kurven. Meist durch Wälder. Es hat wenige Orte auf der Strecke bis El Alcazar. Dort erreichen wir die Ruta Nacional 12 (RN12). Ab jetzt hat es wieder mehr Verkehr und auch mehr Orte. In Puerto Libertad, machen wir um 13h eine Pause im Restaurant Amambay. Nach 1h fahren wir weiter. Nach 1h Fahrt sind wir in Puerto Iguazú. Mein Navi führt mich wieder einmal auf einem sehr umständlichen Weg zum Ziel. Das Airbnb von Leo macht einen etwas heruntergekommen Eindruck. Mit etwas Unterhalt wäre es eine sehr schöne Unterkunft. Zu allem Überfluss haben wir noch einen Stromausfall. Es ist wieder sehr heiss, gemäss Vorhersage 37C° und kaum Wind. Um 17h gehen wir in einem Mini Mercado einkaufen. Für die Bezahlung mit der Visa-Karte verlangen sie 10% Aufschlag. Aber Bargeld kostet mich auch fast so viel. Kaum zu Hause beginnt es zu regnen. Ein teils heftiges Gewitter zieht auf. Wir haben immer noch keine Elektrizität. Das E-Werk ist informiert. Tatsächlich kurz vor dem Eindunkeln gibt es um 18.30h wieder Strom. Dafür etwas später kein Wasser mehr. Etwas später fällt der Strom wieder aus, diesmal für das ganze Quartier. Wir beschliessen auswärts zu Essen. Angela, die Helferin im Nachbarhaus empfiehlt uns das "Bocamora" beim Drei-Länder-Eck Argentinien-Paraguay-Brasilien. Um 20h fahren wir wieder auf Umwegen hin. Es ist ein sehr schönes Restaurant, nahe am Zusammenfluss von Rio Iguazú und Rio Paraná. Wir sitzen in der gedeckten Terrasse mit schöner Aussicht. Das Essen ist zwar teuer, aber sehr gut. Efraim bekommt ein etwa 500g schweres "Bife de Chorizo" (Entrecôte)und verdrückt das zum Schrecken von Maria anstandslos. Für den Heimweg ist die Strecke dann viel kürzer weil ich den Weg schon kenne. Zu Hause gibt es wieder Strom, aber immer noch kein Wasser. Dank guter Klima-Anlage schlafen wir alle gut. Die Klima-Anlage im "Kinderzimmer" funktioniert nicht, weil der Stecker kaputt ist. Aber Efraim schläft sowieso bei uns.
(192km, 4¼h unterwegs und 8km zum Nachtessen)
Do 13.12.2018
Es hat immer noch kein Wasser. Angela zeigt mir den Schalter für die Pumpe und schon haben wir Wasser. Man muss sie aber von Hand wieder ausschalten. Zum Glück ist Angela bei uns wenn der Tank überläuft, sonst hätten wir das nicht gewusst. Maria kocht wie üblich ein riesiges Frühstück. Viele Utensilien und andere Sachen holen wir aus meinem Auto. Ohne das wären wir ziemlich aufgeschmissen. Die Ausrüstung ist spärlich und oft defekt. Schade, denn sonst wäre es hier wirklich gut. Wir können unsere Wäsche bei Angela in die Maschine geben. Ich erledige wieder einmal das "Büro". Da es bewölkt ist, beschliessen wir erst morgen zu den Wasserfällen zu gehen. Das Wetter soll morgen besser sein. Beim Umpacken merke ich, dass Maria wieder einmal hinter meinem Rücken in Federación ein riesiges und vermutlich auch teures Souvenir gekauft. Angela reinigt unseren Pool. Der sieht nachher viel einladender aus und wir nehmen in gleich in Beschlag. Es ist wieder sehr heiss, 36C° sind angesagt. Vor dem Apero gehe ich mit Efraim einkaufen. Nach 19h machen wir uns zu Fuss auf den Weg in die Stadt. Maria will unbedingt die Kathedrale "Categral Virgen Del Carmen" sehen. Die ist modern und es findet gerade eine Andacht statt. Auf dem Plaza San Martin haben sie Weihnachts-Dekorationen aufgestellt, einfach, aber cool. Da Maria nicht mehr weiter zu Fuss laufen will, essen wir gleich nebenan im "Restaurante De La Plaza Salus". Die Hamburger sind riesig und gut. Nach Hause fahren wir mit dem Taxi. 100 ARS für die kurze Strecke ist ziemlich teuer.
(1.6km zu Fuss)
14.12.2018
Vor dem Frühstück plane ich die Route zu den Wasserfällen. Während des Frühstücks ruft mich eine Nachbarin. Ich gehe zum Auto und ich glaube nicht was ich sehe, die Batterie ist weg! Sie haben sie mir diese Nacht geklaut. Wenigstens habe sie nichts beschädigt. Ich kontaktiere Leo den Vermieter. Der ist aber wie die ganze Zeit keine grosse Hilfe. Er organisiert aber wenigstens einen Freund, der dann auch nach etwas mehr als einer Stunde auftaucht. Ich erfrage die Batterie-Daten von meiner Schweizer-Garage. Mit dem Freund von Leo fahren wir los. Niemand hat vorher abgeklärt, wo wir eine Batterie finden können. Aber wir haben Glück, nach 15 Minuten finden wir einen Laden. Der Witz daran, ich hätte zu Fuss in 5 Minuten dort sein können! Es geht dann wieder fast ½h bis die Batterie bei mir ist, obwohl es hiess wir kommen sofort. Die erste Batterie passt nicht weil die Pole vertauscht sind. Nach weiteren 15 Minuten ist dann die richtige Batterie eingebaut. Um 11.45h können wir endlich losfahren. Zuerst noch zum Laden um die 7150 ARS für die Batterie mit der Kreditkarte zu bezahlen. Auch die verlangen 10% Zuschlag für Kartenzahlung. Um 12.30h sind wir dann bei den "Las Cataratas Del Iguazú". Der Eintritt kostet 1790 ARS für uns alle. Es hat nicht viele Leute und es ist sehr schönes und heisses Wetter, 36C° laut Prognose. Wir wählen den "Paseo Superior" für die Besichtigung zu Fuss. Der Weg ist Rollstuhl tauglich und somit auch für Maria machbar! Es ist ein schöner Weg, nur meistens sieht man die verschiedenen Wasserfälle von oben. Das ist nicht so eindrücklich. Aber einige Male hat man eine gute Aussicht von der Seite und das entschädigt für die "Strapazen". Der Weg ist 3.4km lang, und führt meistens durch den Urwald. Wir brauchen dafür 1½h. Maria ist am Filmen, fotografieren und Selfie machen wie gestört. Zurück bei der Bahnstation "Estación Cataratas" decken wir uns mit nochmals 1½ Liter Wasser ein. Mit dem kleinen Zug geht es dann weiter Richtung "Garganta del Diabolo". Die letzten 1.1km wieder zu Fuss. Es ist sehr heiss und sie haben Duschen eingerichtet. Hier ist der Weg meist ohne Schatten und darum ist es sehr "schwitzig". Aber was dann kommt entschädigt für alles. Der "Garganta del Diabolo" ist sehr beeindruckend. Das Wasser stürzt 82m tief hinunter. Vor allem ist es sehr viel Wasser. Von der Gischt ist man ziemlich schnell nass, was aber angesichts der Hitze sehr angenehm ist. Es donnert gewaltig und es gibt immer wieder starke Windböen. Nach etwa ¼h machen wir uns auf den Rückweg. Zuerst zu Fuss, dann mit dem Züglein. Bei der "Estación Central" will Maria Souvenirs kaufen. Der Laden ist voll und die Auswahl hält sich in Grenzen. Auf dem Weg zum Ausgang finden wir einen anderen und erst noch billigeren Laden. Wir kaufen 7 T-Shirts ein für 1790 ARS. Der Parkplatz kostet dann auch noch 170 ARS. Auf dem Heimweg kaufe ich noch eine Kette und ein Schloss für 385 ARS ein, um meine Batterie zu sichern. Zu Hause das verdiente Bier zum Apero. Um 20h fahren wir in die Stadt, zuerst Milch und Bier kaufen, nachher zum Nachtessen. Schlussendlich landen wir wieder im "Bocamora" am Drei-Länder-Eck. Der Service ist auch heute wieder schleppend, aber das Essen gut. Efraim besteht wieder auf dem "Bife de Chorizo", ich nehme "Bife de Lomo" (Rindsfilet). Maria isst nur Glacé. Um 22h sind wir zurück und schlafen ziemlich schnell.
(39km und 5.6km zu Fuss)
Sa 15.12.2018
Nach dem Frühstück heisst es packen. Angela steht schon um 10h bereit zum Putzen. Wir sind aber noch nicht fertig. Wenn wir fertig sind beginnt es natürlich zu regnen, damit ja alles nass wird beim Einladen. Um 11h verabschieden wir uns von Angela und fahren los. Es regnet immer wieder leicht. Nach 1h sind wir in Puerto Libertad. Maria wünscht, dass wir wieder im "Amambay" etwas essen und trinken. Nach etwa einer Stunde fahren wir weiter. Gleich nebenan tanken wir noch. Die ersten 140km ist der Weg gleich wie beim herfahren. Nur das letzte Stück ist neu. Kurz nach 15h sind wir in Puerto Rico in Argentinien. Das "Patio del Puerto Hotel" ist gut und hat einen schönen Pool. Nur das Internet funktioniert nicht. Efraim und ich müssen den Pool natürlich ausprobieren, sobald wir eingerichtet sind. Zum Nachtessen bleiben wir im Hotel. Das Essen ist gut, aber der Service nicht. Auf der Karte gibt es nur einen Wein in einer 375ml Flasche. Den bestelle ich. Er kommt im Eis gekühlt. Er schmeckt überhaupt nicht. Später merke ich dass es gar nicht der bestellte Wein ist. Wenigstens tauschen sie ihn anstandslos aus.
(172km, 4h unterwegs)
So 16.12.2018
Vor dem Frühstück stelle ich fest, dass Smartphone-Fotografieren seine Tücken hat wenn man sich der Grenze entlang bewegt. Die Aufnahme-Zeit kann falsch sein wenn die Zeit auf "automatisch einstellen" steht. Ich werde die entsprechenden Fotos überprüfen müssen. Stelle fix auf argentinische Zeit um. Nach dem Frühstück fahren wir vor 12h los. Es ist wieder sehr heiss und windstill. Um 13h sind wir in San Ignacio. Dort besichtigen wir die Ruinen der Jesuiten Mission (Ruinas Jesuiticas de San Ignacio Mini). Das war eine grosse Anlage und wurde während verschiedenen Kriegen zerstört. Es ist sehr "schwitzig". Im "La Casa Azul Restaurante" gibt es ein gutes Lunch-Buffet. Maria & Efraim schlagen zu, ich esse wie üblich nichts. Es gibt hier Wifi, so kann ich das Hotel für heute Nacht reservieren. Um 15.20h fahren wir weiter. Es hat nun mehr Verkehr. Die RN12 geht immer noch bergauf und –ab, meist ziemlich geradeaus. Nach einer Stunde erreichen wir Posadas über eine grosszügige Umfahrungsstrasse dem Rio Paraná entlang. Das "Hotel Urbano Posadas" hat 4 Sterne, man gönnt sich ja sonst nichts (61 USD). Efraim & ich nehmen sofort den Pool ins Visier. Da bekomme ich dann auch mein Ankunfts-Bier. Zum Nachtessen gehen wir in die nahe "Bar Español". Das Essen ist gut und günstig. Poulet-Schnitzel für Efraim, Gnoggi Bolognese für Maria und Tortilla für mich.
(139km, 4.20h unterwegs)
Mo 17.12.2018
Das Frühstücks-Buffet ist sehr gut. Sie haben sogar richtiges Brot. Um 10.15h fahren wir los. In der Stadt hat es viel Verkehr und viele nicht synchronisierte Lichtsignale. Wir brauchen 20 Minuten um aus der Stadt zu kommen. Nachher hat es fast keinen Verkehr mehr, dafür stürmt es. Wenigstens nicht Gegenwind. Nach einer Stunde erreichen wir die Abzweigung zur Ruta Provincial 41 (RP41). Ab jetzt ist die Strasse nicht mehr geteert. Sie ist relativ gut unterhalten, so dass ich fast immer 50-70 km/h schnell fahren kann. Es ist jetzt sehr flach, mit Weiden und Wäldern und ab und zu einer Farm. Es kommen uns auf den ganzen 139km genau zwei Autos entgegen. An einigen Stellen stand die Strasse vor kurzem unter Wasser und hat darum relativ tiefe Fahrrinnen. Nichts für Autos mit Spoiler. Bin mit 63 km/h im Schnitt unterwegs. Nach etwas mehr als zwei Stunden erreichen wir Colonia Carlos Pellegrini. Der Standort der "Posada El Yacare" ist auf Booking.com falsch eingetragen, Dafür mit 10 Nachkomma-Stellen! Nach einer Nachfrage, finden wir es dann doch. Es ist eine schöne aber einfache Unterkunft. Kaltes Getränk gibt es nur in Form von Bier und nur in Literflaschen! Ich "muss" mein Ankunfts-Bier alleine leer trinken, ich armes Schwein. Es ist wieder 36C° heiss und es windet heftig, fast wie ein Haar-Fön. Wir entladen mein Motorrad und fahren zum "Centro de Visitantes" am Lago Ibera. Wir fahren 3 Mal an der Polizei vorbei, zu dritt auf dem Motorrad, aber das ist hier offenbar in Ordnung. Beim Informations-Büro zum National-Park "Reserva Natural Esteros Del Ibera" gibt es einen 450m langen Steg. Da sehen wir einige Capybara (Wasserschwein). Das sind die grössten Nagetiere der Welt und mit dem Meerschweinchen verwandt. Wir treffen ein Paar aus Deutschland die mit dem VW-Bus unterwegs sind. Auf dem Rückweg sehen wir uns noch den Campingplatz an. Der ist sehr schön. Leider gibt es da keine Getränke zu kaufen. Zurück zu Hause organisieren sie uns eine 5-Liter Wasser-Flasche von Nestlé. Es ist sehr durstiges Wetter. Nachher ab in den Pool. Nach etwa einer Stunde ziehen Wolken auf. Es vergeht vielleicht ¼h und es geht los, gerade als Maria auch in den Pool kommt. Zuerst stürmt es sehr heftig, einige Minuten später Regnet es und wie. Maria braucht in ihrer Panik einen Stuhl um aus dem Pool zu kommen, denn es hat keine Leiter. Zum Apero tu ich mir nochmals ein Bier an. Es ist nun merklich kühler. Zum Nachtessen gehen wir ins nahe "Yacaru Pora" Da sitzt ein Paar aus Holland. Das Tages-Menu ist "Bife con Champignon" das nehmen Efraim & ich. Es schmeckt sehr gut, sollt aber eher "con cebolla" heissen, es hat mehr Zwiebeln als Champignon. Maria nimmt Reis mit Fleisch. Wein gibt es nur in 7.5dl Flaschen. Ich nehme den Rest nach Hause. Es regnet immer wieder.
(203km, 3¼h unterwegs, davon 139km nicht geteert, 7km mit dem Motorrad)
18.12.2018
Es ist geplant um 7h einen Bootsausflug zu machen. Wenn ich um 6h erwache, regnet es in Strömen. Der Ausflug fällt buchstäblich ins Wasser. Um 9h ein ziemlich einfaches Frühstück. Nachher arbeite ich mein "Büro" auf. Der Ausflug ist auf den Nachmittag verschoben. Es hört auf zu regnen. Der National-Park "Reserva Natural Esteros Del Ibera" ist vor allem für seine Vögel bekannt. Von denen gibt es auch sehr viele hier. Es soll auch Krokodile und Anakondas geben. Vielleicht sehen wir die auf unserem Boots-Ausflug. Maria steht wieder einmal in der Küche und hilft beim Empanadas zubereiten. Wie üblich mit viel Spass für alle. Sie sind denn auch wirklich gut. In der Zwischenzeit versuche ich den Besitzer davon zu überzeugen, dass ich die 21% Steuer nicht bezahlen muss wenn ich mit einer ausländischen Kreditkarte bezahle. Er ist der Ansicht es sei umgekehrt. Da hat Booking.com noch viel zu tun um das ihren Gastgebern zu erklären. Schlussendlich klappt es dann. Das ganze zieht sich hin, auch weil das Internet sehr instabil ist. Um 15.15h fahren wir mit dem umgebauten Ford Pickup zum Hafen. Der Besitzer erzählt mir stolz, dass er anstatt dem Ford-Motor einen luftgekühlten Magirus-Deutz Motor eingebaut hat. Das Boot gehört der Familie und sein Sohn ist der "Kapitän" und dessen Sohn ist auch dabei. Es ist kühl und bewölkt. Es sind auch noch zwei andere Boote unterwegs. Zuerst sehen wir die Capybaras (Wasserschwein) von gestern, dann einen stattlichen Hirsch. Die haben hier Schwimmhäute zwischen den Klauen, darum sind sie gute Schwimmer. Bald darauf treffen wir den ersten Yacare (Kaiman), die Krokodil-Art die hier lebt. Die werden bis zu 2m lang, sind aber für Menschen nicht gefährlich. Maria hat trotzdem einen Höllen Respekt vor ihnen. Wir sehen auch unzählige Vögel. Die Yacare sind fast alle auf dem Land, respektive den schwimmenden Inseln weil es kühl ist. Sie liegen unbeweglich da und man kann sehr nahe an sie heran fahren, bis sie sich bewegen. Meistens bleiben sie auch dann noch liegen wenn man nur 1m entfernt ist! Es ist eine schöne Tour. Nach zwei Stunden sind wir zurück. Ich will mein Motorrad verladen, lass es dann aber bleiben, weil es sehr schlammig ist. Wir werden das morgen auf der Strasse machen. Zum Apero meinen letzten Whisky. Zum Nachtessen gehen wir wieder ins "Yacaru Pora". Das Essen ist fast das gleiche wie gestern, nur mit Spiegelei statt Champignon.
Mi 19.12.2018
(125km, 4¼h unterwegs, 1¼h festgesteckt, 82km nicht geteert)
Am Morgen regnet es wieder, aber nur kurz. Ich hoffe das bleibt so, denn sonst wird es schwierig auf der Strasse nach Mercedes. Nach dem Frühstück verlade ich das Motorrad. Der Parkplatz ist schlammig, darum fahre ich dafür auf die andere Seite des Hotels. Da gibt es eine Art Fussgängerzone. Da ist es besser zum Verladen. Es regnet immer wieder. Um 10.15h fahren wir los. Der Regen hat aufgehört. Die Strasse ist zu Beginn einigermassen gut aber nicht geteert. Wir sehen wieder Capybaras (Wasserschwein) und einen Hirsch. Nach 1h und 33km Fahrt, sieht Maria einen Yacare (Kaiman) nahe bei einer Gruppe Capybaras. Sie will ein Foto machen, also fahre ich zurück. Dann passiert es, ich fahre als guter Schweizer Autofahrer an den Rand und bleibe prompt stecken! Der Hotel-Besitzer hat mir noch gesagt, "immer schön in der Mitte der Strasse bleiben". Ich versuche mich raus zu schaukeln, grabe mich aber nur noch tiefer ein. Ich hole meinen Klapp-Spaten und versuche eine Spur zu graben und mit Steinen und einer Matte zu füllen. Nützt alles nicht, wir stecken fest. Mobil-Empfang gibt es hier nicht. Es bleibt uns nichts anderes übrig als zu warten. Der Yacare ist immer noch da. Ich wundere mich die ganze Zeit, dass Maria nicht in Panik ausbricht. Nach einer Stunde endlich kommt ein Auto. Kaum hält er an, kommt ein zweites. Insgesamt 6 starke Männer. Mit vereinten Kräften schaffen wir es mein Auto aus dem Schlamm zu ziehen. Hinten zieht ein Toyota 4WD und auf der Seite schieben 4 Männer. Dabei wird meine Stoss-Stange lädiert, aber sonst ist alles in Ordnung. Nach 1¼h geht es weiter. Die Strasse wird nun schlechter und schmaler. Sie steht manchmal sogar unter Wasser. Gegen den Schluss der Schlamm-Strasse ist sie zwar etwa 10m breit, aber nur die mittleren 3-4m sind befahrbar. Beim Kreuzen bleibt immer ein Rad in der Spurrinne, damit man nicht wieder stecken bleibt. Auch das hat mir der Besitzer geraten. Es kommt zum Glück nicht oft vor. Einmal wird es nochmals brenzlig. Zum Glück wartet der entgegenkommende Fahrer bis ich aus dem Schlamm bin, denn meine Räder sind leicht am Durchdrehen. Endlich, nach 83km beginnt die geteerte Strasse. Heute ist der Durchschnitt ohne die erzwungene Pause nur bei 37km/h für den ungeteerten Teil. Nun geht es zügig bis nach Mercedes. Um 14.30 sind wir da. Das anvisierte Hotel hat kein Zimmer mehr frei. Vielleicht wollen sie auch nicht einen so dreckigen Gast. Sie geben mir aber die Adresse des Hotel "Ivyra Pyta". Da haben sie ein Zimmer. Ich dusche zuerst einmal und ziehe saubere Kleider an. Nachher ziehen wir los. Maria & Efraim wollen etwas essen und ich mein wohlverdientes Ankunfts-Bier. Fast alles ist geschlossen, aber wir haben Glück, ein Restaurant am Plaza San Martin hat Empanadas und Bier. Auf dem Heimweg kaufe ich noch einen Whisky und Crackers ein. Die Verkäuferin hat grosse Freude an uns und schenkt Maria sogar den Rosenkranz von der Marien-Figur im Laden. Ich erledige diverse Sachen, z.B. WhatsApp verschicken und Track speichern usw. Maria hat Probleme mit ihrem Magen weil es in Medan Probleme mit Lewy gibt. Ich gehe darum mit Efraim alleine zum Nachtessen. Das Restaurant "Sabores del Iberá" ist schön und offenbar gibt es viele Reservationen. Wir bekommen einen Tisch gleich beim Empfang. Efraim will wieder "Bife de Chorizo", ich nehme "Cerdo con Mostaza" (Schweins-Steak an Senfsauce). Schmeckt gut. Zum Dessert für Efraim Glacé und für mich einen riesigen Cognac und einen Kaffee. Zu Hause organisiere ich noch heisses Wasser für Maria. Ihr Magen spinnt immer noch.
(125km, 4¼h unterwegs, davon 83km nicht geteert)
Do 20.12.2018
Das Frühstück ist mickrig. Nachher reinige ich mein Auto notdürftig.
Kabine aussen, Fenster, Beleuchtung und die hintere Tür. Sieht etwas komisch aus, aber mehr kann ich im Moment nicht machen. Es regnet immer wieder. Um 11.30h fahren wir los. Zuerst noch tanken dann auf die Ruta Nacional 123 (RN123). Die ist ein einem guten Zustand, zum Teil ganz frisch geteert. Nach 1½h erreichen wir die RN12. Die ist die ersten 20km so schlecht, dass es Warnschilder hat. Nachher wird es besser, aber fast nie wirklich gut. Es hat kaum Verkehr. Um 14h sind wir in Goya. Das "Condado Hotel Casino" macht einen guten Eindruck. Im Hoteleigenen Restaurant essen Efraim & Maria etwas und ich bekomme mein Ankunfts-Bier. Efraim und ich testen danach den Pool. Um 18h erkunden wir das Städtchen. Am Ufer des Rio Paraná gibt es einen kleinen Park. Da trinken wir etwas. Es dauert sehr lange bis wir unsere Getränke bekommen, wie oft hier in Argentinien. Zum Nachtessen wollen wir ins Restaurant "Barcelona", das haben wir auf unserer Tour de Ville gesehen. Es passt uns aber gar nicht. Schlussendlich landen wir wieder im Hotel. Ins Spiel-Casino darf ich nicht, sagt mir der Aufseher. Mit Flip Flops gehe das nicht! Wir wollen ja gar nicht, sondern ins Restaurant! Das Essen ist gut und der Service auch.
(163km, 2½h unterwegs)
Fr 21.12.2018
Das Frühstücks-Buffet ist ziemlich schwach. Beim Bezahlen der Rechnung gehen die Probleme wieder los. Diesmal weil der Kartenleser keine Verbindung aufbauen kann. Ich bin fast sicher, dass dieses Problem nicht neu ist. Wir einigen uns, dass ich per Banküberweisung bezahle. Bis das alles erledigt ist, vergeht eine volle Stunde. Um einen Beleg zum Verschicken zu bekommen, muss ich schlussendlich doch mein Notebook auspacken. Mit der Android-App ist das wie fast üblich nicht möglich. Um 12h können wir endlich losfahren. Die RN12 ist meistens gut, es gibt aber auch schlechte Abschnitte mit vielen Schäden die nicht sehr professionell geflickt sind. Es hat wenig Verkehr, wir kommen zügig voran. Um 15h sind wir im "Hotel La Cautiva de Ramirez" in La Paz. Das Hotel ist eine Umgebaute Teigwaren-Fabrik. Ziemlich cool gemacht. Unser Zimmer ist einfach und geht zur Strasse. Die anderen seien alle ausgebucht, was ich nicht glaube. Maria startet fast durch weil sie Hunger hat. Nach 15h gibt es in Argentinien kaum ein Geschäft das offen hat. Nur bei der Tankstelle gibt es etwas zu Essen. Im Supermarkt einkaufen will Maria nicht. Also fahren wir dort hin. Das Essen ist ziemlich Scheisse, aber Maria beruhigt sich wieder. Wir schauen uns noch den "Plaza 25 de Mayo" an, dann fahren wir zurück. Efraim und ich stürzen uns in den Pool. Nachher bekomme ich endlich mein Ankunfts-Bier. Gegen taucht eine Frauengruppe am Pool auf. Sie machen Wassergymnastik. Maria amüsiert sich köstlich. Apero am Pool. Zum Nachtessen bleiben wir im Hotel. Das Restaurant "Garibaldi" soll das Zweitbeste vor Ort sein. Das Essen ist denn auch gut. Zurück im Zimmer buche ich noch das nächste Hotel in Paraná.
(203km, 3h unterwegs)
Sa 22.12.2018
Nach dem Frühstück reinige ich die Scheiben. Die ist vollgekleistert mit Libellen und anderen fliegende Tieren. Um 11.20h fahren wir los. Die RN12 ist jetzt wieder besser. Die Gegend ist leicht hügelig, das Wetter wieder einmal schön und fast wolkenlos. Nach etwas mehr als 100km sind wir in El Pingo. Da gibt es nichts ausser einer Tankstelle und dem Restaurant "El Empalme". Das ist allerdings jetzt ziemlich voll. Nach dem Tanken müssen Maria & Efraim verpflegt werden, es ist schliesslich fast 13h! Nach einer guten Stunde geht es weiter. Der Verkehr wird jetzt dichter, aber immer noch wenig. Um 15h erreichen wir das Hotel "Gran Hotel Paraná". Das hat schon bessere Zeiten erlebt, liegt aber genau im Stadtzentrum am Plaza de Mayo. Unser Zimmer passt mir nicht weil es gleich über einem Dach und dunkel ist. Es gäbe ein freies anderes 3-er Zimmer, aber der zuständige am Empfang will es nicht tauschen. Er wurde vor 2 Wochen fast entlassen, weil er ein Zimmer getauscht hat. Wir müssen warten bis der Boss kommt. Auf dem Plaza de Mayo gibt es eine Art Weihnachts-Markt. Maria muss da natürlich hin. Ich parkiere das Auto um und bekomme nachher mein Ankunfts-Bier. Maria & Efraim einen grossen und sehr süssen Coupe de Maison. Sie essen ihn nicht fertig. Nachher besuchen wir die "Catedral Metropolitana" die auch am Plaza de Mayo liegt. Zurück im Hotel, heisst es der Boss komme bald. Ich glaube nicht mehr, dass wir ein anderes Zimmer bekommen und richte mich ein. Kaum habe ich den Computer gestartet, können wir das Zimmer dann doch noch wechseln. Das neue Zimmer ist viel besser und wir können die Fenster offen lassen, brauchen die Klima-Anlage nicht. Zum Nachtessen gehen wir ins "Olivo", das soll gut sein. Meine Senf-Sauce ist allerdings die schlechteste die ich bis jetzt bekommen habe. Zurück im Hotel suche ich ein Hotel für morgen. Anstatt in Rosario buche ich aus Versehen in San Nicolás, etwa 60km weiter. Wenn ich es merke, ist es schon zu spät. Hier in Argentinien kann man fast kein Hotel stornieren ohne die erste Nacht bezahlen zu müssen. Ich hoffe, dass es wenigstens gut ist.
(172km, 3¾h unterwegs)
So 23.12.2018
Nach dem Frühstück packen wir und ich hole das Auto vom Parkplatz (200 ARS). Um 10.45h fahren wir los. Nach Santa Fé gelangt man nur durch einen Tunnel (170 ARS), sonst gibt es keinen Weg auf die andere Seite des Rio Paraná. Es hat ziemlich viel Verkehr. Der lichtet sich erst nach Santa Fé. Die Gegend ist jetzt wieder sehr flach und eintönig. Die Autopista 1 (AP01) ist zeitweise in so schlechtem Zustand, dass ich lange Strecken auf der linken Spur fahre und nur nach rechts fahre, wenn ein Auto von hinten naht. Dafür muss man dann noch bezahlen! Nach 3h (167km) machen wir bei Opessa la Ribera eine Pause bei einer Tankstelle. Der Kassen-Service ist unglaublich langsam. Nach ½h fahren wir weiter. Rosario umfahren wir und gelangen auf die Ruta National 9 (RN9). Die ist in viel besserem Zustand. Um 15.15h sind wir in San Nicolás. Das Apart Hotel "De Los Arroyos" ist gut. Wir haben eine Wohnung mit 2 Schlafzimmern. Ich mus das Auto über einen Spezial-Eingang auf den Parkplatz fahren. Auf dem Dach im 9.Stock gibt es einen Pool. Den suchen Efraim & ich auch bald auf. Zum Apero kommt auch Maria hoch. Ich suche ein Airbnb in Buenos Aires. Maria will morgen dorthin zurück. Ich finde eines ganz nahe bei Vivian. Ich schreibe ihr diese. Ihre überraschende Antwort ist, wieso wir nicht bei ihr übernachten. Ich war der Ansicht, dass ihre Kinder und Enkel-Kinder nun dort sind. So erledigt sich meine letzte Suche von selbst. Zum Nachtessen gehen wir ins vom Rezeptionisten empfohlene "La Chacra". Ein schönes Restaurant, aber das Essen haut uns nicht aus den Socken.
(275km, 4½h unterwegs)
Mo 24.12.2018
Nach dem Frühstück ein letztes Mal packen und die Scheiben reinigen. Um 11.15h fahren wir los. Beim Herausfahren durch die Spezial-Ausfahrt reisse ich ein Kabel mit. Keine Ahnung wo das herkam, beim Hineinfahren sah ich kein Kabel. Die ganze Strecke bleiben wir auf der RN9. Bei Partido de San Pedro legen wir eine Pause im "EL Alegre" ein. Vivian teilt uns mit, dass morgen alle Läden geschlossen sein werden und ob sie für uns einkaufen soll. Ich erstelle eine Einkaufsliste. Beim Punkt Nudelsuppe dreht Maria plötzlich durch. Keine Ahnung wieso und das bleibt dann den Rest des Tages so. Ich tanke gleich nebenan und will den Reifendruck kontrollieren. Das gibt dann eine grössere Übung. Ich habe am Schluss weniger Druck wie vorher. Nach einiger Diskussion schaffen sie es den Kompressor zum Laufen zu bringen. Erst dann bringe ich den nötigen Druck in meine Reifen. Nach ½h geht es weiter. Richtung Buenos Aires wird der Verkehr immer dichter. Um 15.30h sind wir da und finden auch einen Parkplatz direkt vor dem Haus. Vivian freut sich uns wieder zu sehen. Nach dem Ausladen ab in den Pool. Es ist nämlich wieder heiss, 33C°. Mein Ankunfts-Bier gibt es erst nachher. Nachher gehen wir Einkaufen. In der Bäckerei muss man eine Nummer ziehen, weil es sehr viele Leute hat, die auf das frische Brot warten. Morgen ist alles geschlossen. Nach 20 Minuten bekomme ich das ofenfrische Brot. Wenn wir losmarschieren erscheint Vivian, sie will für uns Brot kaufen. Das hat sich erledigt und wir fahren mit ihr nach Hause. Apero im Garten. Vivian ist eingeladen und Maria steht immer noch neben den Schuhen. Ich hole Speck-Rösti aus dem Auto und koche für mich und Efraim das "Weihnachtsmenu" mit Rösti, Spiegelei und Kürbis-Suppe. Dazu guten Malbec-Wein. Erst nach und nach beruhigt sich Maria wieder. Um Mitternacht lassen sie hier viel Feuerwerk steigen. Sehen können wir es nicht, aber hören sehr gut.
(228km, 4¼h unterwegs)
Di 25.12.2018
Nach dem späten Frühstück ist Vivian zum Mittagessen eingeladen. Ich organisiere meine vielen Bilder, was ziemlich viel Zeit beansprucht, weil ich die Aufnahme-Zeiten kontrollieren muss. Schlussendlich sind nur Marias Zeiten beim Iguazú-Fall falsch, weil ihr Smartphone auf Brasilianische Zeit umgestellt hat. Dazwischen mache ich mit Efraim den Pool zum Schlachtfeld. Vivian kommt erst nach 20h zurück. Maria hat Suppe und Poulet-Fleisch und natürlich Reis gekocht. Vivian hat noch Gulasch, dazu kochen wir Spaghetti.
Mi 26.12.2018
Vor dem Frühstück gehe ich einkaufen. Martha ist irgendwie eingeschnappt, wir wissen nicht warum. Vivian wird mit ihr reden. Ich bringe noch die letzten Korrekturen bei der Bilder-Umbenennung an und führe nachher wieder einmal die Buchhaltung nach. Mit der Visa-Abrechnung gibt es einige Konfusion, bis ich merke, dass der Eintrittspreis zum Iguazú-Fall auf 4 verschiedene Belastungen aufgeteilt wurde! Wir holen alle schmutzige Wäsche und die Sachen die Maria mitnehmen wird aus dem Auto. Der Pool ist heute sehr willkommen, denn es ist wieder 33C° heiss. Martha hat sich wieder erholt und kocht zusammen mit Maria. Nachher wäscht sie unsere Wäsche. Ich gehe mit Efraim einkaufen. Der Spielwaren-Laden den ich gesehen habe ist aber nichts wert. Sogar Efraim findet nichts dass ihm gefällt. Zum Nachtessen gibt es Reis mit Poulet peruanische Art. Wir sitzen noch eine Weile mit Vivian zusammen, dann ab ins Bett. Heute ist es sehr warm in unserem Zimmer. Wir benützen zum ersten Mal die Klima-Anlage zum Einschlafen. Um 03h erwache ich und stelle sie ab.
Do 27.12.2018
Ich gehe mit Efraim Brot einkaufen. Vivian isst nur kurz mit uns, nachher muss sie los, um ihren Sohn vom Flugplatz abzuholen. Seine Frau kommt später mit einem anderen Flug? Ich kontaktiere Sebastian & Inés ob sie mal Zeit für ein treffen hätten. In Medan gibt es wieder einmal ein Problem mit Mario. Er soll eine Frau geschwängert haben und die hat ihn angezeigt. Für 60'000'000 IDR kam er wieder frei. Mama hat dafür ihr Haus belehnt und die wollen jetzt natürlich Geld sehen. Eine schräge Geschichte. Ich weiss nicht ob ich für diesen Taugenichts Geld in die Hand nehmen soll. Um 15h gehen wir ins nahe Restaurant "Ninnina". Das ist ziemlich teuer, aber der Hamburger ist gut und gross genug für zwei. Nachher fahren wir mit dem Zug nach Retiro. Von dort zu Fuss via San Martin in die Florida. Da passiert dann, was immer passiert wenn Maria Souvenirs sieht, sie verfällt in einen wahren Kaufrausch. Den kann man nur mit begrenztem Bargeld bremsen. Zwei Mal verlieren wir sie, weil sie anstatt zu warten einfach losläuft. In der Lavalle finden wir ein günstiges Schuhgeschäft und kaufen für Efraim und Maria ein. Für Efraim das verspätete und Maria das verfrühte Geburtstags-Geschenk. Endlich etwas zu trinken im "Bravo". Danach zu "meiner" Bank. Ich kann 2 Mal 6000 ARS abheben, aber leider nur in 100er-Noten. Das Nachtessen im "Los Romolinos" ist gut in üppig. Zu Fuss zum Bahnhof Retiro, da fährt aber um 23h kein Zug mehr. Darum zurück mit dem Bus 93. Kurz vor Mitternacht sind wir zu Hause.
Fr 28.12.2018
Vivian und ihre Kinder und Enkel reisen früh am Morgen ab. Ich gehe mit Efraim Brot einkaufen. Erst zu Hause merke ich, dass es keine Milch mehr hat. Nochmals einkaufen, diesmal aber ganz in der Nähe. Um 10h gibt es dann endlich Frühstück. Am Nachmittag fahren wir nochmals mit Martha in den Barrio Chino (China Town) und kaufen ein. Nachher finden wir ein China-Restaurant, das Nasi Goreng hat. Dazu eine grosse Nudelsuppe für uns alle. Maria schlägt zu. Auf dem Heimweg geht es ihr nicht mehr gut. Zurück zu Hause hat sie den "Dünn-Pfiff". Martha will sie ins Spital schicken. Maria hat immer etwas, zu viel oder zu wenig gegessen, die Nerven oder sonst etwas. Ich muss schlussendlich auch noch Vivian und Karin beruhigen, denn die sind inzwischen auch alle informiert worden. Martha hat einen guten Eintopf gekocht. Maria isst natürlich kaum etwas. Ich sitze mit Efraim noch etwas im Garten und trinke ein Glas Wein.
Sa 29.12.2018
Wie abgemacht wecke ich um 8h Efraim ganz leise. Er steht ausnahmsweise auch sofort auf und wir schleichen uns aus dem Zimmer. Maria hat heute Geburtstag und wir kaufen für sie eine Torte und Brot für das Frühstück. Wenn wir die Bäckerei verlassen wollen, geht ein schweres Gewitter nieder. Wir warten ¼h auf Besserung, die kommt aber nicht. So ziehen wir im Regen los. Zu Hause sind wir durch und durch nass. Zuerst unter die warme Dusche, dann Frühstück vorbereiten. Maria geht es wieder besser. Wir gehen noch in der Nähe einkaufen. Vivian hat uns das empfohlen. Wir kaufen vor allem Fleisch. Maria verschwindet wieder einmal. Wir sind schon lange zu Hause und sollten eigentlich auf den Zug. Ich gehe mit Efraim auf eine Rundtour durch das Quartier um Maria zu suchen. Wenn wir zurückkommen, steht sie vor dem Haus. Wir müssen uns beeilen um den Zug nach Retiro zu erwischen. Das Treffen mit Inés und Sebastian klappt doch noch, nachdem sie auf die erste Anfrage nicht reagiert haben. Um 14h sind wir bei ihnen. Wir sitzen zusammen und reden. Es gibt nur ein Glas Coca oder Tee für Maria. Bei den Reichen lernt man sparen! Ich kann Efraim noch mein ehemaliges Zimmer zeigen. Da wohnt jetzt David, er kommt auch aus der Schweiz. Nach etwa 1h verabschieden wir uns und gehen Richtung "Florida". Unterwegs finden wir das Restaurant "La Posta de los Tucu" da gibt es Ravioli und Spaghetti für Efraim und Maria. Für mich ein Bier. In der "Florida" finden wir ein günstiges Geschäft für T-Shirts. Maria schlägt voll zu, 10 T-Shirts, die meisten "10 - Messi" und 3 Taschen. Kosten mich 4770 ARS = 125 CHF und Maria ist glücklich. Zurück zu Hause noch ein Sprung in den Pool. Zum Nachtessen haben wir Martha eingeladen, aber sie kommt nicht. Wir gehen in "El Facon" und es ist wieder wie immer ein bestelltes Gericht gibt es nicht. Anstatt gegrillten Lachs bekommt Maria eine frittierten "Merluza" (Seehecht). Efraim und ich Parrillada (Grill-Platte) für 2 Personen. Die ist riesig mit Blutwurst, Nierli, Leberli, Steak …. Wir essen knapp die Hälfte davon. Den Rest nehmen wir nach Hause. Da gibt es dann zu Dessert noch ein Stück von Marias Geburtstags-Torte.
So 30.12.2018
Um 5h geht ein gewaltiges Gewitter nieder. Gegen 9h gehe ich Brot kaufen. Maria startet mit Kochen. Zuerst Nasi Goreng, der Reis ist nicht mehr gut, sie kann es wegwerfen. Dann Hackfleisch es schmeckt beim Anbraten schlecht, also wegwerfen. Ich gehe in den Laden und bekomme anstandslos ein neues Pack. Martha kann es kaum glauben. Es ist heute relativ kühl, "nur" 27C°. Maria will nicht aus dem Haus, so geniessen wir das Nichtstun. Ich reserviere vorsichtshalber ein 2-Bett-Zimmer in Ushuaia. Das kann ich bis am 30.01.2019 notfalls wieder stornieren. Zum Nachtessen gehen wir in die Pizzeria "La Guitarrita", heute kommt Martha mit. Die beiden "kleinen" Pizzas sind gut, der Wein auch, was will man mehr.
Mo 31.12.2018
Bernard schreibt, dass er lieber ein Einzelzimmer hätte. Vor dem Frühstück gehe ich mit Maria einkaufen. Ab heute 16h ist mehr oder weniger alles geschlossen. Maria ist zu faul um etwas zu unternehmen. Dafür steht sie lange in der Küche und kocht all die Sachen die wir in letzter Zeit gekauft, aber nicht verwendet haben. Zum späten Mittagessen gibt es eine selbstgemachte Nudelsuppe. Zum Apero Frites und Resten-Fleisch und –Fisch. Ich buche für Bernard ein Einzel-Zimmer für 50 USD. Der Gastgeber bietet mir den gleichen Preis an, wenn ich direkt bei ihm buche. Da wir schon viel gegessen haben, fällt das Nachtessen aus. Um Mitternacht schläft Maria schon fast und will nicht auf die Strasse kommen. Ich gehe mit Efraim nach draussen, aber da ist nichts los, nur ein paar Gestalten wie wir, die nach "Action" Ausschau halten. Nach 10 Minuten gehen wir zurück und trinken am Pool ein Glas Rotwein auf das neue Jahr. Efraim stark verdünnt!
Di 01.01.2019
Da niemand aufstehen mag, findet das Frühstück erst um 11h statt. Heute ist ein Faulenzer-Tag. Ab und zu in den Pool, etwas essen und trinken, sonst nichts. Maria packt ihre Koffer. Ich weiss nicht wie sie es ohne Annas 130-Liter-Tasche geschafft hätte. Alles ist voll. Zum Nachtessen gibt es Chorizo-Würste, Gemüse und Reis. Wenn wir mit dem Essen beginnen kommt Vivian und ihre Familie zurück.
Mi 02.01.2019
Vor dem Frühstück gehen wir einkaufen, Maria kommt auch mit. Die Söhne von Vivian möchten, dass ich schon am Freitag abreise, damit sie unter sich sein können. Vivian hat etwas Mühe, mir das zu sagen. Ich finde eine Unterkunft für 3 Nächte in Mar de las Pampas. Das hat mir Vivian empfohlen. Nachher packt Maria fertig und ich geniesse mit Efraim nochmals den Pool. Später beginnt es zu regnen. Da alle ausgeflogen sind, möchte Maria bereits früher zum Flugplatz. Um 18h fahren wir mit Cabify los. Diesmal gibt es keine "Trump"-Probleme. Um 18.45h sind wir da. Viel zu früh, der Check-In öffnet erst um 19.30h. Mit dem Gepäck gibt es diesmal kein Problem, es wird direkt nach Medan geschickt. Nur den Boarding-Pass nach Medan muss Maria in Singapore organisieren. Sie hat dafür 5h Zeit! Die Auswahl an Restaurants ist sehr beschränkt. Wir landen im "Hard Rock Cafe Buenos Aires". Die Bedienung ist ziemlich mühsam, sie bekommt dann auch kein Trinkgeld trotz des expliziten Hinweises, dass "Servico not included" ist. Auch der Hamburger überzeugt nicht, dafür ist alles ziemlich teuer. Um 21.45h verabschieden wir uns, Maria tränenreich wie meist. Mit Cabify fahre ich zurück. Vivian ist noch auf wenn ich ankomme. Wir trinken zusammen noch ein Glas Wein. Ich bekomme noch frische Bettwäsche, dann ab ins Bett.
Do 03.01.2019
Vor dem Frühstück lade ich noch die Bilder auf OneDrive und gehe dann Brot einkaufen. Ich warte mit dem Frühstück, bis die Familie fertig ist. Nachher stelle ich meinen Reisebericht fertig.