Tagebuch
Di 27.08.2019
Nach dem Frühstück korrigiere ich noch einige Fehler in meinem Reisebericht. Um 10.30h fahre ich mit Iwan los nach Mitad Del Mundo. Wir landen in einem veritablen Stau. Zuerst fahren wir zum Kraterrand des Vulkans Pululahua, dem einzigen bewohnten aktiven Vulkans der Welt, wie Ivan meint. Da soll der Boden 30C° warm sein. Dann geht es zurück nach Mitad Del Mundo. Da gibt es einen Park, angeblich genau auf dem Äquator. Es stellt sich aber heraus, dass er 250m zu weit südlich angelegt ist! Vom Turm aus sieht man die ganze Anlage, es soll der meist besuchte Ort in Ecuador sein. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Es gibt da eine Brauerei, das ist fast das interessanteste an diesem Park. Wir trinken unser Bier aber nebenan zum halben Preis. Nach 1½h fahren wir wieder zurück. Diesmal ohne Stau. Um 14h sind wir zurück. Apero im Garten. Zum Nachtessen gehe ich in die Trattoria de Francesca. Diesmal ist sie offen. Der Aubergine-Gratin ist sehr gut. Der Chef erkennt mich wieder und weiss sogar, dass ich auf Galapagos war. Um 21h bin ich zurück.
(75km und 4km zu Fuss)
Mi 28.08.2019
Nach dem Frühstück plane ich meine nächsten Etappen und buche die Hotels. Morgen an meinem Geburtstag werde ich in Mindo sein. In 2 Tagen werde ich in einer Pension bei Rio Verde bei Schweizern gastieren. Da bleibe ich 3 Nächte. In Esmeralda ist alles sehr teuer und ausgebucht, darum lasse ich es links liegen. Ich teile Ivan mit, dass ich morgen abreisen werde und bezahle die Unterkunft. Für das Parkieren während meines Trips nach Galapagos muss ich nichts bezahlen. Am Nachmittag gehe ich einkaufen und organisiere noch Bargeld. Apero im Garten. Zum Nachtessen gehe ich nochmals in die "Pizzeria El Hornero". Diesmal keine Pizza sondern ein gutes T-Bone-Steak. Um 20.30h bin ich zurück.
(4km zu Fuss)
Do 29.08.2019
Schon vor dem Frühstück die ersten Geburtstagswünsche. Stefan ruft aus Dänemark an. Nachher packen. Um 10.15h verabschiede ich mich von Ivan und fahre los. Vor lauter Freude, dass es heute keinen Stau hat, verpasse ich die Abzweigung und muss einen Umweg durch Los Laureles fahren. Das kostet mich 2km Umweg und eine ¼h. In Mitad Del Mundo tanke ich sicherheitshalber. Nachher wir die Strasse zeitweise ziemlich schlecht und es hat auch ziemlich viel Gegen-Verkehr. Manchmal dauert es eine Weile bis man einen langsamen Lastwagen überholen kann. Die Umgebung ist jetzt richtig tropisch, z.T. Nationalpark. Es geht hinunter bis auf 1250müM. Um 13.45h erreiche ich Mindo. Ein kleiner Ort im Urwald. Die "La Bicok EcoLodge" ist klein und sehr schön, ein kleines Paradies mit Pool. Ich geniesse mein Ankunftsbier am Pool. Für den Rest des Nachmittags sitze ich am Pool und geniesse die Ruhe und die Umgebung. Auf dem Campingplatz stehen 2 Camper. Apero am Pool. Ich habe das Nachtessen vorbestellt. Ich bin der einzige Gast im schönen Restaurant. Ein Feuer lodert in der Feuerstelle und mein Tisch ist gleich daneben gedeckt. Der Wein ist im Preis von 25 USD inbegriffen. Ich bekomme als Vorspeise eine Ceviche ohne Fisch, mit Champignons und als Hauptgang ein gutes und grosses Filet Mignon. Schade ist, dass es nicht mehr richtig warm ist, weil es von auswärts angeliefert wird. Ich bestelle noch ein zweites Glas Wein. Zum Dessert gibt es Glacé und Früchte in einer ausgehöhlten Ananas. Ein würdiges Geburtstags-Essen. Um 21h bin ich im Bett. Man hört allerlei Viecher aus dem Urwald.
(109km, 2½h unterwegs)
Fr 30.08.2019
Vor dem Frühstück etwas "Büro". Das Frühstück ist sensationell. Alles schön angerichtet. Es gibt Rührei, selbstgemachtes "Semmeli", Waffel, Pancake, Fruchtsalat, Nature Joghurt und ein richtiges "Chacheli" mit Milchkaffee! Um 09.45h fahre ich los. Zuerst wieder hoch auf die Hauptstrasse, dann Richtung Esmeraldas. Nach etwa ½h wird es bewölkt und regnet sogar zeitweise. Der Strasse entlang gibt es fast immer Siedlungen oder bewirtschaftete Flächen. Die ersten 100km wieder mehr oder weniger auf einem Grat, auf beiden Seiten geht es bergab. Bei La Independencia erreiche ich die E20. Nun geht es bis La Union 4-spurig weiter. Aber dann ist fertig mit der guten Strasse. Es hat nun auch viel mehr Verkehr, aber es geht zügig voran. Es ist jetzt ein Gebiet mit vielen Palmöl-Plantagen. Kurz vor Esmeraldas biege ich auf die E15 ab und umfahre den Ort. Um 13.30h erreiche ich die Pension Quinta El Mamey nahe dem Rio Verde. Ich werde von Belinda und Fernando herzlich empfangen. Er ist von Esmeraldas und sie aus Zürich. Sie besitzen das Haus schon einige Jahre, sind aber erst vor einem Jahr fest hierher gezogen, mit ihren 2 und 6 Jahre alten Kindern. Ich ziehe mich um und geniesse dann mit ihnen mein Ankunftsbier. Sie haben ein kleines Paradies aufgebaut mit einem Restaurant und Pool, wenige Meter vom Strand. Nur die nahe Strasse stört das Idyll ein wenig. Wir reden ziemlich lange, dann richte ich mich ein. Ivan hat mir noch seine Bilder geschickt. Habe wieder etwas Neues gelernt, man kann per WhatsApp Bilder auch im Original verschicken, nämlich als Dokument, dann bleiben alle Informationen und die Qualität erhalten. Apero mit Sonnenuntergang auf meiner grossen Terrasse. Das Nachtessen von Belinda ist sehr gut, Fisch mit Gemüse, ein Patacones-Plätzli aus Kochbananen und Reis. Ich hole meine Flasche Wein aus dem Auto und wir stossen zusammen nachträglich auf meinen Geburtstag an. Der Bruder von Fernando es gekommen und passt auf die Kinder auf. Wir gehen zu dritt nach Esmeraldas in den Ausgang. Das sind etwa 30km pro Weg. Sie haben einen neuen Malecon angelegt, da ist viel los. Die beiden geniessen Glaces. Später gibt es Drinks, für mich einen Mojito. Nach 23h machen wir uns auf den Heimweg. Nach Mitternacht bin im Bett.
(252km, 3¾h unterwegs)
Sa 31.08.2019
Das Paradies hat einen Nachteil, die Strasse ist doch ziemlich laut, vor allem die Lastwagen. Die ersten sind schon um 04.00h unterwegs. Frühstück um 09h, mit gutem selbstgemachtem Brot und Spiegelei. Dazu Milch-Kaffee und Fruchtsaft. Nachher mache ich die Grob-Planung für Kolumbien, keine Etappe länger als 300km. Zwischen Medellin und Cartagena gibt es nur wenige Unterkünfte auf Booking.com. Ich bekomme neue Nachbarn, eine Familie aus Quito. Um 12h schnappe ich mir einen Liegestuhl im "Restaurant", dazu ein Bier und geniesse das Nichtstun. Ein Schweizer der zeitweise in Esmeralda arbeitet kommt mir seiner Freundin vorbei. Wir reden ein wenig, dann zurück in den Liegestuhl. Um 16h will ich an den Strand. Das funktioniert aber nicht, der ist nämlich verschwunden weil Flut ist. Apero mit Sonnenuntergang in den Wolken auf meiner Terrasse. Zum Nachtessen kocht Belinda eine Rösti aus Yuca, dazu Poulet-Geschnetzeltes an einer guten Sauce und Rüebli. Ich bestelle dazu eine Flasche Wein für 15 USD und trinke die Hälfte. Der Rest ist für morgen. Um 21h bin ich im Bett.
So 01.09.2019
Zum Frühstück gibt es heute "Bolón de verde", das traditionelle Frühstück von hier. Eine Kugel aus gekochten und zerstampften Kochbananen mit Käse und Gemüse drin, die frittiert wird. Schmeckt gut zusammen mit der gut gewürzten Sauce aus Chili und Zwiebeln. Nachher versuche ich die vordere Stossstange zu reparieren. Da sind verschiedene Schrauben verloren gegangen. Mehr schlecht als recht bekomme ich es soweit, dass sie nicht mehr klappert. Alles ist aus Plastik und an manchen Stellen ausgefranst, so dass ich mit grossen Unterlagscheiben arbeiten muss. Um 12h bin ich fertig und habe mir ein Bad im Pool und das Bier redlich verdient. Belinda wäscht mir meine schmutzigen Kleider für 3 USD. Später spaziere ich den Strand entlang. Heute genug früh, vor der Flut. Das Meer ist sehr flach, d.h. bei Ebbe ist der Strand einige hundert Meter breit, bei Flut wie gestern bemerkt existiert er nicht mehr. Die beiden Hunde begleiten mich. Nach 1½km kehre ich um. Es gibt nicht viel zu sehen. Nachher döse ich bis zum Apero auf meinem Bett. Der letzte Sonnenuntergang am Pazifik. Zum Nachtessen kocht gulaschähnliches Fleisch, dazu Reis mit Gemüse und Eier vermischt. Schmeckt gut wie immer hier. Nachher sitze ich noch eine Weile mit Fernando zusammen und trinke den lokalen Rum. Um 23h bin ich im Bett.
(3km zu Fuss)
Mo 02.09.2019
Vor dem Frühstück rufe ich Stefan an und gratuliere ihm zum Geburtstag. Nach dem Frühstück packe ich zusammen, reinige die Scheiben und verabschiede mich von Belinda und Fernando. Es war ein schöner und günstiger Aufenthalt, 142 USD für alles. Das Frühstück 3.50, das Nachtessen 8 USD und das Zimmer 25 USD. Um 11h fahre ich los. Zuerst geht es die Küste entlang. An Las Penas dann landeinwärts und ab Calderon dann definitiv ins Landesinnere. Im Flachland hat es viele Palmöl-Plantagen. Nach 120km beginnt es dann anzusteigen. Es hat kaum Verkehr und die Strasse ist bis auf wenige Abschnitte gut. Bei Salinas endet die E10. Die E35 steigt nun von 1600müM ziemlich steil auf 2200müM. Um 15h bin ich in Ibarra. Das Hotel Montecarlo finde ich auf Anhieb. Und Überraschung, mein Auto passt in die Durchfahrt, obwohl man mir das Gegenteil gesagt hat. Das Zimmer geht zur Hauptstrasse, ist aber ziemlich ruhig, weil es Doppel-Fenster hat. Ich richte mich ein und gehe dann in den nahen alten Teil der Stadt auf die Suche nach einem Ankunftsbier. Es gibt einige schöne Gebäude und schlussendlich auch ein Bier. Um 17h bin ich zurück. Ich buche mein Hotel in Ipiales(COL). Das ist gleich nach der Grenze Ecuador-Colombia. Zum Nachtessen gehe ich ins Hotelrestaurant. Da gibt es ein Menu mit Mais-Suppe, Schweins-Kotelett mit Kartoffeln und Salat und als Dessert Schoggi-Kuchen. Das Glas Rotwein ist schlecht, sie tauschen es gegen ein Glas Weisswein, der ist besser. Gegen 20h bin ich zurück im Zimmer. Vivian fliegt heute Abend zurück nach Buenos Aires via Lima. Der argentinische Präsident beschränkt den Handel mit USD, darum sind alle Argentinier besorgt, auch Vivian. Die Situation mit Maria wird nicht einfacher. Sie will in die Halong Bay, keine Ahnung mit wem. Ich sage ihr, aber nicht mit meinem Geld. Sie meint mit Richard, einem alten Verehrer. Später widerruft sie das aber und meint sie denke daran zu Paul zurück zu kehren. Wie immer wenn ihr etwas nicht passt. Nur diesmal würde ich sie nicht davon abhalten, nur weiss sie das nicht. Um 21h bin ich im Bett.
(262km, 4h unterwegs und 3km zu Fuss)
Di 03.09.2019
Vivian ist in Lima zwischengelandet. Um 08h gehe ich zum Frühstück, das Buffet ist nicht schlecht. Zum letzten Mal Toni-Joghurt in Ecuador. Dann packe ich zusammen. Die Abfahrt verzögert sich, weil der Manager der Deutsch spricht noch mit mir redet. Um 10.15h fahre ich dann los. Zuerst noch tanken, falls man kurz vor der Grenze nicht mit Kreditkarte bezahlen kann, dann den gleichen Weg zurück bis nach Salinas. Es stürmt wie blöd. Bis El Juncal geht es relativ flach weiter. Es stürmt weiter und hat viel Staub in der Luft. Dann beginnt der Aufstieg auf einer sehr guten 4-spurigen Strasse, 1000m Höhenanstieg auf 22km. Bei Bolivar beginnt eine hügelige Hochebene mit viel Viehwirtschaft. Die nächsten 40km steigt es "nur" noch von 2600müM auf 3300müM an. etwa 40km vor der Grenze sehe ich eine Gruppe Leute mit Rucksäcken. Wanderer denke ich mir. Später merke ich dass es Flüchtlinge sind die hier zu Fuss unterwegs sind. In Tulcán kurz vor der Grenze tanke ich nochmals. Prompt kann man nur bar bezahlen. Der Grenzübertritt verläuft wieder ziemlich chaotisch. Vor der Grenzbrücke gibt es keinen Hinweis für die Ausreise. Ich fahre über die Brücke, da hat es viele Geldwechsler und Versicherungsverkäufer. Beim letzten halte ich an. Er begleitet mich zu einem Schalter. Die Dame schaut meine Papiere an und schickt mich mit dem alten Mann zum Kolumbianischen Zoll. Die meinen ich müsse zuerst nach Kolumbien einreisen. Da meinen sie ich müsse zuerst aus Ecuador ausreisen. Also zurück über die Brücke, zuerst durch ein Lager der Hilfsorganisatoren die hier Flüchtlingen aus Venezuela helfen. Ich bekomme meine Ausreisestempel und muss nun noch mein Fahrzeug ausreisen lassen. Das geht ohne Probleme. Er fragt wo mein Fahrzeug sei, auf der andern Seite der Brücke sage ich ihm. Ok, Stempel und Tschüss. Keine Kontrolle. Nun kann ich in Kolumbien einreisen. Das geht auch ziemlich zügig. Dann stehe ich an für mein Fahrzeug. Der Schalter öffnet um 13.30h. Es ist zwar schon später, aber einer der wartenden mein wir sind hier in Südamerika. Er sagt mir auch, was für Kopien ich brauche. Also zurück zur Versicherung, sie macht mir die Kopien und ich gehe wieder zurück. Kaum da bin ich an der Reihe. Auch hier keine Kontrolle, weder Fahrzeug noch Versicherung. Für die Versicherung geht es dann etwas länger, weil die Dame nicht so genau weiss wie das geht. 48 USD kostet die Versicherung für 2 Monate und alle Kopien. Nach 1¼h habe ich es geschafft. Ein Polizist meint ich solle jetzt aber schnell abfahren, ich stünde schon viel zu lange hier. Ich fahre los, kein Mensch kontrolliert mich. Ich hätte auch einfach durchfahren können. Nach 3km bin ich um 14.15h bereits in Ipiales auf 2900müM. Das Hotel Avanty finde ich auf Anhieb. Nur kann ich da nicht parkieren. Ich richte mich ein und parkiere dann mein Auto um. Auf dem Rückweg kaufe ich Crackers und suche ein Platz für mein Ankunftsbier. Zurück im Hotel buche ich ein Zimmer für morgen und plane die Route. Vivian ist inzwischen todmüde in Buenos Aires angekommen. Zum Nachtessen gehe ich ins La Terraza. Rindsfleisch an einer Weinsauce, dazu Kartoffelstock schmeckt sehr gut. Auf dem Heimweg hole ich noch Geld aus dem Automaten. Um 21h bin ich zurück.
(137km, 4h unterwegs, davon 1¼h am Zoll)
Mi 04.09.2019
Das Frühstück ist nicht schlecht. Nachher gehe ich zum Claro-Shop. Da erfahre ich zwei Sachen, erstens, dass die Claro-SIM von Ecuador trotz gegenteiliger Beschreibung in Colombia nicht funktioniert und zweitens, dass das System abgestürzt ist. So ziehe ich unverrichteter Dinge von dannen. Ich habe somit 10 USD in den Sand gesetzt, das Geld das noch auf der SIM-Karte ist. Ich hole mein Auto vom Parkplatz. Der Wächter kommt extra mit mir, falls ich das Auto nicht starten könne, weil es in der Nacht kalt war. Er ist sehr erstaunt als mein Auto innert Sekunden anspringt. Ich verlade mein Gepäck und fahre um 10.15h los. Es geht zuerst flach, dann teilweise ziemlich steil bergab auf einer schönen Strasse. Sie führt entlang steiler Hänge. Besser nicht von der Strasse abkommen, es geht steil bergab. Nach 40km, am tiefsten Punkt auf 1800müM ist fertig lustig. Ich stecke in einem veritablen Stau. Für die nächste Stunde komme ich gerade 3km weit! Sie bauen die Strasse aus und die Verkehrsregelung ist sehr chaotisch. Erst ab Pedregal geht es einigermassen normal weiter. Aber durch den Stau sind nun alle Lastwagen an einem Haufen und es ist wegen den vielen Baustellen schwierig sie zu überholen. Es geht nun wieder hoch bis auf 3200müM. Die letzten 15km dann wieder hinunter nach Pasto auf 2540müM. Das Hotel Los Balsos finde ich auf Anhieb. Es ist ein kleines modernes Hotel. Ich entscheide mich für eine Zimmer nach innen, weil die Strasse ziemlich laut scheint. Parkieren muss ich in der Nähe. Ich fülle fast den ganzen Parkplatz und muss darum meine Schlüssel da lassen. Nachher mache ich mich auf den Weg zum Claro-Shop. Der ist riesig und es hat viele Leute, aber nach ½h habe ich alles erledigt und meine neue SIM-Karte funktioniert 46'000 COP = 13 CHF für 30 Tage mit 2GB Data und WhatsApp gratis. Auf dem Rückweg will ich noch Geld abheben. Der einzige Automat der ersten Bank ist leer. Bei der zweiten habe ich mehr Glück, muss dafür aber anstehen. Zurück im Hotel trinke ich endlich mein Ankunftsbier und buche meine nächste Unterkunft in Popayán. Kurzer Apero im Zimmer, dann gehe ich zum Nachtessen. Die Weg-Beschreibung zum Restaurant Merced ist nicht so klar. Ich frage einen Herrn nach dem Weg und er bringt mich gleich persönlich hin. Mein paniertes Schweinskottelet ist riesig und sehr gut. Nach 20h bin ich zurück.
(83km, 3h unterwegs, davon 1h im Stau und 5km zu Fuss)
Do 05.09.2019
Zum Frühstück muss ich auswärts gehen, aber auf Kosten des Hotels. Zurück im Hotel noch etwas "Büro". Um 10h fahre ich los. Die Rezeptionistin meint ich brauche 6h, ich plane nur 4h. Zuerst geht es wieder etwas bergauf, von 2550müM auf 2800müM. Dann geht es 40km lang bergab, hinunter bis auf 835müM. Die Strasse ist am Anfang gut, wird dann aber immer schlechter. Am Schluss herrschen fast indisch/indonesische Verhältnisse. Dafür ist die Aussicht schön, wenn man Zeit hat vor lauter Schlaglöcher. Zum Glück gibt es zwischendurch immer wieder gute Stücke. Nach 30km wird die Strasse wieder besser. Gegen 12.30h habe ich die Hälfte der Strecke geschafft und mache in Mojarras Mittagspause. Eine gute Wurst vom Grill mit Kartoffeln und ein Mineralwasser für 4900 COP = 1.50 CHF. Nach ½h fahre ich weiter. Es ist inzwischen sehr heiss. Die Gegend scheint ausgetrocknet, ist es aber offenbar nicht, denn der Strasse entlang wachsen grüne Büsche und Bäume. Bei El Bordo beginnt die Strasse wieder anzusteigen. Es geht in mehreren Stufen bergauf und das schlimme ist, es hat sehr viele Lastwagen unterwegs und die Strasse ist schmal. Es wird richtig mühsam. Manchmal stehen wir still, weil die Sattelschlepper sich in den Kurven in die Quere kommen. Es geht hoch bis knapp 2000müM. Von da sind es nur noch 20km bis Popayán auf 1750müM. Nach 5½h bin ich da. Das Hotel "Los Portales" finde ich auf Anhieb trotz des Verkehrs-Chaos. Ich kann in der Nähe anhalten und ausladen. Dann muss ich aber umparkieren. Es gibt einen Parkplatz extern für 10000 COP/Tag und ich habe ihnen mitgeteilt wie gross mein Auto ist. Aber es kommt wie üblich hier in Südamerika, sie haben meine Angaben nicht gelesen. Ich würde zwar reinpassen, aber der Betreiber will keinen Lastwagen auf seinem Gelände und weist mich schroff weg. Ich parkiere gleich um die Ecke beim Hotel und die Rezeptionistin sagt mir, dass ich später das Auto vor dem Hotel parkieren soll. Mein Zimmer ist sehr klein und dunkel. Heute kann ich aber nicht wechseln. Für ein Bier verweist man mich ins nahe Zentrum. Da ist viel los, weil heute das 3-tägige Gourmet-Festival startet. Da bekomme ich auch ein teures Bier. Ein Band richtet sich ½h lang ein. Das Konzert dauert dann aber nur knapp ¼h. Ich gehe zurück ins Hotel und richte mich ein. Zum Apero in den Innenhof. Da treffe ich Ingo und Ingomar, Vater und Sohn aus Deutschland. Ingomar ist hier als Fussball-Trainer und Talentsucher tätig. Um 19.15h gehen wir zusammen zum Festival. Dort esse ich Lechona, das ist zerrissenes Schwein (Pulled Pork) gemischt mit Gemüse und diversem anderem, dazu einen Papa rellena, das ist eine Kugel aus Kartoffeln gefüllt mit einem Ei und dann frittiert. Beides sehr gut. Nebenan spielt eine Gruppe von der Pazifik-Küste heisse Rhythmen. Wir schauen eine Weile zu und gehen dann ausserhalb des Festivals auf ein Bier. Um 22h sind wir zurück. Ich habe extra mein Portemonnaie zu Hause gelassen und nur Geld eingepackt. Das habe ich auf dem Bett gelassen und finde es jetzt nicht mehr. Ich stelle alles auf den Kopf, nichts. Schlussendlich gehe ich zur Rezeption und erzähle dort meine Geschichte. Die Dame kommt mit mir ins Zimmer und meint es sei schon komisch, Computer und Kamera sind hier, nur mein Portemonnaie sei weg. Das habe ich mir auch gedacht. Auch die 2.Kamera liegt auf dem Bett, die habe ich aber erst nachträglich aus dem Rucksack genommen und zeige ihr den Rucksack. In dem Moment sehe ich mein Portemonnaie, es steckt hinter dem Rücken-Netz des Rucksacks! Ende gut, alles gut. Nachher noch eine warme Dusche, dann todmüde ins Bett.
(247km, 5½h unterwegs)
Fr 06.09.2019
Um 08h zum Frühstück. Das ist nichts Besonderes, für den 2.Kaffee müsste man extra bezahlen. Ich verzichte aus Prinzip. Ich könnte in ein Zimmer näher beim Eingang wechseln, aber da ist es mir zu laut. Ich bleibe wo ich bin und erledige mein "Büro". Gegen 12h setze ich mich zu Ingo und Ingomar, der zurück vom Training ist. Er empfiehlt seinem Vater das Restaurante Italiano für das Mittagessen. Ich gehe mit Ingo hin, eigentlich wollte ich nichts essen, aber das Menu sieht gut aus, darum bestelle ich es doch. Suppe, Fisch mit Reis und Salat und einen Dessert und Jus. Es schmeckt und kostet nur 13'000 COP = 4 CHF. Zurück im Hotel etwas Siesta. Gegen 17h gehen wir zusammen in ein Café und treffen dort Daniel und seine Freundin aus Popayán. Auch er hat mit Fussball zu tun. Wir besuchen nochmals das Food-Festival. Die andern suchen sich etwas zum Nachtessen. Ich habe noch keinen Hunger, aber es gibt genug zu essen von den andern. Nach 19h brechen wir auf, weil das Freundschaftsspiel Colombia gegen Brasilia um 19.30h startet und die Fussball-Experten das unbedingt sehen wollen. Im Hotel öffnen sie extra den Raum des Restaurants für uns, damit wir das Spiel dort anschauen können. Wir sind unter uns, nur ein Angestellter schaut sich das Spiel zusammen mit uns an. Das Bier müssen wir gegenüber kaufen. Das Spiel ist unterhaltsam und endet 2:2 unentschieden. Um 23h bin ich um Bett
Sa 07.09.2019
Nach dem Frühstück frage ich nochmals nach einem anderen Zimmer. Ich glaube nicht dass das klappt. Nachher suche ich eine Unterkunft für morgen. Von Cali raten mir alle ab. Danach gehe ich mit Ingo eine SD-Card kaufen. Sein Handy ist voll. Wenn wir das Hotel verlassen, stehen zwei Polizisten bei meinem Auto. Ich gehe zurück zur Rezeptionistin und sage ihr das. Sie spricht mit den Polizisten und nachdem sie beim Parkplatz-Verwalter angerufen hat und der ihr bestätigt hat, dass er keinen Kleinlaster will, sind die Polizisten einverstanden, dass ich mein Auto beim Hotel stehen lassen kann. Ich muss nur 5m näher zum Eingang fahren. Dann können wir losziehen. Ingo ist überglücklich nachdem ich seine Bilder und Film auf die SD-Card kopiert habe und er wieder nach Lust und Laune Videos aufnehmen kann. Danach buche ich die Unterkünfte für die nächsten beiden Nächte. Einmal in der Stadt Palmira und einmal auf einer Finca in "La Suiza" bei Armenia. Der Umzug in ein anderes Zimmer verzögert sich und schlussendlich lande ich nicht im vorgesehenen Zimmer. Das neue Zimmer ist grösser und heller. Um 14.30h ziehe ich los. Komme aber nicht weit. Im Restaurant "Pio Pio" kehre ich ein. Nach dem mickrigen Frühstück habe ich Hunger. Ich bestelle ein halbes Schweinsschnitzel und bekomme eine Suppe mit Hühnerfüssen und ein riesiges Schnitzel mit Pommes und Salat. Die Pommes sind kalt, aber ich bekomme frische und heisse. Nach ½h geht es weiter. Mein Rundgang führt mich hinunter zum Fluss Molino. Da gibt es einen kleinen Park. Um 16h bin ich zurück. Ich dusche und rüste mich um auf Sommertemperaturen, denn ab morgen wird es vermutlich heiss werden unten auf 1000müM. Danach Apero vor meinem Zimmer im Innenhof. Es sind einige Studenten hier die "studieren" Koch. Heute studiert man ja alles. Sie besuchen das Gourmet-Festival. Das Restaurant das ich besuchen will ist geschlossen. Darum gehe ich nochmals ins Restaurante Italiano. Die Lasagne ist gut und riesig. Weil ich noch 2 Gläser Wein und einen Aquardiente trinke, kommt alles ziemlich teuer (60'000 COP = 18 CHF). Zurück zu Hause treffe ich Ingomar, seine Mannschaft hat gewonnen, aber nicht hoch genug, darum sind sie ausgeschieden im U17 Cup von Colombia. Aber er hat mir das schon am Mittag prophezeit und ist trotzdem zufrieden mit seiner Mannschaft. Efraim ist wieder einmal im Spital, wieder hohes Fieber, Husten und Magenprobleme. Ich telefoniere noch mit Vivian. Ihr Mann ist heute vor 4 Jahren gestorben, darum ist sie etwas traurig. Nach 22h bin ich im Bett.
(5km zu Fuss)
So 08.09.2019
Die Chefin des Restaurants ist wirklich sehr geizig. Sie bringt mir einen schwarzen Kaffee. Anstatt mir einfach noch Milch zu bringen nimmt sie den Kaffee mit und bringt mir die Tasse mit Milch-Kaffee zurück. Nachher "Büro" und packen. Um 10.15h fahre ich los. Die ersten 20km sind eher flach aber immer auf und ab. Dann beginnt der Abstieg von 1900müM auf 1000müM. Auch da immer bergauf und bergab. Zeitweise hat es viele Lastwagen und es ist mühsam diese zu überholen, weil die Strecke sehr kurvenreich ist. In diesem Abschnitt hat es viele Kaffee-Plantagen. Nach 80km ist es geschafft, ich bin unten in der Ebene. Die Strassen sind breit und gerade, somit keine Probleme mit dem Überholen. Jetzt hat es vor allem riesige Zuckerrohrfelder und immer wieder Warnschilder vor den "Tren Cañero", Zuckerrohrzüge. Das sind Lastwagen mit in der Regel 4 Anhängern die das Zuckerrohr in die Verarbeitungszentren fahren. Es ist nun richtig heiss, mehr als 30C°. Um 13h bin ich in Palmira. Das Hotel Los Remansos finde ich auf Anhieb, kann aber nicht in die Strasse fahren weil sie am Abladen eines Stahlträgers sind. Nach einer Ehrenrunde durch das Quartier fahre ich von der anderen Seite ein. Es ist ein schönes kleines Hotel. Mein Zimmer ist noch nicht bereit, darum gehe ich direkt zum Ankunftsbier. Das empfohlene Restaurant ist geschlossen, aber am Ende unserer Strasse gibt es einen Chinesen. Da das Frühstück so mickrig war bestelle ich Fried Noodles zum Bier und bekomme eine riesige Portion und erst noch eine Portion Fried Rice dazu. Es schmeckt gut. Ich beschliesse alle Nudeln zu essen und dafür auf das Nachtessen zu verzichten. Zurück im Hotel ist dann Siesta angesagt. Mein Zimmer hat sogar eine kleine Küche. Darum hole ich meine Kühlbox und fülle alles in den Kühlschrank. Der Apero auf einem kleinen Balkon mit bequemem Sofa dauert etwa 2h. Telefoniere noch mit Maria, Efraim ist wieder wohlauf und zu Hause. Bevor ich schlafe ruft Vivian an, sie war mit ihrem Sohn zum Nachtessen.
(153km, 2¾h unterwegs)
Mo 09.09.2019
Zum Frühstück bekomme ich 2 weichgekochte Eier, einen Fladen, vermutlich aus Reis, Maisbrötchen, Fruchtsalat, Orangen Jus und Kaffee mit Milch. Ich bekomme sogar noch eine zweite Tasse, nicht wie im letzten Hotel. Aber der Kaffee ist auch hier schlecht. Kolumbien ist das Kaffeeland schlechthin und man bekommt hier den schlechtesten Kaffee weit und breit, das verstehe ich nicht ganz! Um 10h fahre ich los, zuerst müssen einige Motorräder weggeräumt werden, damit ich aus dem Parkplatz fahren kann. Die ersten 100km führt die Strasse durch die grosse Ebene mit vielen Zuckerrohrfeldern. Die Strasse ist meistens 4-spurig und es hat wenig Verkehr, dafür ist es teuer. Strassengebühren heute: 37'000 COP = 11 CHF. Mein Hotel heute kostet 54'000 COP = 16 CHF inkl. Frühstück! Am Schluss geht es wieder in die Hügel mit Kaffee-, Bananen- und Yuca-Plantagen. Das Hotel Pueblo Bello liegt auf 1200müM in La Suiza bei Armenia. Um 12.30h bin ich da. Es ist eine schöne Anlage und ich der einzige Gast bis jetzt. Im Restaurant geniesse ich mein Ankunftsbier mit Salchipapas, Pommes mit geschnittenen Würstchen. Es ist sehr warm, darum verschiebe ich das Umfüllen der Kanister in den Tank auf den späteren Nachmittag. Zum Verschiffen müssen die Kanister leer sein und hier ist der Diesel ziemlich teuer, 2.70 USD/Gallone, 0.50 USD teurer als an der Grenze zu Ecuador. An der Karibikküste soll er wieder billiger sein. Aber viel tanken muss ich sowieso nicht mehr. Es sind nun "nur" noch etwa 1000km bis Cartagena und ein Tank reicht für etwa 700km. Telefoniere noch mit Stefan, er ist zurück aus den Ferien und hat mir die definitive Steuerrechnung geschickt. Ich zahle die 150 CHF gleich ein. Es ziehen dunkle Wolken auf, darum beschliesse ich die Umfüll-Aktion jetzt zu starten. Eine ziemlich schmutzige Aktion. Darum brauche ich nachher eine Dusche. Apero auf meiner Terrasse. Zum Nachtessen bekomme ich Lomo de Cerdo. Lomo ist eigentlich ein Filet, aber hier ist alles Lomo. Es schmeckt aber gut. Bereits um 21h bin ich im Bett.
Di 10.09.2019
Nach dem wie hier üblichen mickrigen Frühstück verlängere ich meinen Aufenthalt um eine Nacht. Nachher plane ich meine weitere Route und buche zuerst eine Unterkunft in Manizales. Bis dort sind es 110km. Dann suche ich eine Unterkunft in Medellín. Um 12h ist alles erledigt und ich gehe etwas kleines Essen im Restaurant. Ich habe meine persönliche Köchin, da ich der einzige Gast bin. Nachher ist Siesta angesagt. Die wird aber jäh unterbrochen, meine gebuchte Unterkunft in Medellín ist nicht verfügbar, weil die Besitzer gar nicht da sind und vergessen haben den Kalender auf Airbnb nachzuführen. Also nochmals von vorne. Nach einigem Suchen finde ich eine andere Unterkunft. Aber nach dem Buchen stellt sich heraus, dass sie an einem nicht sehr schönen Ort ist. Ich werde sie vermutlich morgen stornieren. Zwischenzeitlich hat es ein wenig geregnet. Apero auf meiner Terrasse. Zum Nachtessen bestelle ich Lomo de Res (Rindsfilet), nicht schlecht, aber natürlich kein Filet. Vivian hat ihren Flug nach Cartagena gebucht. Während ich mit Vivian telefoniere versucht Maria mich anzurufen. Wenn ich zurückrufe will sie wissen mit wem ich telefoniert habe. Ich sage es ihr und sie rastet wieder einmal aus. Mal sehen wie das weiter geht. Um 22h bin ich im Bett.
Mi 11.09.2019
Maria hat mich auf WhatsApp gesperrt, aber noch vor dem Frühstück versucht sie mich anzurufen. Ich nehme aber nicht ab. Nach dem Frühstück eröffnet sie mir, dass sie von Endang eine Bestätigung holen werde, dass ihre Bankunterlagen gestohlen wurden, damit sie das Bankschliessfach mit dem Gold räumen kann, das da als Pfand für die Schulden von Miando liegt. Und auch sonst wirft sie mir und Vivian allerlei Gehässigkeiten an den Kopf. Ich lasse sie eine Weile reden, dann klemme ich ab. Ich verstehe sie ja, mir macht das ja auch keinen Spass. Aber diese ewigen Unwahrheiten und die Drohungen mit Paul sind mir einfach zu viel. Ich packe, reinige meine Scheiben, bezahle die Rechnung und fahre dann um 10.45h los. Zuerst über schmale Strassen nach Armenia. Die Stadt ist grösser wie erwartet. Nachher geht die Strasse von 1200müM immer bergauf und –ab, aber stetig steigend bis auf über 2100müM. Die Landschaft ist schön. Bei Pereira bin ich wieder auf 1400müM. Der Verkehr ist hier recht mühsam. Ich brauche für 1.5km 15 Minuten. Nachher geht es wieder bergauf auf 1800müM, unterwegs gibt es ein "Kehrtunnel", eine 360° Kurve, teilweise im Tunnel. Bei Chinchina beginnt der letzte Anstieg von 1300müM auf 2150müM nach Manizales. Meine Unterkunft liegt ausserhalb und etwas weiter unten auf 1950müM. Um 13.45h bin ich da. Der Name Mirador Finca Morrogacho sagt schon alles. Es ist tatsächlich ein Aussichtspunkt den ich da nach einer Fahrt durch enge, steile Strässchen erreiche. Der Besitzer ist ein Kanadier. Er zeigt mir zuerst sein kleines aber steiles Reich. Es ist alles sehr schön gemacht. Mein Ankunftsbier trinke ich auf einer der vielen Terrassen. Maria ruft an und will nicht mehr aufhören mit Vorwürfen an mich und Vivian, ich lasse sie mehr als eine halbe Stunde reden. Sie hat offenbar versucht mein Tagebuch zu lesen. Nachher richte ich mich ein und erledige das "Büro". Zum Apero kaufe ich eine Flasche Weisswein und setze mich zu Melanie und Andreas aus Deutschland. Um 19.30h gibt es Nachtessen, mein erstes vegetarisches Nachtessen in Südamerika, dazu kaufe ich eine Flasche Rotwein. Es schmeckt gut. Um 21h bin ich im Bett.
(112km, 3h unterwegs)
Do 12.09.2019
Das Frühstück ist sehr gut, allerdings ohne Brot. Ich buche eine Unterkunft in Medellin und storniere die vorherige. Wieder das gleiche Spiel wie oft hier. Wenn ich endlich weiss wo genau die Unterkunft liegt, stellt sich heraus, dass die Einfahrt zu niedrig ist. Was mir Isabel später auch bestätigt. Ich kann hoffentlich auf der Strasse parkieren. Maria ruft wieder unzählige Male an und erzählt wie üblich wieder Unwahrheiten u.A. über Paul. Diesmal wird aber offenbar Efraim wütend. Ich plane meine weitere Route. Am Morgen ist das Wetter schön, dann ziehen Gewitter auf, aber es regnet nicht viel. Apero mit Weisswein auf der Terrasse mit wunderbarem Ausblick. Melanie fährt morgen auch nach Medellin, ich lade sie zum Mitfahren ein. Das Nachtessen ist wieder gut, aber sehr ähnlich wie gestern, dazu den restlichen Rotwein. Es ist ein Familie aus Holland da, die morgen die Hochzeit ihres Sohnes im Ort feiern werden. Um 21h bin ich im Bett. Maria versucht es jetzt mit Schmusekurs.
Fr 13.09.2019
Nach dem Frühstück ändere ich die Route, damit ich Melanie bei ihrem Hotel ausladen kann. Packen und bezahlen, er berechnet mir keinen Zuschlag für die Bezahlung mit Kreditkarte, weil ich ja die Buchung storniert habe und er so die Gebühren für Booking.com gespart hat. Um 10.40h fahren wir los. Es geht von knapp 2000müM hinunter auf 1000müM. Sehr viele Kurven und manchmal ziemlich steil, aber die Strasse ist gut und es hat wenig Verkehr. Aber nach 21km geht es los. Wir stehen volle 50 Minuten still wegen einer Baustelle. Das geht nachher noch gegen 10 Mal so weiter auf den nächsten 90km. Von den 2 ½ h die wir dafür brauchen, stehen wir nochmals während mehr als 50 Minuten still. Kurz vor La Pintada gönnen wir uns um 14.30h eine Pause, wir haben erst etwas mehr als die Hälfte der Strecke geschafft. Melanie lädt mich zum Essen ein. Das Menu kostet 16'000 COP und schmeckt gut. Nach 40 Minuten fahren wir weiter. Nun geht es von 600müM hoch auf 2500müM. Baustellen hat es jetzt keine mehr, dafür viele langsame Lastwagen. Wenigstens kann man so die schöne Aussicht geniessen. Vom Pass bis nach Medellin geht es wieder hinunter auf 1500müM und es wird nochmals sehr mühsam. Wir stecken im Feierabend-Stau. Für die 10km von der Stadtgrenze bis zu Melanies Hotel brauchen wir 50 Minuten. Für die restlichen 5km brauche ich dann nochmals 25 Minuten. Um 18.45h bin ich endlich da. Mein Airbnb finde ich auf Anhieb. Es liegt an einer sehr steilen Strasse, mit mehr als 15% Steigung! Parkieren kann ich da nicht. Isabela, ihre Mutter und ihr Onkel zeigen mir einen Parkplatz für Lastwagen. Ich kann kaum losfahren so steil geht es bergauf und nachher wieder genauso steil bergab. Es sind nur 1.1km aber steile Kilometer. Ich kann mein Auto da für 15'000 COP = 4.40 CHF pro Tag stehen lassen. Auf dem Rückweg mit ihrem Auto kaufen wir noch mein Nachtessen und ein paar Sachen für mein Frühstück ein. Um 19.45h bin ich zu Hause und essen das eingekaufte Nachtessen. Lomo de Cerdo, riesengross, aber gut. Dazu zwei Dosen Bier aus Peru aus meinem Notvorrat. Nachher Duschen und telefonieren mit Vivian. Ihr Sohn Adriano will sich ein Haus kaufen und hat darum USD von Amerika auf seine Bank in Buenos Aires überwiesen. In Argentinien werden Immobilien immer in USD bar bezahlt. Als er das Geld abheben wollte, hiess es er bekomme nur Pesos, keine USD. Das hätte ihn etwa 20'000 USD gekostet wenn er es auf dem Schwarzmarkt umtauschen müsste. Am nächsten Tag bekam er von der Bank die Mitteilung, dass diese Vorschrift bereits wieder aufgehoben wurde und er nun doch USD abheben könne. Später ruft Maria auch noch an. Um 22h falle ich todmüde ins Bett und schlafe sofort ein.
(200km, 8h unterwegs)
Sa 14.09.2019
Vor dem Frühstück kaufe ich im kleinen Laden gegenüber Eier und ein Joghurt ein. Käse habe ich keinen. Es schmeckt aber trotzdem. Die Brötchen ohne Zucker haben dafür Weinbeeren drin. Mein selbst gekochter Kaffee ist der beste in Kolumbien bis jetzt. Nachher wasche ich meine Wäsche. Anschliessend bringt mich Isabels Mutter in die Stadt zum Einkaufen. Im Supermarkt Exito finde ich alles was ich brauche. Das Nature Joghurt allerdings nur in einer riesigen Packung, 1.75 Liter. Einen Grant's finde ich auch und da ist es mir egal, dass es eine 1-Liter-Flasche ist. Ziemlich schwer beladen geht es zu Fuss wieder zurück. Meine Wäsche ist inzwischen zum grossen Teil trocken und ich erledige nachher das "Büro". Ich plane die weitere Route und buche die Unterkünfte in Caucasia und in Coveñas. Von Coveñas bekomme ich auch bald die Bestätigung, dass ihr Parkplatz gross genug ist. Apero mit Grant's vor meiner Unterkunft. Zum Nachtessen gehe ich ins "Lienzo Roof top". Ein cooles Restaurant mit Live Musik. Mein Burger ist auch gut, dazu 2 Glas Wein und gute Musik. Um 21h bin ich zurück. Ich storniere die Unterkunft in Caucasia, weil sie mir nicht geantwortet haben und ich nur bis Mitternacht gratis stornieren kann. Heute ist hier Valentinstag, überall gibt es laute Musik. Zum Einschlafen brauche ich meine eigene Musik nicht. Es ist zum Glück lokale Musik, die mir auch gefällt. Das ist der "Nachteil" wenn man in einem Wohn-Quartier wohnt, man bekommt das Leben hautnah mit. Irgendwann schlafe ich dann ein. Um 04h erwache ich kurz, es gibt immer noch Musik.
(4km zu Fuss)
So 15.09.2019
Heute gibt es Frühstück mit allem. Emmentaler, Roquefort, Baguette, 4-Minuten-Ei und gutem Milch-Kaffee. Ich telefoniere mit Markus, sie sind zurück aus den Ferien in Irland. Stefan kommt gerade von einer Velo-Tour zurück, hat sein neues "Last-Velo" ausgeführt. Ich buche ein anderes Hotel in Caucasia und bekomme auch prompte Antwort wegen des Parkplatzes. Gegen 14h mache ich mich auf den Weg zur Stadtbesichtigung. Zuerst zur Iglesia de San Antonio. Der Weg führt durch eine Gegend mit vielen Randständigen, ein bisschen ein mulmiges Gefühl habe ich schon. Die Kirche ist nichts Besonderes. Der nachfolgende Plaza de San Antonio schon eher, da ist viel los. Vorbei an der modernen Tramendstation San Antonio geht es zum Parque de las Luces. Der ist aber im Umbau, da gibt es eine Lichtinstallation und viel Bambus. Weiter durch die Fussgängerzone/Einkaufsstrasse Carrera 52. Die meisten Geschäfte sind geschlossen, dafür hat es sehr viele Strassenhändler. Auf der "Plazoleta de Las Esculturas" gibt es viele Skulpturen des Künstlers Fernando Botero zu sehen. Die Proportionen der menschlichen Figuren sind sehr speziell. Weiter zum Parque Bolivar. Da die Touristen-Saison vorbei ist, wird überall umgebaut. Der Park ist geschlossen, auch der Zugang zur anschliessenden Basilica Metropolitana de Medellin ist gesperrt. Vor den Rückweg genehmige ich mir ein Bier. Via 2 weiteren Fussgängerzonen/Einkaufsstrassen komme ich zum Plaza San Ignacio. Da ist viel los. Es läuft ein Salsa Platz-Konzert und viele Leute sind am Tanzen. Nach 16h bin ich zurück. Es ist heiss und ging steil bergauf, darum sofort unter die Dusche. Apero vor dem Zimmer. Zum Nachtessen gehe ich in der Umgebung. Das ausgesuchte Lokal befindet sich wieder einmal nicht da wo eingezeichnet. Ich finde das "Taller Gourmet", ein kleines lokal mit vielen Leuten. Die Mehrheit nimmt das Essen mit. Die zwei Frauen kochen sehr gut und billig. Mein Essen sollte eine Schweinshaxe sein laut Übersetzer, ist es aber nicht, sondern es sind Schweinsplätzchen vom Grill. Sie schmecken aber sehr gut. Das Bier muss ich im Laden nebenan kaufen, dafür ist es billig, 4000 COP für 750ml. Das ganze Essen kostet mich gleich viel wie gestern ein Glas Wein. Um 21h bin ich zurück. Heute ist es viel ruhiger wie gestern, keine Musik.
(7km zu Fuss)
Mo 16.09.2019
Nach dem Frühstück heisst es wieder einmal packen. Um 10h bin ich bereit. Isabels Mutter bringt mich mit dem Auto zum Parkplatz und verabschiedet sich dann. Für die 3 Tage bezahle ich 45'000 COP = 13 CHF. Dann fahre ich los. Der Verkehr rollt viel besser als bei mein er Ankunft. Etwas ausserhalb von Medellin tanke ich noch. Das sollte reichen bis Cartagena. Die ersten 36km geht es mehr oder weniger bergab, von 1600müM auf 1350müM. Bei El Hatillo steigt es wieder ziemlich steil an. Auf den nächsten 12km geht es hoch auf 2300müM. Da es viele Lastwagen hat, geht es oft nur langsam vorwärts. Nachher geht es weiter nach dem Motto "Mal ufe, Mal abe, Mal rächts, Mal links …" durch eine schöne grüne Gegend mit vielen Kühen, fast wie in der Schweiz nur wesentlich höher. 50km später erreiche ich den letzten hohen Pass auf meiner Südamerika-Reise, 2800müM. Ab nun geht es bergab. Zwischendurch sogar im Nebel. 90km später überquere ich den Rio Cauca auf 150müM. Die Strasse bergab ist zeitweise sehr schlecht, weil wir Erdrutschgebiete durchqueren. Nun im Flachland ist sie wieder besser. Man muss allerdings immer auf der Hut sein, denn plötzlich hat es wieder ein grosses Schlagloch, ohne Vorwarnung. Die letzten 100km sind ziemlich flach, aber mit vielen Kurven. Nach 6h erreiche ich Caucasia. Mein Hotel liegt ausserhalb, direkt an der Hauptstrasse. Das habe ich gewusst und darum ein Zimmer mit "Garden View" gebucht. Das geht nach hinten mit schöner Sicht in die Palmen. Zum Ankunftsbier setze ich mich an den Pool, der direkt neben der Strasse liegt. Das Internet ist sehr schlecht und nur bei der Rezeption einigermassen brauchbar. Apero auf meinem kleinen Balkon. Die Balkontür hat einen ziemlich idiotischen Schliessmechanismus. Prompt schnappt der ein und ich bin ausgesperrt. Ich muss das Hotel anrufen, damit sie mir die Tür öffnen kommen. Da sie kein WhatsApp haben muss ich das via meine CH-Nummer machen. Das Churrasco schmeckt gut, dazu Reis, Patacones und Salat. Ich bin wieder der einzige Gast im Hotel. Um 21h bin ich im Bett. Die Klima-Anlage schalte ich aus und öffne die Balkontür. Obwohl mein Zimmer nach hinten geht, hört man die Strasse ziemlich gut und es gibt eine Pumpe die sich beim Abschalten fast überschlägt. Das passiert ziemlich oft. Ich schlafe trotzdem gut.
(295km, 6h unterwegs)
Di 17.09.2019
Erwache bereits um 06h und schlafe nicht mehr ein, weil es warm und laut ist. Die Lastwagen fahren die ganze Nacht durch. Um 07.30h gehe ich zum Frühstück. Das ist nichts Besonderes wie üblich. Bereits um 09h bin ich bereit und fahre los. Es ist jetzt mehr oder weniger eben. Der höchst Hügel ist 175müM. Es hat viele Kühe in dieser Gegend. Die Strasse ist gut und es hat kaum Verkehr ausserhalb der Städte. Dafür kostet es viel Geld, 54600 COP = 16 CHF für 200km, halb so viel wie das Hotel letzte Nacht! Am längsten brauche ich durch Monteria, ¼h für 5km. Nach Lorica wird die Strasse für 10km ziemlich schlecht, dann wieder besser. Vor Coveñas gibt es ein riesiges Tanklager und einen Marine-Stützpunkt. Das Hotel Green liegt 8km ausserhalb, direkt am Strand. Von weitem sieht alles perfekt aus, bei näherem Hinsehen sieht man, dass viel Pfusch ist. Das Personal ist aber zuvorkommend. Mein Zimmer ist gross, aber ohne Tisch und Stuhl, wie oft. Es ist heiss, darum bin ich für den Moment froh um die Klimaanlage. Das Internet ist schlecht, nur im Restaurant einigermassen gut. Ich richte mich ein und trinke mein Ankunftsbier am Strand. Es ist ziemlich stürmisch, aber die Sonne scheint. Ich esse ausnahmsweise etwas zu Mittag. Ich wähle das Menu mit Schwein. Nicht schlecht. Nachher hole ich meinen Computer und suche und buche das nächste Hotel in Tolú, nur 20km von hier. Da werde ich 3 Nächte bleiben, es soll fabelhaft sein laut booking.com. Apero am Strand. Die Sonne verschwindet in den Wolken, nicht im Meer. Zum Nachtessen das Menu mit Fisch, auch nicht schlecht. Um 20h bin ich bereits im Bett.
(212km, 3½h unterwegs)
Mi 18.09.2019
Um 03h erwache ich, irgendein tiefes Brummen ist zu hören. Tönt wie vom Bau, aber um diese Zeit? Zudem zieht ein Gewitter auf und es beginnt ziemlich heftig zu regnen. Der Strom fällt auch mehrmals aus. Ich habe die Fenster offen und die Klimaanlage abgestellt, darum stört mich das nicht. Irgendwann schlafe ich dann wieder ein. Das Frühstück ist besser als auch schon. Das Ei ist in einem Teig frittiert, keine Ahnung wie sich das nennt, aber es ist gut. Nachher gehe ich im Supermarkt gleich nebenan Bier und Mineralwasser einkaufen. Maria eröffnet mir, dass sie mit Miando beim Scheidungsrichter gewesen sei. Der habe sie aber wieder nach Hause geschickt. Sie sollen sich das nochmals überlegen. Wieso sie das ausgerechnet jetzt macht weiss ich nicht. Erzählt hat sie mir vorher nichts. Vielleicht steckt da Paul dahinter, keine Ahnung. Am Strand durchsuche ich Airbnb für meinen Aufenthalt, buche aber noch nichts. Heute ist es fast windstill und darum drückend warm. Gegen Mittag gehe ich zurück ins Zimmer und erledige das Büro. Ich bekomme eine Mitteilung vom Hotel das ich für morgen gebucht habe, dass es eine Brücke gebe die nur 2.40m hoch sei. Ich bitte sie die Buchung gratis zu stornieren und beginne mit der Suche nach einem anderen Hotel und verlängere meinen Aufenthalt hier um eine Nacht. So geht der Nachmittag dahin. Kein Problem, denn es regnet immer wieder leicht. Auch beim Apero am Strand fallen ein paar Tropfen. Zum Nachtessen bestelle ich Salchipapas, es ist eine grosse Portion, aber ich habe ja nicht zu Mittag gegessen. Nachher telefoniere ich mit Vivian, ihr Sohn Adriano hat heute ein Haus gekauft und mit den USD bezahlt die er plötzlich fast nicht mehr bekommen hätte. Das feiern sie zusammen mit Wein uns so. Um 21.30h bin ich im Bett.
Do 19.09.2019
Heute nehme ich ein amerikanisches Frühstück mit sehr gutem Rührei. Meine Anfrage zum Parkplatz beim nächsten Wunsch-Hotel wird wie hier üblich nicht beantwortet. Es ist ein kleiner Ort, das Parkieren sollte kein Problem sein. Ich buche das Hotel ohne auf die Antwort zu warten. Nachher nehme ich den Computer an den Strand, weil dort das Internet funktioniert und erledige das "Büro", wie planen der Route, Buchhaltung usw. Dann geniesse ich das Nichtstun, bis ein stürmischer Wind aufkommt. Siesta im Zimmer. Ich habe Hunger und gehe in den Exito nebenan. Da gibt es "Perro Caliente", einen heissen Hund, wörtlich übersetzte. Dazu kaufe ich zum ersten Mal auf meiner Reise Caramels, ich habe Lust darauf. Zum Apero setze ich mich an den Strand. Die Sonne zeigt sich nicht, aber es gibt eine schöne Abendstimmung. Zum Nachtessen heute Pollo (Huhn), schmeckt gut wie immer hier. Maria erzählt mir, dass Miando das mit der Scheidung eingefädelt habe. Keine Ahnung ob das wahr ist. Telefoniere noch mit Vivian. Um 21.30h bin ich im Bett.
Fr 20.09.2019
Vor dem Frühstück gratuliere ich Karin, der Schwester von Vivian, zu ihrem Geburtstag und schicke ihr das Lied von Udo, "Mit 66 Jahren…". Frühstück wieder amerikanisch. Nachher zusammenpacken. Um 10.45h fahre ich los. Die Strasse ist weiterhin ziemlich schlecht, trotzdem verlangen sie gleich viel wie auf den guten Strassen, 11'300 COP = 3.30 CHF. In Santiago de Tolú halte ich um Einzukaufen und Bargeld zu beschaffen. Es gibt keine BBVA-Bank, darum muss ich Gebühren bezahlen, aber wenigstens gibt es für 14'520 COP dann 600'000 COP, das sind 2.4% Aufschlag. Ich habe schon schlimmeres erlebt. Nach ½h fahre ich weiter. Zur schlechten Strasse kommen nun noch Baustellen dazu. Ab Toluviejo wird die Strasse noch schlechter. Ich fahre hinter einem Tanklaster her. Der ist zügig unterwegs und kennt die Schlaglöcher, denn die sind im Schatten kaum erkennbar. Unterwegs treffe ich auf einen Pickup, dem hat es die Vorderrad-Aufhängung in einem Graben quer über die Strasse demoliert. Muss kurz vorher passiert sein. Bei San Onofre verlasse ich die Hauptstrasse. Jetzt wird es noch schlimmer. Die Strasse war mal geteert, jetzt ist es nur noch ein Flickenteppich. 7km vor dem Ziel verlasse ich auch diese Strasse. Ab jetzt ist es eine unbefestigte Strasse mit vielen Wasserlöchern. Bei Regen ist das vermutlich ziemlich mühsam. Um 13.45h bin ich in Rincón beim Beach House. Das liegt wirklich direkt am Strand. Mein Zimmer geht allerdings nach hinten raus, ist aber nicht schlecht, sogar mit Klima-Anlage. Ich muss mein Auto noch umparkieren, dann mein Ankunftsbier vor dem Hotel am Strand. Nachher richte ich mich ein. Mein Range-Extender kommt wieder zum Einsatz, damit habe ich sogar Internet im Zimmer. Apero am Strand mit Sonnenuntergang im Meer. Zum Nachtessen gehe ich gleich nebenan. Die Geschwister aus Deutschland aus unserem Hotel sind auch da, ich setze mich zu ihnen an den Tisch. Die Neuseeländerin die Deutsch spricht, setzt sich auch dazu. Meine Pizza Chorizo ist nicht schlecht, dazu 2 Glas Rotwein. Um 20.30h bin ich zurück.
(85km, davon 7km ungeteert, 3h unterwegs)
Sa 21.09.2019
Wenn ich aufwache regnet es in Strömen, kein Grund zum Aufstehen. Um 08.30h sammle ich mein Sachen fürs Frühstück zusammen und gehe in die Gemeinschaftsküche um mein Frühstück zuzubereiten. Wegen des Regens hat es dort nicht viel Platz, aber ich kann mich gut einrichten und werde um meinen Käse beneidet. Es bleibt bewölkt und regnet immer wieder, aber nicht mehr stark. Gut um mein "Büro" zu erledigen. Ich suche ein Airbnb in Cartagena. Es läuft ab wie meistens in Südamerika. Auf meine Anfrage mit den Massen meines Autos und der Aufforderung die Dimensionen zu überprüfen, bekomme ich die Buchungseinladung. Ich buche und frage sicherheitshalber nochmals wegen des Parkplatzes. Nun ist es plötzlich nicht mehr klar und sie muss das mit der Verwaltung klären. Nach einigem hin und her ist dann alles klar, ich kann parkieren. Apero am Strand, heute ohne Sonne. Zum Nachtessen gehe ich ins Restaurant "Che", das wurde mir empfohlen. Da treffe ich Pan aus Taiwan, sie wohnt im gleichen Hostel und lädt mich an ihren Tisch ein. Jeremy der Koch und Besitzer kommt aus Frankreich und ist gelernter Koch. Die Pate zur Vorspeise und der Burger zum Hauptgang sind sehr gut. Dazu 3 Glas Wein! Tuya die amerikanische Partnerin ist für den Service und die Bar zuständig. Es ist ein lustiger Abend. Tuya lädt uns für morgen auf einen Rundgang ums Dorf ein. Um 21.30h bin ich zurück.
So 22.09.2019
Heute scheint die Sonne, darum hat es mehr Platz beim Frühstück. Ich verlängere meinen Aufenthalt um eine Nacht. Um 12h treffen Pan und ich Tuya zum Rundgang. Es ist sehr heiss. Beim Strand am Dorfanfang hat es sehr viele Leute und sehr laute Musik. Die sind mit 22 Bussen aus Cartagena angereist! Weil es gestern geregnet hat, ist unser Weg manchmal ziemlich schlammig. Wir wandern durch Felder, vorbei an zum Teil ärmlichen Unterkünften und sehr schönen Fincas zum ehemaligen Flugplatz. Hier sind früher die Reichen eingeflogen und haben sich am Strand vergnügt. Es gibt immer noch schöne Villen in einem nicht zugänglichen Park. Zurück am Strand kehren wir im Hotel Casa Sattva ein. Zwei Frauen führen dieses schöne Hotel direkt am Strand. Nach einer guten Stunde gehen wir weiter bis zum Hotel. Ich gehe gleich ins Meer zum Schwimmen. Richtig abkühlen kann man nicht, denn das Wasser ist auch etwa 30C° warm. Dann Siesta in der Hängematte bis zum Apero. Der Sonnenuntergang ist heute sehr schön. Zum Nachtessen treffe ich Pan wieder im "Che". Chorizo Argentino mit Kartoffelstock und Bohnen ist sehr gut. Pan wird morgen mit mir nach Cartagena mitfahren. Um 22h bin ich zurück.
(5km zu Fuss)
Mo 23.09.2019
Nach dem Frühstück packe ich zusammen und hole mein Auto vom Parkplatz. Sie wollen nun plötzlich 35'000 COP, abgemacht waren 30'000. Ich zahle nur den abgemachten Preis. Pan ist auch bereit, so fahren wir um pünktlich um 10h los. Die ersten 7km ist die Strasse wie beim Hinweg schlecht. Zum Glück hat es gestern nicht geregnet, sonst wäre das eine Schlammschlacht. Die anschliessenden 10km bis San Onofre sind auch schlecht, aber grösstenteils geteert. Es beginnt leicht zu regnen, aber nur für kurze Zeit. Auf der Hauptstrasse geht es dann zügig voran. Wir haben offenbar eine Lücke erwischt. Erst nach 40km stehen wir zum ersten Mal für längere Zeit vor einer Baustelle, 8 Minuten, dann geht es weiter. Richtig mühsam wird es bei Cruz Del Viso, wir brauchen für 2km 36 Minuten, weil sie die Zahlstelle umbauen und darum der Verkehr wechselseitig durchgelassen wird. Dafür geht es nachher zügig weiter bis Turbaco. Ab da gibt es viele Lichtsignale. Entsprechen langsam geht es vorwärts. Ich bringe Pan zu ihrem Hostel, das liegt ganz in der Nähe meines neuen Zuhauses in Cartagena. Um 14.15h bin ich da. Es ist eine geschlossene Überbauung. Ich kann mein Auto direkt vor dem Haus parkieren. Elvira und ihr Sohn Carlos empfangen mich. Mein Zimmer ist klein, hat aber Klimaanlage. Das ist gut so, denn es ist 30C° und feucht, 95%. Als erstes trinke ich mein Ankunftsbier auf der Terrasse mit Aussicht auf einen kleinen Park mit einem Basketball-Feld. Nachher gehe ich einkaufen. Wenn ich zurückkomme sitzt Patrizia auf der Terrasse. Sie kommt aus Mannheim (DEU) und ist auf ihrer Sabbatical-Reise. Sie will sofort mein Auto sehen. Während des Aperos reden wir, sie will vieles wissen. Es beginnt leicht zu regnen. Ich kann hier essen. Schweinfleisch aus dem Backofen mit Kartoffeln, sehr gut. Ich spendiere meine letzte Flasche Wein. Nachher sitzen wir noch eine Weile zusammen. Um 20.30h bin ich im Bett und schlafe bald ein. Ich öffne das Fenster ein wenig und stelle die Klimaanlage ab.
(130km, 4¼h unterwegs)
Di 24.09.2019
Alle Leute scheinen um 06.00h aufzustehen. Ich bleibe im Bett bis 08h, dann bereite ich mein Frühstück zu. Elvira und Patrizia sind gerade fertig. Ich bekomme guten Kaffee. Nachher erledige ich mein "Büro". Es regnet zeitweise. Ich stelle fest, dass meine Fähre nach neustem Fahrplan nicht mehr nach Bremerhaven fährt. Ich schicke meinem Agenten vor Ort eine E-Mail. Carlos fragt bei Nissan an wo sie mein Licht reparieren können. Die einzige Garage die das kann ist gleich hier in der Nähe. Nach seinem Mittagessen fahren wir zusammen hin. Es ist wie erwartet ziemlich mühsam die Birne zu wechseln, aber der Mechaniker schafft es. Das Standlicht funktioniert auch nicht mehr, das habe ich noch gar nicht bemerkt. Das Material kostet 12'000 COP und ich gebe ihm noch ein Trinkgeld von 9'000 COP, macht zusammen 6 CHF! Auf dem Rückweg zeigt mir Carlos noch 2 Autowaschplätze. Um 15.45h sind wir zurück und geniessen ein Bier auf der Terrasse. Apero später auch auf der Terrasse. Zum Nachtessen gehe ich ins nahe Barbacoa. Spare Rips ist die Spezialität. Schmeckt gut, ist aber wenig Fleisch und viel Knochen. Am Nebentisch sitzen Vater und Sohn aus England. Wir unterhalten uns eine Weile. Zurück zu Hause ist Patrizia gerade fertig mit dem Nachtessen und schlägt vor, dass wir zum Laden an der Ecke auf ein Bier gehen. Das kann man ja nicht ausschlagen. Um 21.30h sind wir zurück.
(2.5km zum Nissan Service)
Mi 25.09.2019
Ich habe heute Nacht das Fenster zu gelassen, es ist warm im Zimmer am Morgen. Nach dem Frühstück stellt es sich heraus, dass meine Fähre tatsächlich nicht mehr bis Bremerhaven fährt. Seabridge hat aber bereits umgebucht. Neu kommt mein Auto darum erst am 6.November in Bremerhaven an. Es gibt aber die Möglichkeit bereits in Zeebrugge/BEL auszuladen. Das ist näher und vielleicht die bessere Variante. Ich kläre ab wie das wäre mit Flug von Amsterdam in die Schweiz und zurück nach Brüssel. Kostet im Moment etwa 240 EUR. Die andere Variant ist mit dem TGV nach Brüssel und dann einige Tage da bleiben. Nur der TGV kostet bereits 85 EUR. Ich buche aber noch nichts. Im Zimmer bekomme ich einen leiseren Ventilator. Am Nachmittag gehe ich in die Mall "El Castillo" zum Einkaufen. Ich finde Gruyère, Cambozola und griechisches Joghurt. Den BBVA-Bankomaten finde ich erst nach mehrmals fragen, er ist sehr gut versteckt. Apero auf der Terrasse mit Patrizia. Sie will viel über Ecuador ihr nächstes Ziel wissen. Zum Nachtessen gehe ich ins "El buen Gusto", ein kleines lokales Restaurant. Man kann nur wählen zwischen Schwein, Rind, Fisch …, ich wähle Schwein. Es ist ein wenig zäh und das Messer schneidet gar nicht, aber es schmeckt. Dazu ein grosses Bier(1l). Alles zusammen kostet 13'000 COP = 4 CHF. Um 20.30h bin ich zurück.
Do 26.09.2019
Nach dem Frühstück lasse ich die Verschiffung nach Zeebrugge umbuchen und stelle nachher fest, dass der Fahrplan bereits wieder geändert wurde. Die Ankunft ist in Zeebrugge nun erst am 8.November. Das ist ein Freitag und das heisst, dass ich mein Auto frühestens am Montag 11.November bekomme. Darum buche ich einen Flug von Amsterdam nach Zürich am 2.November und dann weiter nach Brüssel am 10.November. Das kostet mich 234 EUR. Maria hat mit Lewy und Miando gestritten und ist zu einer Freundin gezogen mit Efraim und dem Hund. Sie sagt mir nicht worüber sie gestritten haben. Ich bezahle die Unterkunft bis am 11.Oktober. Elvira gibt mir keinen Rabatt, im Gegenteil, sie will zuerst sogar mehr verlangen als ich bei Airbnb bezahlt habe. Wir einigen uns auf 45'000 COP/Nacht = 13 CHF. Ich bringe ihr meine restlichen Lebensmittel und Waschpulver usw. die ich nicht verschiffen will. Dafür "muss" ich dann Mittagessen, ob ich will oder nicht. Es ist sehr gut. Danach räume ich meine Sachen um, damit ich alles habe wenn mein Auto verschifft wird. Es ist heiss und feucht, sehr schwitzig. Am Schluss regnet es sogar. Ich montiere am Fenster meinen Vorhang aus dem Auto als Moskitonetz. Maria schläft in meinem Haus in Medan, sie ist nicht bei der Freundin geblieben. Der Streit ging um den Hund. Apero auf der Terrasse ohne Regen. Carlos kennt keine Restaurants in der Nähe, die Hausangestellte nur einen Chinesen. Da will ich hin. Auf dem Weg sehe ich noch innerhalb der Siedlung die Pizzeria Amadia. Die Pizza ist nicht schlecht, dazu ein Glas Wein und Mineralwasser. Zurück zu Hause gehe ich noch auf ein Bier mit Patrizia an der Ecke. Um 22h sind wir zurück.
Fr 27.09.2019
Nach dem Frühstück wird mein Zimmer gereinigt. Nachher erledige ich das "Büro" und mache verschiedene Zahlungen und beantworte E-Mails. Maria ruft immer wieder an und will mich überzeugen, dass niemand unsere Beziehung stören kann. Wer das versucht sei ein schlechter Mensch, sie meint Vivian damit. Sie weiss inzwischen, dass mich Vivian in Mendoza und Lima besucht hat, aber noch nicht, dass sie mich hier besuchen wird in 2 Wochen. Gegen 15h mache ich mich auf den Weg in die Stadt. Blauer Himmel und viel Sonne heisst es ist heiss! Nahe bei uns liegt das Castillo San Felipe de Barajas. Das sei nicht interessant, ich spare das auf, falls Vivian das anschauen will. Nach 15 Minuten bin ich bei der Stadtmauer. Dahinter gibt es viele schön herausgeputzte alte Häuser und vor allem Schatten. Ich schlendere ziellos durch die Gassen, immer den Touristen nach. Von denen hat es ziemlich viele. Auffallend sie die farbig angezogenen Frauen die Früchte verkaufen, resp. sich gegen Bezahlung fotografieren lassen. Ich gehe bis zur Stadtmauer auf der Westseite der Stadt und dann ein Stück weit auf der Mauer. Von da sieht man die verschiedenen Kirchen gut. Die Mauer stand vermutlich früher nahe am Strand. Jetzt hat es da eine Umfahrungsstrasse. Nach 800m auf der Mauer an der Sonne, flüchte ich wieder in die Gassen in den Schatten. In der Nähe der Kathedrale trinke ich ein kleines teures Bier (267ml = 4000 COP). Dann mache ich mich auf den Heimweg. Ein "Subway" stellt sich mir in den Weg und ich muss ein Tuna-Sandwich essen. Bei einem Waschplatz erkundige ich mich, ob ich den Innenraum meines Autos selber mit dem Staubsauger reinigen darf und sie nur aussen waschen. Das sollte gehen meinen sie. Nach 17h bin ich zurück und stürze mich direkt unter die Dusche. Um 18h telefoniere ich mit Vivian, sie hat ein paar schwere Tage hinter sich. Die Schulfreundin ihrer Schwester Debby ist bei einem Liftunfall ums Leben gekommen. Sie hat sie auch gut gekannt. Im Haus steigt eine Party, viele Besucher kommen. Apero auf der Terrasse. Ich rufe nochmals kurz Vivian an um sie aufzuheitern, nachher gehe ich zum Nachtessen. Vor dem "El buen Gusto" gibt es Street Food, das man am Tisch des nun geschlossenen Restaurants essen kann. Dazu ein grosses Bier aus dem Laden nebenan. Heute kostet es mich aber 6000 statt 5000 COP wie beim letzten Mal im Restaurant. Die Salchipapas sind gut, ich muss aber mehr als ½h warten, weil sie so viele Betellungen haben. Um 22h bin ich zurück. Maria ruft nochmals an und erzählt eine wirre Geschichte von einem Auto dass ihr Endang der Polizei-General vor die Tür gestellt habe. Nachher schlafe ich ein, trotz der Party.
(7km zu Fuss)
Sa 28.09.2019
Spätes Frühstück mit Strom-Ausfall. Ohne Ventilator ist es drückend heiss. Nach ½h gibt es wieder Elektrizität. Ich klemme mich hinter den neuen Reisebericht, suche die Bilder aus und trage die Orte ein. Um 17.30h bin ich rechtzeitig zum Apero fertig. Zum Nachtessen gehe ich ins chinesische Restaurant "Lindo King". Das Essen ist sehr gut und sehr viel, einfach nicht richtig chinesisch. Zurück zu Hause gehe ich noch mit Patrizia auf einen Schlummertrunk zur nächsten Ecke. Um 21.30h bin ich zurück und telefoniere noch mit Vivian.
So 29.09.2019
Spätes Frühstück, es ist ja Sonntag. Maria hat ihr WhatsApp Profil-Bild geändert. Es zeigt nun ein Bild mit ihr und Paul. Ich telefoniere mit Brigitte, später mit Markus und Stefan. Ich buche ein Hotelzimmer in der Alt-Stadt für Vivian und mich, wenn sie am 11.Oktober ankommt. Die Reederei hat schon wieder den Fahrplan geändert, ist langsam mühsam. Dann klemme ich mich wieder hinter den Reisebericht. Bis zum Apero bin ich fast fertig. Zum Nachtessen gehe ich ins "Moon Blue" ein kleines Restaurant von einem älteren Ehepaar geführt. Picada ist ein Gericht mit verschiedenen Fleischstückchen die man mit einem Zahnstocher isst. Schmeckt sehr gut. Die halbe Portion ist gross genug für mich alleine. Nachher zum obligaten Schlummertrunk mit Patrizia. Sie will beim Haus nicht rauchen und sie hat gerne ein Bier. Um 20.30h bin ich zurück und telefoniere mit Vivian.
Mo 30.09.2019
Noch vor dem Frühstück kontaktiere ich Seabridge um zu erfahren was jetzt gilt. Sie haben inzwischen auch gemerkt, dass wieder etwas geändert hat. Ich werde nun am 8.Oktober auf ein anderes Schiff verladen. Das ist mir recht, dann ist hoffentlich alles erledigt wenn Vivian kommt. Ich stelle noch meinen Reisbericht fertig. Jetzt fehlen nur noch wenige Teile. Um 14h fahre ich zum Autowaschen. Zuerst versuche ich dem hinteren Teil vom Staub zu befreien. Ziemlich mühsam, sie haben keine Bürste zum Staubsauger und es ist heiss und feucht, ich schwitze gewaltig. Nach 1½h bin ich fertig und sie können anfangen mit dem Rest. Ich gehe einkaufen im nahen Jumbo und bringe die Sachen zurück ins Auto. Zum Glück, denn sie haben offenbar den Motor mehr als 5 Minuten laufen lassen und dann hat meine Sicherheits-Elektronik den Motor abgestellt. Ich deaktiviere sie und gehe auf ein Bier. Gegen 17h bin ich zurück, aber sie haben eben erst angefangen. Unten wird gereinigt wie wild, oben bleibt es ziemlich dreckig. Ich muss zum Schluss selbst auf den Schmutz aufmerksam machen. Ich habe schon bessere Resultate gesehen, aber für 50'000 COP = 14 CHF inkl. Trinkgeld kann man nicht viel sagen. Auf dem Heimweg merke ich, dass die Hupe nicht mehr geht. Muss ich morgen kontrollieren. Ich habe Glück, der Parkplatz vor dem Haus ist noch frei. Zuerst ein Bier, dann eine Dusche und neue Kleider. Man fühlt sich wie neu zum Apero. Zum Nachtessen gehe ich nur zur Ecke. Der Hamburger für 8'000 COP ist gut, das Bier sowieso. Patrizia kommt auch noch vorbei. Um 21h bin ich zurück und telefoniere noch mit Vivian. Maria hat sich heute den ganzen Tag nicht gemeldet, dafür ihr Profilbild wieder geändert. Es zeigt nun eine Rose und die Britische Flagge.
(4km zum Autowaschen)
Di 01.10.2019
Beim Frühstück regnet es in Strömen. Efraim versucht mich anzurufen. Ich rufe zurück, er ist alleine zu Hause und macht Hausaufgaben. Maria hat auch sein Profilbild geändert auf ein Bild mit Paul und ihr. Er ändert es nachher postwendend auf ein Bild einer Mumie. Er fragt mich noch ob ich Paul nicht gern habe und schreibt dass Maria böse mit ihm ist, weil er mit mir telefoniert hat. Später schreibt sie dass ich ihren Sohn nicht anrufen soll, auch nicht wenn er darum bittet. Danach mache ich am Reisebericht weiter. Zwischendurch teste ich meine Auto-Hupe, sie funktioniert wieder. Vermutlich war sie einfach voll mit Wasser. Gegen 16h ist der ganze Bericht fertig. Noch vor dem Apero verschicke ich die Mitteilungen. Während des Aperos telefoniere ich mit Vivian. Zum Nachtessen gehe ich ins Barbacoa, diesmal aber zum letzten Mal, denn was ich bekomme ist fast das Gleiche wie gestern, aber fast nur Wurst, dafür doppelt so teuer und zu guter Letzt waren noch 3000 COP auf der Rechnung für ich weiss nicht was. Um 20.30h bin ich zurück und telefoniere nochmals mit Vivian. Nachher gehe mit Patrizia noch auf einen Schlummertrunk.