Tagebuch
Stand: 04.07.2019 Hauptseite / Home


So 02.06.2019
Kaum aufgewacht, ruft Maria an. Efraim ist wieder im Spital mit den gleichen Symptomen wie vor 3 Tagen, Fieber und Magenprobleme. Für eine Blutuntersuchung muss sie 1'800'000 IDR extra bezahlen. Sie soll das machen, ich schicke das Geld. Nach dem Frühstück erledige ich das "Büro". Gegen 13h gehe ich ins Zentrum und setze mich beim Jardin Sagrado hin. Nachher zum Plaza de Armas. Da hat es wieder sehr viele Touristen, darum gehe ich auf kleinen Gassen weiter und finde beim Plaza Regocijo einen Tisch an der Sonne um ein Bier zu geniessen. Um 15.30h bin ich zurück. Duschen und Rasieren ist fällig. Ich kontrolliere meine Bildertexte und mache noch 2 Korrekturen. Der Bluttest von Efraim hat ergeben, dass er eine Entzündung im Hals hat, aber sonst nichts. Das Magenproblem kommt vermutlich von den Medikamenten. Zum Nachtessen gehe ich in ein kleines Restaurant, das ich am Nachmittag gesehen habe. Saltimbocca Alpaca hat zwar nichts mit unserer Saltimbocca zu tun, schmeckt aber sehr gut. Ich unterhalte mich mit einem Einheimischen, der etwas Englisch kann. Um 20.30h bin ich zurück und gehe bald schlafen. Ich schlafe schlecht, weiss eigentlich auch nicht wieso.

Mo 03.06.2019
Efraim ist wieder Zuhause und hat Hunger, Maria geht einkaufen. Nach dem Frühstück will ich mich einchecken. Die Opodo-App ist so ein Scheiss, dass ich mich direkt bei Latam einchecke. Werde die App und mein Konto auflösen sobald ich in Lima bin. Drucke den Boarding-Pass an der Rezeption und bezahle meine Rechnung. Zuerst will sie 5% Zuschlag wenn ich mit Visa bezahle. Die Bezahlung funktioniert dann aber gar nicht. So bezahle ich mit MasterCard in PEN. Sie will die USD in PEN umrechnen, aber die ursprüngliche Offerte war sowieso 90 PEN. Nach einer weiteren Diskussion willigt sie ein. Gestern wurde mir zugesagt, dass ich um 13h auschecken kann, das ergibt die nächste Diskussion. Schlussendlich ist alles geklärt. Noch etwas "Büro" und packen. Um 12.30h holt mich das Taxi ab und bringt mich für 15 PEN zum Flugplatz. Das Einchecken geht problemlos, darum bin ich viel zu früh daran. Wir sind zu früh bereit und warten auf dem Rollweg mehr als 20 Minuten mit ausgeschalteten Triebwerken bis wir die Startfreigabe bekommen. Der Flug ist schön bis kurz vor Lima, da tauchen wir hinunter in den Hochnebel. Das soll hier um diese Jahreszeit normal sein, sagt mir der Fahrer des Taxis zu meiner Unterkunft in Jesus Maria. Ich bin bereits um 17.15h da, aber Margarita mit dem Schlüssel noch nicht. Nach 15 Minuten taucht sie auf und zeigt mir kurz die Wohnung, bevor sie wieder verschwindet. Ich gehe zum Einkaufen gleich gegenüber. Die Lage ist gut zum Einkaufen, aber es ist sehr laut von der Av. Brasil, auch im 8.Stock hört man die Strasse noch gut, vor allem weil immer jemand am Hupen ist. Ich richte mich ein und mache einmal alle Fenster zu, damit es etwas wärmer wird. Am Tag soll es etwa 20C° und nachts 17C° sein. Heizung gibt es natürlich keine und mein Öfeli ist in Cusco. Das von Margarita empfohlene Restaurant hat nur bis 17h offen. Ich gehe der Strasse entlang etwas weiter und finde das "Kuchy Tanta". Da gibt es leider keinen Alkohol, dafür ein gutes Chicharron im Brot. Ähnlich einem Hamburger, aber mit Schweinefleisch. Schmeckt gut, dazu Inka Cola. Martha die Helferin von Vivian kommt von Peru, sie hat schon gefragt ob ich das schon getrunken hätte. Um 20.30h bin ich zurück. Ich schlafe schnell ein, trotz Lärm von der Strasse.
(5¾h unterwegs mit Taxi und Flugzeug)

Di 04.06.2019
Das Frühstück kochen ist eine Herausforderung. Ich muss alles suchen und vieles hat es nicht. Aber mit improvisieren gibt es trotzdem ein Gutes Frühstück. Nachher gehe ich Waschpulver, Konfi und Brot einkaufen. Ich will meine Haussandalen zum Flicken bringen, aber der Schuhmacher den ich gestern gesehen habe ist geschlossen. Zurück zu Hause wasche ich meine Jacke, die ist extrem dreckig vom vielen Staub. Ich bringe meine Abrechnung auf Vordermann. Dann versuche ich es nochmals beim Schuhmacher, Vergebens. Ich schlendere durchs Quartier und schaue mir das Einkaufszentrum gegenüber meiner Wohnung etwas genauer an. Maria wird Freude daran haben, ich eher weniger. Nach 17h versuche ich es nochmals beim Schuhmacher, diesmal mit Erfolg. Für 10 PEN = 3 CHF wird er mir die Sandalen bis morgen Nachmittag reparieren. Er hat nur von 16 – 20h offen. Zum Nachtessen gehe ich ins "Don Bosco" etwa 1km zu Fuss. Die Gegend ist eigentlich schon schön, nur meine Wohnung liegt am falschen Ort. Das Bistec a lo pobre ist gut, es gibt sogar frittierte Bananen dazu. Um 21h bin ich zurück.
(3km zu Fuss)

Mi 05.06.2019
Heute geht es mit dem Frühstück schon besser. Gegen 12h mache ich mich auf den Weg um Lima zu erkunden. Es hat offenbar bis kurz vorher geregnet. Zuerst zum "Campo de Marte", ein Park gleich bei mir um die Ecke. Am oberen Ende gibt es so etwas wie einen Markt. Von da zum nächsten Park, "Parque de la Exposicion". Da gibt es ausser ein paar schönen Gebäuden nicht viel zu sehen. Anschliessen gibt es den schwer zugänglichen "Paseo de Los Heroes Navales". Man kommt kaum hinein und am oberen Ende nur heraus indem man sich über die Absperrung hinwegsetzt. Nächstes Ziel ist der "Plaza San Martin". Unterwegs und am Platz selbst gibt es mehrere schöne und stattliche Häuser. Der Plaza de Armas ist das nächste Ziel. Da steht die Kathedrale von Lima und es hat mehrere schöne Gebäude mit den hier üblichen reich verzierten Balkonen. Via "Estación de Desamparados" geht es zur "Basílica y Convento de San Francisco de Lima". Eine schöne Kirche, aber man muss 15 PEN Eintritt bezahlen und das ist es mir nicht wert. Für das gleiche Geld bekomme ich nachher ein Sandwich und ein Bier in einem Touristen-Restaurant. Hier verlangen sie überall wo Touristen sind Eintritt, meistens 10 – 15 PEN = 3 – 4.50 CHF. Auf dem Rückweg durch die Fussgängerzonen schaue ich noch zwei weitere Kirchen an, die sind aber nicht so interessant, dafür gratis. Um 15h bin ich zurück, bin 10km zu Fuss unterwegs gewesen. Nach 16h hole ich meine Sandalen ab und kaufe Brot fürs Frühstück. Nachher ist Ruhen angesagt. Zum Nachtessen gehe ich ins "Miki". Das ist ziemlich voll und es läuft Peru gegen Costa Rica im Fernseher. Mein Lomo saltado schmeckt sehr gut, die Pommes sind kunstvoll aufgeschichtet. Zum Abschluss gönne ich mir einen Pisco Sour. Maria ist im Stress. Sie ist am Packen. Um 17.30h Medan-Zeit geht es los. Zuerst nach Kuala Lumpur, dann via Amsterdam nach Lima. Insgesamt 37 Stunden wird sie unterwegs sein ohne den Weg zum und vom Flugplatz.
(10km zu Fuss)

Do 06.06.2019
Ich höre nichts von Maria, um 05.30h meldet mir Miando, dass sie abgeflogen seien. Ich checke sie ein für den Flug nach Lima. Da habe ich bis jetzt unterlassen, falls sie doch nicht fliegen, man weiss ja nie. Um 9h meldet sich Efraim, sie sind am Einsteigen. Erst jetzt meldet sich Maria mit Efraims Handy. Nachher döse ich noch etwas. Das Frühstück ist heute wunderbar. Ich habe gestern den Backofen als Heizung benutzt, dabei ist mir in den Sinn gekommen, dass ich das Brot das ich knusprig kaufe, aber am Morgen gummig ist, im Backofen aufbacken könnte. Und es funktionier! Nachher surfe ich herum im Internet und such dies und das. Telefoniere mit Stefan, er ist auf Malta in den Ferien. Nach einer Weile entschliesse ich mich ein Verlängerungskabel zu kaufen um es später mit einem CH-Stecker zu versehen. An der Rezeption gibt er mir den Tipp, wo ich das kaufen kann. Gleich beim Eingang sind Elektro-Öfeli ausgestellt. Ich beschliesse eines zu kaufen. So komme ich mit Verlängerungskabel und Öfeli zurück. Für 64 PEN = 16.20 CHF hat das Frieren jetzt hoffentlich ein Ende. Später kaufe ich noch Brot in der nahen Bäckerei. Zum Nachtessen gehe ich ins "El Gran Cajamarquez", ein schönes Restaurant, und sie schlissen die Türen! Meine Lasagne schmeckt gut, Wein gibt es auch hier nicht, aber Bier und zu Abschluss einen Pisco. Zum Dessert empfiehlt mir der Kellner "Mazamorra de calabaza" aus Kürbis gemacht. Nicht sehr süss. Nach 21h bin ich zu Hause. Ich lasse mein Handy eingeschaltet. Gegen 04h erwache ich und rufe Efraim an. Wenn ich Licht machen will merke ich, dass Stromausfall ist. Maria und Efraim sind in Amsterdam und werden in etwa 1h weiter fliegen.

Fr 07.06.2019
Ich geniesse die Ruhe vor dem Sturm und bleibe lange im Bett. Nach dem späten Frühstück gehe ich Einkaufen, u.a. Öl und Eier, damit Maria Omeletten machen kann. Brot werde ich erst morgen mit Efraim kaufen gehen. Nachher nehme eine ausgiebige Dusche und wasche ich meine Wäsche. Der Boiler fast nur 50 Liter, kaum mehr warmes Wasser für die Waschmaschine. Ich bestelle ein Cabify auf 17.15h. Um 16h ist meine Wäsche fertig und ich hänge sie zum Trocknen auf. Das Taxi ist schon früher da. Kurz nach 17h fahren wir los, von einem Stau zum anderen. Nach 18h haben wir es geschafft. Maria und Efraim landen um 18.15h. Es vergeht eine Ewigkeit bis sie durch den Zoll sind und ihr Gepäck haben. Erst nach 1h sind sie durch. Mit dem Taxi fahren wir nach Hause. Das Taxi und der Fahrer sind alt, wir brauchen fast 1h. Er verfährt sich, weil er nicht auf die Anweisung von Google Map hört. Am Schluss fragt er mich. Wir packen kurz aus und gehen dann ins "Miki" zum Nachtessen. Wir bestellen eine "Schlachtplatte" für 2 Personen weil Efraim unbedingt Poulet will. Die ist riesig und gut. Zum Abschluss zwei Piso Sour in Aktion für 17 PEN. Wenn Maria sieht dass es Eiweiss-Schaum oben drauf hat, will sie nicht mehr und ich "muss" beide trinken. Auf dem Heimweg kaufen wir bei einem Chinesen Nasi Goreng fürs Frühstück ein. Um 24h sind wir im Bett. Efraim will nicht im eigenen Zimmer schlafen, darum zügeln wir seine Matratze in unser Zimmer. Auf der neuen SIM-Karte ist der PIN aktiviert und ich kenne ihn nicht. Ich kann darum mein neues Handy gar nicht neu aufsetzen ohne die neue SIM-Karte, sonst bekomme ich Probleme mit WhatsApp. Ich muss warten bis mir Stefan die Daten schickt. Der ist aber noch auf Kreta in den Ferien.
(2h mit dem Taxi unterwegs)

Sa 08.06.2019
Schon vor 7h kommt leben in die Bude. Um 8h gehe ich mit Efraim Brot einkaufen, dann bereiten wir das Frühstück vor. Maria ist wie üblich die ganze Zeit am Telefon. Efraim isst für zwei. In Medan geht es wieder drunter und drüber, irgendetwas mit der Helferin. Kaum fertig gegessen, sind die beiden schon wieder am Schlafen. Ich lade Marias SIM-Karte in einer Apotheke auf, damit wir später ein Datenpaket aktivieren können. Zurück klemme ich mich hinter mein neues Handy um die Daten vom alten zu kopieren. Ich muss wieder einmal feststellen, dass es Programmierer und Programmierer gibt. Bei Samsung sind sie offenbar besonders doof. Du wirst bei Smart-Switch gefragt, ob die Daten auf der SD-Karte auch kopiert werden sollen. Und was machen sie? Sie kopieren sie in den Telefonspeicher, der dadurch natürlich gleich voll ist und die App abstürzen lässt. Erst nach dem 2.Versuch merke ich wieso das passiert, eine Fehlermeldung gibt es natürlich nicht. Ich verschiebe etwa 3GB Daten von Hand, dann klappt es dann auch endlich. Inzwischen sind aber 3h vergangen! Es kommt die Meldung Daten und Einstellungen kopiert. Nur die Kopierten Einstellungen beziehen sich vielleicht auf die Samsung-Apps. Für den Rest sind keine Einstellungen übernommen worden. Das war schon früher so, nur habe ich gehofft, dass es sich in den letzten 5 Jahren gebessert hat. Ich kann nun also mühsam eine App nach der anderen wieder so hinkriegen wie sie bisher war. Nicht einmal die Einstellung, dass die App auf der SD-Karte sein soll wurde übernommen. Ich frage mich wofür ich ein solches lausiges Tool brauche, wenn ich nachher trotzdem fast alles von Hand erledigen muss. Zum Apero erwachen die beiden. Um 20h gehen wir zum Nachtessen nochmals ins "El Gran Cajamarquez". Zwei Portionen Lomo saltado für uns drei sind genug. Ich abe allerdings schon besseres und billigeres gehabt. Das Restaurant schliesst am Samstag offenbar früher, jedenfalls lassen sie bereits nach 21h die Roll-Läden herunter. Um 22.30h sind wir zurück. Ich bin müde und gehe bald schlafen. Die beiden sind natürlich jetzt noch nicht müde und kommen irgendwann später.

So 09.06.2019
Ich muss alleine Brot kaufen gehen, Efraim hat Kopfweh, vielleicht vom vielen "Gamen". Nach dem Frühstück macht Maria die Küche sauber und ich erledige das "Büro". Am Nachmittag fahren wir mit dem Taxi zum Plaza San Martin. Von da zu Fuss zum Plaza de Armas mit der Kathedrale und dann weiter zur Iglesia San Francisco. Auf dem Rückweg kehren wir im "El Cordano" einem alten Restaurant ein. Ab dem Plaza San Martin geht es dann wieder per Taxi nach Hause. Der erste will 30, der zweite 20 und der letzte macht es dann für 8 PEN = 2.40 CHF. Zum Nachtessen gehen wir nochmals ins "Miki", das gefällt Maria. Diesmal bestellt jeder etwas anderes. Ich ein Schweins-Kotelett, das ist gut. Nur mit dem Pisco klappt es nicht. Auf dem Rückweg kaufen wir wieder Nasi Goreng beim Chinesen. Um 22h sind wir zurück.
(2km zu Fuss)

Mo 10.06.2019
Vor dem Frühstück gehe ich mit Efraim Brot kaufen. Nachher heisst es wieder einmal packen. Marias Sachen sind wie üblich in der ganzen Wohnung verstreut. Ich bestelle Uber auf 13h. Kurz vorher taucht Margarita auf um die Wohnung abzunehmen. Unser Fahrer schläft fast ein. Das Einchecken geht mühelos vor sich. Darum sind wir viel zu früh. Die Organisation beim Gate ist ziemlich chaotisch, aber wir sind pünktlich zum Abflug bereit. Es ist wieder das gleiche Bild wie beim Hinflug. Der Küstenstreifen liegt unter Wolken, dahinter ist das Wetter viel besser. Um 16.30h landen wir in Cusco. 20 Minuten später sitzen wir im Taxi. Der erste will wieder 40 PEN. Wir bezahlen schlussendlich 20 PEN. Die Hinfahrt hat 15 PEN gekostet. Im Hotel werden wir wie alte Bekannte empfangen, keine Formalitäten, direkt ins Zimmer. Wir richten uns ein und starten das Elektro-Öfeli. Maria und Efraim schlafen schon fast ein. Um 19h gehen wir zum Nachtessen. Ungeplant gehen wir in die Pizzeria Aventura, da ist es warm und hat viele Leute. Die Familien-Pizza Peruana ist nicht schlecht und gross. Maria bestellt 3 in 1 Pasta, Teigwaren mit 3 verschiedenen Saucen. Gegen 21h sind wir zurück und gehen bald schlafen.

Di 11.06.2019
Nach 8h gehen wir zum Frühstück, das ist wie üblich. Es hat aber ziemlich viele Leute heute. Nachher erledige ich mein "Büro". Maria fühlt sich nicht wohl. Maria bekommt einen Elektro-Ofen, damit es wärmer wird in unserem Zimmer. Ich gehe Haferflocken kaufen, die sie aber am Schluss doch nicht isst. Wenn wir in die Stadt wollen, beginnt Efraim zu weinen, er hat Heimweh. Es ist schliesslich fast 15h wenn wir aus dem Haus gehen. Beim nahen Chinesen wollen Maria und Efraim etwas essen. Die Portionen sind riesig. Wir nehmen fast alles mit. Es beginnt zu regnen, darum gehen wir nur in den nahen Mercado Wanchaq und kaufen dort Trauben und Crackers. Apero im Zimmer. Zum Nachtessen gehen wir ins "El Chinito". Da bestellt jeder für sich. Es gibt grosse Portionen und es schmeckt allen. Nach 21h sind wir zurück und gehen bald schlafen. Maria schläft mit Efraim im kleinen Bett.

Mi 12.06.2019
Maria und Efraim gehen schon um 07.15h zum Frühstück. Ich gehe erst später. Heute geht alles drunter und drüber. Vermutlich weil die Frau die normalerweise die Eier zubereitet nicht da ist. Eine Verwandte von Miando muss ins Spital und da gibt es endlose Diskussionen in welches, dabei ist es offenbar dringend. Um 11h machen wir uns auf den Weg zum Plaza de Armas. Dort ist viel los. Es gibt etwas wie einen Umzug, eine Gruppe nach der anderen führt traditionelle Tänze auf. Wieso genau finde ich nicht heraus. Am 24.Juni wird die Fiesta del Sol gefeiert, vielleicht steht das im Zusammenhang. Maria reagiert wie üblich, zuerst müssen Selfies her, dann Videos und wenn das vorüber ist, interessieren nur noch Souvenirs und Essen. Wir gehen zum Mercado San Pedro, der gebe ich ihr 50 PEN, aber das ist ihr zu wenig und schon steht der erste Streit an. Sie kauft absoluten Scheiss ein, ich warte besser draussen. Nach ½h haben sie Hunger. Wir essen in einem der vielen kleinen Ess-Stände im Markt. Sie nehmen ein Bistec zusammen, das ist aber immer noch zu viel. Ich trinke nur ein Bier. Nachher gehen wir zu Fuss zurück. Gegen 15h sind wir zurück. Ich gebe ihr 300 PEN = 100 CHF und erkläre ihr, dass das alles Geld ist, dass sie von mir für Souvenirs bis Ende Ferien bekommt. Sie bedankt sich nicht einmal. Dafür telefoniert sie mit Alain und erzählt ihm wie sie das alles nicht interessiert, so mit richtiger "leck mich am Arsch-Stimmung". Nachher schlafen beide ein. Ich parkiere mein Auto um und reinige die Scheiben. Nachher fülle ich noch meinen Whisky-Vorrat auf, man weiss ja nie. Zum Nachtessen gehen wir ins nahe "La Quinta". Da war ich schon einmal. Es ist auch diesmal wieder gut, aber teuer. Dafür ist es geheizt. Auf dem Heimweg kaufen wir noch Antibiotika für Efraim und Maria jubelt mir ein sauteures Shampoo unter (70 PEN = 21 CHF). Um 21h sind wir zurück und gehen bald schlafen.
(5km zu Fuss)

Do 13.06.2019
Nach dem Frühstück packen wir zusammen. Das Hotel kostet 400 PEN für 3 Nächte, der Parkplatz 375 PEN für 15 Tage, sie verrechnet nur 25 PEN/Tag statt wie angedroht 30. Nach 10h fahren wir los, zuerst zum Tanken, dann hoch den Berg bis zum "Cristo Blanco", einer Christus Figur. Da machen wir einen Halt. Man hat eine gute Aussicht auf Cusco. Fotoplausch mit Alpaca. Nach 20 Minuten fahren wir weiter. Es gibt in der Umgebung noch einige historische Inka-Stätten, aber wir verzichten und machen nur Fotos aus der Ferne. Nach etwa 10km sind wir auf etwa 3790müM, dann geht es hinunter ins Tal des Rio Vilcanota/Urubamba. Da wird auf 3000müM Gemüse angepflanzt. Wir folgen dem Fluss bis zu unserm Ziel in Ollantaytambo (2850müM). Die Fahrt ist sehr schön und abwechslungsreich. Der letzte Kilometer ist wieder mit Bollen-Steinen gepflastert. Ziemlich ruppig. Im Ort selbst herrscht Chaos. Viele Kleinbusse versperren sich gegenseitig den Weg. Um 13h sind wir bei unserem Hotel dem "La Casa del Abuelo Riverside". Wir sind zu früh, darum ist unser Zimmer noch nicht bereit. Es ist ein schönes kleines Hotel. Ich will unsere Bahn-Billets abholen. Bis zum Hauptplatz sind es 5 Minuten. Da will Maria in ein Restaurant. Ich gehe mit Efraim zum Bahnhof, das ist weiter als erwartet, etwa 900m und bergab. Zurück gönnen wir uns eine Fahrt mit einem der hier üblichen 3-Rad-Taxis für 3 PEN für beide zusammen. Maria hat eine Forelle bestellt, ohne zu fragen was sie kostet. 40 PEN sind ziemlich teuer für Peru, auch mein Bier kostet 50% mehr wie üblich. Gegen 16h sind wir zurück und richten uns ein und ich erledige das "Büro". Zum Nachtessen gehen wir ins " Blue Magic". Efraim und ich essen Alpaca, Maria nur eine Suppe. Um 21h sind wir zurück und gehen bald schlafen, jeder in seinem eigenen Bett.
(92km, 2¾h unterwegs)

Fr 14.06.2019
Ich gratuliere Trudi zum Geburtstag. Das Frühstück haut einen nicht um. Stefan schickt mir den PIN meiner SIM-Karte, so kann ich endlich mein neues Handy mit der CH-Nummer in Betrieb nehmen. Umsteigen werde ich erst wenn ich etwas mehr Zeit habe. Für Maria und Efraim steht eine General-Reinigung an. Man muss es ausnützen wenn man eine gute Dusche mit warmem Wasser hat. Um 10h marschieren wir zum Bahnhof. Im Warteraum gibt es Video und Tee. Um pünktlich um 11.15h geht es los. Wir haben ein bequemes 4-er Abteil für uns. Die Fahrt ist spektakulär. Das Tal ist meistens eng und die Berge rundherum sehr hoch, so dass man die Bergspitzen nur durch die Panorama-Fenster im Dach sieht. Wir fahren bergab, von 2800müM auf 2080müM. Gegen Ende sind wir richtig im Dschungel. Um 12.45h sind wir in Aguas Caliente. Dort müssen wir in den Bus umsteigen. Der Ort ist sehr touristisch, aber sie schaffen es nicht den Weg zum Bus und zum Ticketschalter anzuschreiben. Wir verpassen aber dadurch keinen Bus. Für 200 PEN = 60 CHF werden wir über 13 Serpentinen auf einer ungeteerten Strasse zum Machu Picchu hochgefahren auf 2460müM. Von da geht es zu Fuss weiter. Auf einem steilen Weg/Treppen hoch bis zum "Guard House" auf 2540müM. Von da hat man einen wunderbaren Ausblick über die ganze Anlage. Es gibt auch ein paar Lamas, die sich stoisch für Selfies missbrauchen lassen. Das Wetter ist perfekt, ein paar Wolken gibt es, aber die verdunkeln nur kurz die Anlage. Dann geht es hinunter zum Roca Sagrada. Von da wieder zurück zum Eingang. Es hat viele Gruppen, aber man kann ihnen einigermassen ausweichen. Alles in allem ist es ein eindrückliches Erlebnis. Allerding auch ein sehr teures, allein für Bahn, Bus und Eintritt habe ich fast 750 CHF für uns ausgegeben! Zurück beim Eingang will Maria etwas essen. Sie hat mich in Aguas Caliente geschickt um Empanadas zu kaufen. Aber jetzt will sie ins Restaurant, was ich ablehne, weil wir unser Essen dabei haben. Das kommt nicht gut an. Ich esse mein Sandwich, dann fahren wir zurück. Zum Glück ist die Warteschlange nicht so lange wie bei unserer Ankunft. Den 2.Bus erwischen wir. In Aguas Caliente kommen wir um 16.15h an. Wir suchen uns ein Restaurant für das Nachtessen. Es gibt ein Menu für 20 PEN, ich trinke nur ein Bier. Hier ist alles 50% teurer wie sonst. Um 19h fährt unser Zug pünktlich ab. In Ollantaytambo sind wir um 20.45h. Wir schnappen uns ein 3-Rad-Taxi für 6 PEN zum Hotel. Um 21h sind wir zurück und gehen bald schlafen.
(ca.100km mit dem Zug, 17km mit dem Bus und 3km zu Fuss, 11h unterwegs)

Sa 15.06.2019
Beim Frühstück fragen wir ob wir noch eine Nacht länger bleiben können. Es geht und ich verschiebe die Buchung in Abancay um einen Tag. Gegen 14h hat Maria Hunger und wir machen uns auf den Weg Richtung Bahnhof. Da gibt es mehrere Food-Stall die es ihr angetan haben. Das Essen ist gut und wirklich billig, 12 PEN für eine Forelle. Auf dem Rückweg setze ich mich mit Efraim auf eine Bank bei der Brücke und schau dem Treiben zu. Maria kommt später auch, verschwindet aber bald um Souvenirs zu kaufen. Ich gehe mit Efraim zurück ins Hotel. Ich habe leichtes Fieber. Maria kriegt Panik und will mich mit Medikamenten vollstopfen. Ich lehne aber ab. Sie geht mit Efraim nochmals auf Einkauf-Tour. Zum Nachtessen gehen wir ins "Piccolo Forno", ein sehr kleines Restaurant und warm wegen des Pizzaofens. Mein Lomo Saltado geht beim Durcheinander das Maria beim Bestellen veranstaltet verloren. Die andern sind schon fertig wenn ich es bekomme, aber es schmeckt gut. Auf dem zentralen Platz findet eine Prozession statt. Wir schauen eine Weile zu und gehen dann nach Hause. Um 21h sind wir zurück.
(3km zu Fuss)

So 16.06.2019
Mein Fieber ist weg. Nach dem Frühstück packen wir zusammen. Ich wasche die Scheiben und bezahle. Es ist mit 54 USD/Nacht teuer, aber noch lange nicht bei den Teuren hier. Beim Bezahlen mit der Visa-Karte drückt er obwohl ich es im sagte die 1 anstatt die 2. Das bedeutet dass mir CHF verrechnet werden und mir die UBS nochmals 1.75% zusätzlich berechnen wird. Es stellt sich heraus, dass wir erst die vierten Gäste waren. Um 10h fahren wir los. Nach 7km verlassen wir die Hauptstrasse. Die Strasse ist nicht geteert. Ich überprüfe sicherheitshalber die Route. Sie stimmt und die Strasse wird nachher sehr gut. Wir fahren durch schöne Täler. Manchmal ist die Strasse durch Felsmassen verschüttet und wir müssen auf einer provisorischen Strasse die Stelle umfahren. Bei Huarocondo verweist mich mein Navi wieder auf eine ungeteerte Strasse. Ich folge ihm und lande in Zurite. Ab da wird die angezeigte Strasse immer schmaler und ist schlussendlich nur noch ein schlechter Weg. Ich kehre um. Maria weint, weil sie Angst hat und Efraim lacht sie aus. Jemand fragt mich auf dem Rückweg wohin ich wolle und meint, über diese Strasse komme ich nicht dahin. Ab Zurite gibt es eine geteerte Strasse die in nur 5km zur Hauptstrasse führt! Die Polizei hält mich an und will wissen was ich da gemacht habe. Später finde ich heraus, dass die OSM-Karte diese Strassen nicht als ungeteert eingezeichnet hat und das Navi darum diese Abkürzung gewählt hat. Nach diesem Irrweg verläuft alles normal. Es geht hoch bis auf 3600müM und dann über eine Maut-Strasse für 3.90 PEN über unzählige Spitzkehren hinunter auf 1860müM. Eine schöne Strecke. Von da steigt die Strasse wieder an. In Carmen machen wir Mittagspause. Nach 1h geht es weiter. Es ist die ganze Zeit bewölkt und jetzt beginnt es zeitweise zu regnen. Auf der Passhöhe auf 4000müM herrscht dichter Nebel und es regnet. Nun geht es in unzähligen Kehren bergab. Der Nebel lichtet sich und es hört auf zu regnen. Kurz vor 16h sind wir in Abancay beim Hotel "El Peregrino". Unsere Wohnung hat 2 Schlafzimmer. Die Küche ist nur spärlich eingerichtet. Wir richten uns ein und ich parkiere das Auto auf dem nahen Parkplatz. Ein Nachbar dreht fast durch weil ich seine Garage-Ausfahrt blockiere und er 5 Minuten warten muss. Zum Nachtessen gehen wir ins "Matias". Ziemlich teuer aber gut. Um 21h sind wir zurück und gehen bald schlafen. Ich im einen, Maria und Efraim im anderen Schlafzimmer.
(198km, 5¾h unterwegs)

Mo 17.06.2019
Das Frühstück ist sehr spärlich. Ein Rührei macht noch lange kein Amerikanisches Frühstück wie es in der Beschreibung heisst. Ich bringe mit Efraim die Wäsche in eine Wäscherei zum Waschen. Nachher gehe ich zur Rezeption. Sie telefonieren dem Hotel in Chalhuanca das mir nie geantwortet hat. Und siehe da, sie haben sogar ein Zimmer für 3 Personen. Weil das so gut geklappt hat, hole ich die Adresse für das Hotel in Puquio und auch da klappt es mit der Reservation für ein 3-Bett-Zimmer. Ich hoffe, dass es dann auch so ist wenn wir ankommen. Maria will zum Mercado Central. Da muss sie nochmals Souvenirs kaufen und stellt erstaunt fest, dass es hier nur ½ so teuer ist wie in Cusco und Co. Ich habe das prophezeit, aber das hat sie vergessen. Im obersten Stock des Marktes gibt es viele kleine Beizen. Das Menu kostet 6 PEN = 1.80 CHF mit Suppe und Tee! Nachher kehren wir noch im "Mama Mia" ein, damit ich zu meinem Bier komme. Es gibt eine Diskussion mit Maria wegen Marthas Rückflug. Denn die Abmachung war, dass ich eine Kopie der Zahlung bekomme. Für Marthas Flug habe ich die, aber für ihren Sohn nicht. Darauf ist Maria wieder einmal eingeschnappt. Sie kommt erst ½h nach uns nach Hause. Apero im Wohnzimmer. Maria schläft und will nicht zum Nachtessen kommen. Ich gehe mit Efraim nochmals ins "Mama Mia". Efraim möchte unbedingt Cuy (Meerschweinchen) essen. Mit Maria geht das nicht. Also bestellen wir Cuy für ihn und einen Fleischspiess für mich. Efraim strahlt wenn er das Cuy bekommt, ist schon ein spezieller Anblick. Sie schneiden es am Bauch auf und falten es auseinander und backen es dann mit Kopf und Beine dran. Efraim geniesst es. Wir werden Maria nichts davon erzählen, mal schauen wie lange Efraim das für sich behalten kann. Um 22h sind wir zurück. Maria schläft.

Di 18.06.2019
Um 8h zum Frühstück. Wir bestellen für jeden 2 Spiegeleier. Es gibt noch etwas Reis für Maria und Efraim. Nachher packen wir zusammen. Ich hole das Auto vom Parkplatz und wasche die Scheiben. Gegen 11h fahren wir los. Es ist ganz offensichtlich, dass das Navi keine Höhenangaben verarbeitet, denn es schickt mich steil den Berg hinauf, damit ich nachher fast so steil wieder hinunter fahren kann. Ausserhalb gibt es eine grosse Polizei-Kontrolle. Fahrausweis zeigen und weiter geht es. Es hat wenig Verkehr und die Strasse ist gut. Zuerst fahren wir dem Rio Lambrama entlang, nachher dem Rio Apurima. Es ist eine schöne Fahrt und es ist warm. Das erste Mal seit langem fahre ich mit offenem Fenster. Nach 13h sind wir in Chalhuanca. Die Reservation im Hotel Samay Wasi hat geklappt. Das Zimmer ist zwar klein, aber das Hotel ist schön. Mittagessen im Garten für die einen, für mich das Ankunftsbier. Maria hat offenbar gestern ihre Lesebrille an der Rezeption liegen lassen. Sie schicken sie uns für 5 PEN mit dem Minibus nach. Unser Hotel hier erledigt die Voraus-Zahlung. Sonst nehmen sie die Brille nicht mit. Maria findet die Umsteigezeit in Kuala Lumpur zu kurz. Darum buche ich den Flug nach Medan um von 17.00h auf 20.00h. Das kostet 84 USD. Danach montier ich einen CH-Stecker an ein peruanisches Verlängerungskabel. Das kann ich dann auch in Ecuador und Kolumbien benützen. Ein Junge schaut mir zu und will erfolglos 1 PEN erbetteln. Ich richte mich ein und erledige das "Büro". Apero zum Sonnenuntergang im Garten. Nachtessen im Hotel. Es ist ziemlich teuer, aber gut. Um 21h sind wir im Bett.
(123km, 2¼h unterwegs)

Mi 19.06.2019
Das Frühstück im Garten fällt ziemlich mager aus. Nachher packen. Die Brille von Maria kommt doch noch rechtzeitig an. Um 10.45h fahren wir los. Es geht weiter dem Rio Capilla entlang durch ein schönes Tal. Vor Caraybamba biegen wir in ein Seitental ab. Nach 30km beginnt die Strasse bei Promesa steiler zu werden. Bald sind wir höher als 4000müM und werden diese Höhe die nächsten 164km nie mehr unterschreiten. Wir kommen in ein hügeliges Hochtal mit grünen Weiden und vielen Lama- und Alpaca-Herden. Es hat auch mehrere Dörfer. Vier Mal kommen wir auf über 4500müM. Beim ersten Mal halten wir an um einige Fotos zu machen. Bei Negro Mayo, findet ein Schüler-Rennen auf der Hauptstrasse statt, wir müssen fast 10 Minuten warten. In dieser Zeit kommt von hinten kein Auto und entgegen ein Lastwagen und ein PW. Nachher gibt es viele tiefblaue Seen. Erst 23km vor unserem Tagesziel Puquio unterschreiten wir 4000müM. Es geht in vielen Kurven hinunter auf 3200müM. Das Hotel Coralia liegt direkt am Plaza de Armas. Unser Zimmer ist einfach, aber sauber mit Blick auf den Platz. Während wir ausladen verliert ein 3-Rad neben unserem Auto eine grosse Menge Motoren-Öl. Ich parkiere mein Auto um. Wenn ich zurück bin ist bereits der erste Motorradfahrer gestürzt. Wir gehen zum späten Mittagessen gleich nebenan. Das Essen schmeckt Maria gar nicht. Ich gehe auf eine längere Suche nach einem Bier und geniesse dann mein Ankunftsbier während Maria und Efraim essen. Nachher setzen wir uns auf den Plaza de Armas und geniessen das Treiben und die Sonne bis sie untergeht. Wir heizen unser Zimmer mit dem eigenen Öfeli auf, ich erledige das "Büro" und buche ein Hotel in Nasca. Zum Nachtessen gehen wir in eines der vielen chinesischen Restaurants. Das Essen ist nicht schlecht und vor allem billig, 24 PEN für alles, allerdings haben sie kein Bier oder Wein. Um 21h sind wir zurück.
(187km, 3½h unterwegs)

Do 20.06.2016
Zum Frühstück müssen wir ausser Haus gehen. Nach einigem Suchen finden wir ein Lokal. Das passt Maria aber nicht, obwohl sie Tortilla mit Reis haben. Efraim und ich essen die gute Tortilla, Maria sucht etwas anderes, findet aber nichts und kommt zurück. Schlussendlich ist sie doch zufrieden mit der Tortilla. Um 10.45h fahren wir los. Es geht über eine kurvenreiche Strasse bergauf bis auf 4164müM. Dann ändert sich das Bild schlagartig. Die Hügel sind jetzt trocken, nicht mehr grün wie vorher. Es hat jetzt auch viel mehr Verkehr, vor allem Lastwagen. Nach gut 100km und 2¼h Fahrt machen wir eine Pause. Maria muss unbedingt auf die Toilette. Sie schicken uns von einem Restaurant zum nächsten. Wenn wir endlich eine Toilette finden, ist es bereits zu spät, Maria hat nasse Hosen. Wir essen nichts und fahren weiter. Jetzt wird die Aussicht fantastisch und es geht weiter bergab. Es hat jetzt oft langsam fahrende Lastwagen unterwegs. Meistens kann man aber problemlos überholen. Ein Berg sieht aus wie eine riesige Sanddüne. Nach unzähligen Kurven erreichen wir Nasca auf 580müM. Hier ist es wüstenartig. Nur den Flüssen entlang ist es grün, sonst Sand und Geröll. Das Hotel Alegria Nasca macht einen guten Eindruck und der Parkplatz ist sehr gut. Bier und Nudelsuppe im Garten. Da gibt es auch einen Pool, der ist aber ziemlich kalt. Zum Nachtessen bleiben wir im Hotel. Es geht ewig bis unser Essen kommt und mein Chicken Gordon Bleu geht ganz vergessen. Ich will aber nicht nochmals so lange warten und gehe darum ohne Nachtessen ins Bett. Ich habe noch genügend Reserven.
(158km, 3½h unterwegs)

Fr 21.06.2019
Das "amerikanische" Frühstück ist auch hier sehr mickrig. Die denken hier offenbar, dass ein Rührei reicht um das so zu nennen. Nachher buchen wir einen Rundflug für morgen um die Nasca Linien von oben zu sehen (75 USD/Person). Ich muss zuerst Bargeld organisieren, dann werden wir alle gewogen. Ich plane den Ausflug zum Cementerio de Chauchilla. Aus irgendeinem Grund akzeptiert mein Navi diese Route nicht, und schon ist wieder ½h weg. Nachher erledige ich das "Büro". Aus irgendeinem mir nicht ersichtlichen Grund startet Maria wieder einmal durch und zieht dabei Efraim mit hinein in diesen Streit. Der weiss natürlich nicht was er machen soll und beginnt zu weinen. Ich will zum Cementerio de Chauchilla, Maria nicht aber Efraim schon. Nach langem hin und her fahren wir um 14h los. Beim Tanken will Efraim plötzlich nach Hause, ich weiss nicht was Maria ihm gesagt hat. Schlussendlich fahren wir dann doch los. Der Friedhof liegt 7km von der Hauptstrasse entfernt. Die Strasse ist nicht geteert und am Anfang ziemlich ruppig. Nachher sandig, zu fahren wie im Schnee. Die Gräber mit den Mumien sind verteilt im Gelände, nur mit einem einfachen Dach geschützt, mitten in der Wüste. Ich mache den Rundgang mit Efraim, Maria geht ihren eigenen Weg. Nach ¾h sind wir durch und fahren zurück. Um 16h sind wir zurück im Hotel. Maria und Efraim essen etwas, ich geniesse ein Bier. Maria hat sich immer noch nicht beruhigt und wütet weiter. Sie habe unseren Ring zu den Mumien geworfen meint sie. Ob das stimmt weiss ich nicht. Zum Nachtessen spitzt sich die Lage nochmals zu. Sie verbietet Efraim mit mir zum Nachtessen zu gehen. So gehe ich alleine ins Restaurant "Gula". Mein Gordon Bleu hat gar nichts mit dem Original zu tun, kein Käse und nicht paniert. Aber es schmeckt sehr gut, mit guter Sauce mit Champignon und viel Gemüse. Während ich esse ruft Maria an und will wissen wo ich bin. Nach einer Weile tauchen sie auf. Efraim will das gleiche wie ich und Maria eine Nudelsuppe. Sie tut wie wenn nichts gewesen wäre. Um 21h sind wir zurück.
(57km, davon 14km ungeteert, 2h unterwegs)

Sa 22.06.2019
Maria ist wieder "normal". Beim Frühstück wollen wir Spiegeleier bestellen. Das geht nicht meint sie und bringt Rührei an Buffet, das vorher vermutlich schon eine Weile in der Küche stand und nicht mehr warm ist. Wir haben genug, beschweren  uns bei der Rezeption und gehen auswärts zum Frühstück. Da geht es genauso mühsam weiter. Es dauert fast 1h bis wir alles haben und es kostet mich 54 PEN = 16 CHF, auch keine Alternative. Für dieses Geld bekommt man andernorts ein gutes Mittagessen! Danach organisiere ich die Bilder von den verschiedenen Kameras. Efraims Tablet hatte am Anfang eine total falsche Zeit. Die korrigiere ich. Aber es stimmt immer noch nicht, bis ich merke, dass sie einen ganzen Tag verschoben sind. So sind einige Stunden drauf gegangen. Um 15h werden wir abgeholt und zum Flugplatz gefahren. Es geht ziemlich speditiv vorwärts. Um 15.45h starten wir zum Rundflug. Der ist interessant. Bei jeder der 14 Figuren die wir anfliegen, drehen sie zwei Runden, so dass jede Seite eine optimale Sicht hat. Schon faszinierend was die da von 800 v.Chr. bis 600 n.Chr. angelegt haben. Maria ist es nicht so wohl im kleinen Flugzeug. Sie ist froh wenn sie wieder festen Boden unter den Füssen hat. Nach einer guten halben Stunde landen wir und werden mit dem Auto zurück zum Hotel gebracht. Maria muss sich erholen, ich gehe mit Efraim uns nahe "Rico Pollo", er ein Glacé, ich ein Bier, dazu den Fussball Match Bolivien gegen Venezuela. Apero auf der Terrasse. Zum Nachtessen gehen wir wieder ins "Rico Pollo". Alles ist gut ausser dem Wein, der ist süss. Auf der Karte stand davon aber nichts. Ich schaffe es auf Spanisch die Chefin zu überzeugen, dass sie den Wein zurück nimmt. Um 21h sind wir zurück.
(106km mit dem Flugzeug)

So 23.06.2019
Zum Frühstück bestelle ich 3-mal Spiegeleier. Es kommen 3 Spiegeleier auf einem Teller. Der Service des Restaurants ist wirklich sehr verbesserungswürdig. Um 10.30h reisen wir ab. Es geht den gleichen Weg den wir gestern geflogen sind. Darum halten wir beim Aussichtsturm auch nicht an. Es sind viele Lastwagen unterwegs. Ich bin wieder zurück in der Wüste. Die Orte sind alle an Flussläufen. Dort wird auch Obst im grossen Stil angebaut. Am Anfang ist es eine Geröll-Wüste, am Schluss Sand-Wüste mit grossen Dünen. Um 13h sind wir in Ica. Das El Huerto Hostel ist klein und schön. Maria und Efraim sind hungrig, darum gehen wir gleich zum Mittagessen. Das ist gut, aber mit 64 PEN für 2 Personen auch teuer. Ich trinke nur ein kleines Bier. Auf dem Heimweg kaufe ich ein neues Verlängerungskabel und montiere zu Hause einen CH-Stecker. Ich hoffe, dass es diesmal länger hält als nur 2 Tage wie das letzte. Nachher parkier ich das Auto auf einem gesicherten Parkplatz für 53 PEN für 2 Nächte. Morgen lasse ich da mein Auto waschen. Apero vor unserem Zimmer. Maria mag nicht zum Nachtessen kommen. Ich gehe mit Efraim in die Pizzeria Venezia. Ein schönes Lokal und die Pizza ist auch gut. Das Glas Hauswein ist gut und kostet nur 8 PEN. Der tiefste Preis seit Wochen. Wir bringen für Maria Maccaroni nach Hause. Sie ist aber kaum etwas.
(148km, 2½h unterwegs)

Mo 24.06.2019
Frühstück im Freien. Es hat Nebel, darum ist es ziemlich kühl. Das Frühstück ist nichts Besonderes. Eine Omelette mit Schinken und Pulverkaffee. Um 10h zeigt sich die Sonne. Ich gehe zum Parkplatz um mein Auto waschen zu lassen. Da heisst es aber erst um 15h. Ich gehe noch zum Plaza de Armas um Whisky zu kaufen. Ich buche die nächste Unterkunft etwas ausserhalb von Paracas. Um 13h fahren wir los. Aus dem Parkplatz zu fahren ist eng und auf der Strasse hat es viel Verkehr. Maria und der Parkplatz-Wächter sind auch keine Hilfe. Ich wende im Parkplatz und fahre dann vorwärts auf die Strasse. Bis zur Oase Huacachina sind es nur 5km. Ein kleiner See inmitten von 100m hohen Sanddünen. Wir schlendern halb um den See, dann hat Maria bereits wie erwartet Hunger und wir kehren ein. Mit Efraim umrunde ich den See nachher noch ganz. Man könnte hier für viel Geld mit dem Snowboard die Dünen herunter fahren oder mit Buggys die Gegend unsicher machen. Um 15h machen wir uns auf den Heimweg. Mein Auto soll bis 17h fertig gewaschen sein. Maria geht noch einkaufen und bringt das deutsche Paar von Nasca mit. Um 17h gehe ich zum Auto, er ist noch voll am Reinigen. Anstatt wie abgemacht 30 PEN verlangt er nun 45 PEN = 13.50 CHF. Dafür sieht es fast wie neu aus. Zum Nachtessen gehen wir in das vom Hotel empfohlene Restaurant "Mc Grill". Das Essen ist gut und viel, der Service aber schlecht. Um 21h sind wir zurück.
(11km, ½h unterwegs)

Di 25.06.2019
Das Frühstück wieder im Garten. Heute kommt die Sonne etwas früher. Ich hole mein Auto vom Parkplatz und bezahle die Rechnung. Sie wollen wieder 5% Zuschlag, was ich mit dem Hinweis auf Booking.com ablehne, weil dort steht ich könne mit Visa bezahlen. Sie verrechnen auch den zweiten Frühstücks-Kaffee mit 6 PEN für einen Pulverkaffee! Schade dass das so ist zum Abschluss. Um 10.45h fahren wir los. Zu Beginn hat es viel Verkehr, vor allem Lastwagen. Mit der Zeit wird es besser. Ich bin wieder einmal in der Wüste unterwegs. Wobei es neben der Strasse oft Obst-Plantagen und "Rebberge" gibt. Manchmal gibt es auch riesige Hühnerfarmen, ich möchte nicht sehen wie es da drinnen aussieht. Nach 1h verlassen wir die Panamericana und es geht weiter auf der Landstrasse bis Paracas. Das Baru Hostal liegt am südlichen Ende des Ortes. Renzo hat heute Geburtstag, er hat uns schon beim Buchen zu seiner Party eingeladen. Zum Almuerzo (Mittagessen) kommen die Gäste aber erst gegen 15h, Maria und Efraim sind am Verhungern und essen unsere Resten. Das Essen ist dann aber sehr gut. Eine Vorspeise aus Kartoffelstock und Meeresfrüchten, dann Reise mit Ente. Dazu reichlich Getränke wie Pisco Sour, Wein usw. Wir lassen das Nachtessen ausfallen. Ich gehe mit Efraim einkaufen. Es gibt aber nur 2 kleine Läden und die haben praktisch nichts. Brötchen, Milch und Vanille-Joghurt ist alles was wir finden. Bereits vor 20h sind die meisten Gäste gegangen und es wird ruhiger, auch weil die Leute vom Party-Dienst nach Hause gehen und darum keine Musik mehr läuft.
(72km, 1¼h unterwegs)

Mi 26.06.2019
Es scheint kein Mensch im Haus zu sein. Die Küche ist schlecht ausgerüstet und immer noch voll von gestern. Aber ich habe ja Pfannen usw. im Auto. Frühstück mit Nudel, Reis, Omeletten und süsslichen Maisbrötchen. Mein Kaffee ist dafür gut. Gegen 13h gehen wir zum Hafen um zu den Islas Ballestas zu fahren. Aber wir haben Pech, das letzte Boot ist 20 Minuten vorher abgefahren und das nächste wird erst morgen sein. Maria und Efraim essen etwas, ich trinke ein Bier. Wir buchen die Bootstour für morgen um 10h für 160 PEN für alle drei. Nachher gehen wir einkaufen. Das ist hier ziemlich mühsam, es gibt keinen "richtigen" laden, nur kleine Läden und die haben wenig Auswahl. Frisches Brot gibt es höchstens am Morgen. Zurück zu Hause gibt es Apero im Garten. Zum Nachtessen stoppt Maria ein Taxi, das bringt uns für 3 PEN ins Zentrum. Im Restaurant "Karamba" essen wir gut, ich habe gebratenes Schwein mit viel Zwiebeln und gebratene Kartoffel-Scheiben. Dazu 2 Pisco Sour. Es gibt 2 für 1 und ist billiger als ein Glas Wein. Zurück fahren wir wieder mit dem Taxi.

Do 27.06.2019
Nach dem Frühstück packen wir zusammen und fahren zum Hafen. Kurz vor 10h sind wir da und unser Agent wartet schon auf uns. Wir hätten uns nicht beeilen müssen, denn  wir warten bis 10.30h bis wir losfahren können. Heute ist es im Gegensatz zu gestern bewölkt. Im Boot haben 30 Leute Platz. Es ist aber bequem. Wir sind mit 50km/h unterwegs mit 2 Aussenbord-Motoren à je 200PS! Erster Stopp beim "Kronleuchter" ein Figur am Abhang, ähnlich den Figuren in der Nasca-Wüste. Dann geht es weiter zu den Islas Ballestas. Da sind drei ziemlich "verschissene" Insel im wahrsten Sinne des Wortes. Es gibt hier vermutlich Millionen von Vögeln, ein paar Humboldt-Pinguine und einige Dutzend See-Löwen. Wir kommen nahe an die See-Löwen heran, obwohl es ziemlich hohe Wellen hat. Die Touren sind ziemlich doof organisiert, alle Boote fahren mehr oder weniger zur gleichen Zeit los und sind demzufolge auch zur gleichen Zeit bei den Inseln. Es wäre viel besser für alle, sie würden gestaffelt fahren, aber dazu müssten sie sich absprechen. Der Futterneid verhindert dies wohl. Nach 12h sind wir zurück und fahren los nach Pisco. Nach knapp ½h sind wir bereits bei unserem Hotel. Das Hostal Tambo Colorado liegt nur 100m vom Plaza de Armas entfernt. Ich bringe mein Auto zum nahen Parkplatz, dann haben Maria und Efraim wie üblich Hunger. Efraim will schon lange zum Coiffeur. Auf dem Heimweg hat es einen Salon und er lässt sich die Haare schneiden für 20 PEN. Ich suche nachher weitere Unterkünfte. In Lima ist das ziemlich schwierig wegen meines Autos, zudem ist Wochenende. Ich reserviere eine Nacht in Imperial im " La Viña de OsCar", scheint etwas Spezielles zu sein. Zum Nachtessen gehen wir ins "Pica Rico". Da hat es viele Leute und das Essen ist gut und günstig. Meine Schweins-Koteletts sind auf jeden Fall gut. Um 21h sind wir zurück. Ich erhalte eine Absage nach der andern für meine Anfragen in Lima.
(18km mit dem Auto und 52km mit dem Boot)

Fr 28.06.2019
Noch vor dem Frühstück parkiere ich das Auto vor dem Hotel um zusätzliche Gebühren zu sparen. Das Frühstück ist wie üblich nichts Besonderes, kostet aber 13 PEN/Person. Maria geht noch auf den Markt auf dem Plaza de Armas. Gegen 12h fahren wir los. Nach wenigen Kilometern erreichen wir die Autobahn Richtung Lima. Fast immer 4-spurig, nur etwa 3 Mal sind sie am Bauen von Unterführungen und man muss für kurze Zeit auf eine Behelfs-Strasse ausweichen. Nach ¾h stoppt mich die Polizei. Diesmal nehmen sie es ganz genau, ich muss mein Versicherungs-Papiere zeigen und die sind im Auto. Es dauert mehr als 5 Minuten, bis ich weiter fahren kann. Bei Luz Del Sol de Apurimac verlassen wir die Autobahn und fahren landeinwärts. Unsere Unterkunft liegt ausserhalb von Imperial. La Viña de Oscar ist ein kleines Hobby-Weingut. Es gibt Hunde, Katzen, Kaninchen, Papageien usw. Zum Nachtessen werden sie für uns kochen. Ich richte mich ein, das Internet ist sehr schwach, darum installiere ich mein Wifi-Extender. Maria steht natürlich wie üblich in der Küche. Zum Apero sitze ich im Garten. Oscar der Besitzer hat lange Zeit in Amerika und der Karibik gearbeitet, darum spricht er gut Englisch. Zum Nachtessen gibt es Gebratenen Reis mit Poulet. Zum Abschluss hauseigenen Pisco. Der ist besser als der Wein, der ist nämlich ziemlich süss. Wir beschliessen noch eine Nacht länger zu bleiben.
(94km, 1¾h unterwegs)

Sa 29.06.2019
Das Frühstück ist eines der Besten bis jetzt in Peru. Mit Suppe, Omelette und guten Brötchen. Auch der Kaffee ist gut. Maria geht mit Carmen, der Frau von Oscar auf den Markt zum Einkaufen. Oscar zeigt Efraim den ganzen Hof. Ich erledige diverse Büroarbeiten und wasche unsere schmutzige Wäsche und hänge sie auf zum Trocknen. Bevor sie trocken ist beginnt es zu regnen und ich muss sie zusammenpacken. Ich buche unser Hotel in Lima, dann eine Intrepid-Reise auf die Galapagos Inseln. Ein ziemlich teurer Spass, 3154 USD + 120 USD vor Ort für 10 Tage inkl. Flug. Rolf hat mich vorgewarnt. Zum Nachtessen gibt es Schweinebauch in einem speziellen Ofen gebacken. Der ist sehr gut. Nachher sitze ich mit Oscar zusammen. Er trinkt meinen Whisky und ich seinen Pisco. Ein lustiger Abend.

So 30.06.2019
Das Frühstück ist etwas hektisch, weil auch die neuen Gäste zur gleichen Zeit frühstücken wollen. Ich hänge die feuchte Wäsche nochmals auf. Ein Gruppe Musikanten tauchen mit einem Kreuz auf und machen auf ein Fest im Dorf aufmerksam. Oskar bringt mich zum Nachbarhaus. Der Besitzer züchtet Kampfhähne, das erklärt die vielen krähenden Hähne am Morgen. Ein anderer bringt 2 Kampfhähne un sie zu testen. Sie lassen die Tiere mit abgedecktem Sporn, damit sie sich nicht zu sehr verletzen. Die gehen dann richtig zur Sache, dass die Federn nur so fliegen. Sie werden aber sofort getrennt, wenn es zu gefährlich wird. Dazu muss man natürlich noch Pisco trinken. Nachher bezahle ich die Rechnung. Da sie vieles separat verrechnen kostet es am Schluss ziemlich viel, fast 600 PEN = 180 CHF. Aber es war gut und wir hatten viel Spass. Um 14.15h verabschieden wir uns und fahren los. Zuerst tanken wir noch in Imperial, dann geht es zurück auf die Panamericana. Es ist neblig und hat ziemlich viel Verkehr. Der ist zeitweise mühsam weil einige konsequent auf der linken Spur unterwegs sind, auch wenn sie nur 70km/h fahren. Eingangs Limas verpasse ich 2 Mal die richtige Ausfahrt und darf Ehrenrunden drehen. Um 16.45h sind wir am Ziel. Die gebuchte Wohnung ist klein, dunkel und verraucht. Es gibt aber noch eine andere Wohnung. Für 5 USD mehr ist sie viel schöner. Wir wechseln. Ich kann die alte Wohnung auf der App von Booking.com nicht stornieren, weil in Amsterdam schon der 1.Juli ist und meine Buchung in der Vergangenheit liege! Ich storniere wie Jasmin mir sagt per E-Mail. Das klappt denn auch. Ich hole dann mein Auto und parkiere gegenüber dem Haus wir Jasmin mir gesagt hat. Zum Einkaufen gehen wir in den Supermarkt der Siedlung und da dann auch gleich zum Nachtessen ins "Garden". Meine Tallarin Saltado schmeckt gut. Nachher besorge ich noch Bargeld, ich dafür etwa ¼h anstehen. Um 21.30h sind wir zurück. Wir schlafen zu dritt im grossen Bett. Maria zieht irgendwann in der Nacht um ins andere Schlafzimmer.
(161km, 2½h unterwegs)

Mo 01.07.2019
Kaum fertig mit dem Frühstück beginnt der Ärger mit dem Parkplatz. Die wollen dass ich umparkiere, weil sie keine Lastwagen auf ihrem Parkplatz dulden. Jasmin erscheint nicht wie angekündigt. Der Parkwächter kommt wieder und nervt. Wir warten auf Jasmin, aber sie kommt nicht. Ich starte mit dem neuen Reisebericht. Um 15h gehen wir einkaufen und Maria und Efraim essen im "Garden" etwas. Zum Nachtessen kocht Maria zu Hause. Gerade wenn das Essen fertig ist, nervt der Parkwächter wieder. Nach dem Essen versuche ich wieder Jasmin zu erreichen. Sie ruft dann endlich sogar zurück und kommt 1h später vorbei. Ich kann über Nacht parkieren wo ich bin, muss morgen aber umparkieren. Sie wird um 9h vorbei kommen und mit mir zum Parkplatz fahren. Die Wohnung bezahle ich noch nicht, sonst kommt sie morgen vielleicht wieder nicht. Das Warten hat sich positiv auf den Reisebericht ausgewirkt. Die Bilder sind fertig nummeriert und ausgesucht. Um 22h sind wir im Bett. Zuerst zu dritt, irgendwann verschwindet Maria wieder merke ich am Morgen.

Di 02.07.2019
Mein Frühstück ist heute zum ersten Mal seit Wochen wieder normal. Mit gutem Camembert, Hart-Käse, ungesalzener Butter, gutem Brot, 4-Minuten-Ei und Himbeer-Konfi! Jasmin kommt natürlich erst um 09.30h, aber sie kommt. Ich parkiere mein Auto in der Nähe ihres Büros, etwa 300m von der Wohnung entfernt. Ich rufe Fix an, er hat heute Geburtstag. Um 12.15h fahren wir mit Cabify zum Mercado Central de Lima. Das ist ein riesiger Markt im Chinesen-Viertel. Man findet im und um den Markt alles was man braucht. Maria braucht zuerst etwas für den Magen. Efraim bestellt Muscheln, hat aber die Beilage nicht gern, viel Zwiebeln, Chili und Zitronen-Saft. Nachher ist Einkaufen erwünscht. Zuerst Unterhosen für Maria. Schuhe für Efraim finden wir keine. Auch Sweater finden wir keinen der uns passt, dafür einen Rucksack für die Schule. Gegen 16h machen wir uns wieder per Cabify auf den Heimweg. Nach ½h sind wir zurück. Ich gehe noch Bier, Crackers und Brot einkaufen. Es beginnt wieder zu nieseln. Zum Nachtessen gehen wir wieder ins "Garden", wir werden langsam Stammgäste. Mein Lomo fino ist ein riesiges dünnes Schnitzel, schmeckt gut. Um 21.30h sind wir zurück. Efraim schlägt mir versehentlich die Lippe blutig.

Mi 03.07.2019
Maria und Efraim schlafen im andern Zimmer, das merke ich aber erst am Morgen wenn ich erwache. Heute wird die Wohnung gereinigt, darum müssen wir um 13h weg sein. Wir gehen ins Real Plaza, ein grosses Einkaufszentrum gleich bei uns in der Nähe. Zuerst eine Jacke für Efraim weil er in der Schule immer friert wegen der Klima-Anlage. Maria kann es nicht lassen und muss auch noch Kleider für sich und andere kaufen. Zum Schluss sind es 230 PEN = 69 CHF. Ich gehe mit Efraim in die oberen Stockwerke. Da kaufe ich eine kleine Waage um das Gepäck zu wägen. Wir finden dann auch noch Schuhe für Efraim bei Bata. Auf dem Heimweg haben die beiden natürlich Hunger. Im "Corralito" essen wir etwas. Die Putzfrau ist gerade fertig wenn wir zu Hause ankommen. Da versuchen wir das Gepäck zu wägen, ziemlich kompliziert mit einer Waage auf der man knapp mit einem Fuss stehen kann. Die Koffer sind 20kg und etwa 23kg, die Rucksäcke 5kg und 8kg. D.h. ich muss bei AirAsia noch Zusatzgepäck kaufen. Um 19h gehen wir nochmals ins "Corralito". Da beginnt gleich das Spiel Chile gegen Peru im Halbfinal des Copa American. Kaum haben wir bestellt, fällt das erste Tor für Peru. Ein riesiges Geschrei. Die Leute fiebern richtig mit. Schlussendlich gewinnt Peru 3:0 und steht am 7.Juli im Final gegen Brasilien. Mein Gordon Bleu schmeckt sehr gut. Da sie nur ganze Flaschen Wein verkaufen, muss ich eine ganze Flasche alleine trinken. Nach Spielschluss gehen wir noch ins "Garden" auf einen Dessert. Nach 22h sind wir zurück. Nach dem Duschen gehe ich schlafen.

Do 04.07.2019
Spätes Frühstück, dann Checke ich Maria & Efraim ein. "Büro" und zusammen räumen. Zum Mittagessen gehen wir nochmals ins "Garden". Nachher kaufe ich noch Brot und Knopf-Zellen für diverse Geräte ein. Kaum zu Hause, steht der auf 16h bestellte Cabify vor der Tür, ½h früher. Offenbar hat er das nicht gewusst. Nach einigem diskutieren wartet er dann doch 15 Minuten bis wir fertig sind. Es geht relativ zügig zum Flugplatz. Bereits um 16.30h sind wir da. Es gibt eine riesige Schlange am KLM-Schalter. Sieht schlimmer aus als es ist, nach ½h sind sie eingecheckt. Für AirAsia hat Maria 3kg Übergewicht. Die muss ich für 11 MYR nachkaufen, muss aber zuerst die Batterien des UBS-Access-Gerätes wechseln. Maria startet nochmals kurz durch, beruhigt sich aber schnell wieder. Um 18.30h verabschieden wir uns und ich fahre mit dem Taxi zurück. Cabify würde 58 PEN kosten, das Taxi kostet nur 50 PEN. Nach 1h bin ich zu Hause. Ich räume auf und dusche. Heute kein Nachtessen, nur Apero. Ich ersetze die Batterien und aktiviere UBS-Access und kann nun das Zusatzgepäck für Maria buchen. Erinnere Miando an seine Rückzahlungspflicht, er hat versprochen ab Juni zu bezahlen, aber bis jetzt habe ich noch kein Geld bekommen. Ich wollte das nicht während dem Aufenthalt von Maria erwähnen, weil sie sonst wieder durchgestartet wäre. Um 22h bin ich im Bett.