Tagebuch
Mi 02.10.2019
Das Brot das ich gekauft habe ist viel besser als das vorherige, obwohl es das gleiche sein sollte. Ich setze einen Brief an Miando auf. Ich teile ihm mit, dass er die Schulden bis Ende Jahr zurückzahlen muss, wie es der Vertrag vorsieht falls meine Beziehung zu Maria ändert. Zudem will ich von ihm auch das Geld das ich für Mama einbezahlt habe zurück, weil ich nicht mehr in mein Haus in Medan zurück zu kehren gedenke. Bei der SBB bestelle ich ein Halbtax-Abo. Für mein Navi will ich die neuste Europa-Karte installieren. Das geht aber nicht, weil ich 16GB freien Speicherplatz auf dem System-Laufwerk haben müsste. Ändern kann man nur den Installations-Ort, aber nicht den Ort für den Download. Ich breche die Übung ab. Die nächste Übung ist einen Cabify zu buchen. Das geht noch, aber er kommt einfach nicht. Ich sehe, dass er wieder zurück fährt zum Flugplatz und frage was das soll. Er meint es sei zu weit, ich solle stornieren. Ich versuche es nochmals, aber es ist hier offenbar sinnlos. Ich gehe zur Hauptstrasse. Das Taxi kostet sogar weniger wie bei Cabify. Bei meinem Agenten fürs Verschiffen gibt es vieles zu kopieren und nachher zum Unterschreiben. Nach 1h bin ich fertig und fahre mit dem Taxi zurück und kaufe noch eine riesige Flasche Mineralwasser ein. Das aufbereitete Wasser in meiner Unterkunft schmeckt scheusslich. Zurück helfe ich während des Aperos Patrizia beim Buchen ihrer Flüge. Sie vergisst bei der Kreditkarte den Nachnamen einzugeben. Aber es klappt trotzdem mit dem vorgegebenen Namen "Müller". Zum Nachtessen gehe ich wieder in die Pizzeria Amadia. Kaum beginne ich mit dem Essen, fällt der erste Regen, der wird immer stärker. Schlussendlich sitze ich im Wohnzimmer und warte bis es weniger stark regnet. Dann mache ich mich auf den Heimweg, bin aber trotzdem durchnässt bis ich zu Hause bin. Ein langes Gespräch mit Vivian, dann gehe ich schlafen. Es regnet immer noch.
Do 03.10.2019
Um 04h gibt es nochmals ein kräftiges Gewitter. Nach dem Frühstück etwas "Büro", der Termin zum Abgeben des Fahrzeugs wird bereits wieder verschoben. Es soll jetzt am Samstagmorgen sein. Bis jetzt habe ich weder von Maria noch von Miando etwas gehört. Ich suche im Internet die Möglichkeit mit dem Boot von Cartagena nach Rincon zu reisen. Nach langem Suchen finde ich etwas das funktionieren könnte. Es gibt ein Boot zum Archipelago de San Bernardo, das liegt etwa 25km westlich Rincon. Die Hotels dort sind aber ziemlich teuer. Wenn ich zur Shopping Mall gehen will, beginnt es zu regnen. Ich nehme einen Schirm mit, darum hört es wieder auf. Ich hebe Bargeld ab um die Kosten der Agentur zu bezahlen und geniesse wieder einmal ein Soft Ice von McDonalds. Apero auf der Terrasse, Patrizia kommt von der Schule zurück und setzt sich dazu. Zum Nachtessen gehe ich wieder ins Moon Blue. Der "Pincho de Cerdo" (Spiess mit Schwein) stellt sich als Kotelett heraus, ist aber trotzdem gut. Zurück zu Hause telefoniere ich mit einer sehr müden Vivian, nachher gehe ich mit Patrizia auf einen Schlummertrunk. Vermutlich der letzte, denn morgen ist ihr letzter Schultag und am Samstag reist sie ab.
Fr 04.10.2019
Bereits vor dem Frühstück meldet sich Miando. Ich versuche ihm klar zu machen, dass er jetzt bezahlen muss. Maria meldet sich zum ersten Mal seit 2 Tagen und meint nur, vergiss dein Geld. Das hin und her mit Miando zieht sich über Stunden. Nach dem Frühstück beginnt er dann mir einige Details zu erzählen. Er ist der Ansicht, dass Maria erst nachdem sie von Vivian erfahren hat mit Paul Kontakt aufgenommen hat. Was ich allerdings nicht glaube, denn Efraim hatte seine neue Uhr schon vorher und die soll von Paul sein. Er meint auch, dass er einmal einen Fehler gemacht hat den er bereue, aber Maria sei bis jetzt hart geblieben. Maria werde Paul in Pakistan besuchen und Efraim bleibe bei ihm in Medan. Später werde er wahrscheinlich nach Java zum Arbeiten gehen. Paul wolle Efraim in die alte Schule zurück schicken, der wolle aber nicht und weine nur. Das ist genau das was ich vorausgeahnt habe und darum so lange bei Maria geblieben bin. Aber jetzt ist es entschieden. Vielleicht besuche ich sie und Efraim später einmal. Aber nicht in nächster Zeit. Ich ziehe mein Ring vom Finger und versorge ihn. Weil wir morgen mehrere Fahrzeug sein werden kann ich nicht unterwegs tanken. Darum fahre ich zur nächsten Tankstelle. Es ist unglaublich wie lange es dauert bis ich die 5 Gallonen im Tank habe. Ich räume noch die restlichen Sachen aus der Kabine weg, damit niemand in Versuchung kommt. Miando hat mir noch mehr geschrieben. Es scheint als sei er froh dies auch einmal jemandem zu erzählen. Um 12h ist Siesta angesagt. Ich bin müde ob der Diskussionen. Später durchsuche ich noch booking.com und TripAdvisor nach Insel-Paradiesen. Apero auf der Terrasse. Patrizia setzt sich später auch dazu. Zum Nachtessen gehe ich in ein inoffizielles Restaurant. Das Essen mit Rindfleisch ist nicht schlecht und das Bier ist billig, nur 2000 COP. Später gesellt sich Patrizia auch noch dazu. Um 21.30h bin ich zurück. Vivian ist bereits eingeschlafen, dafür ruft Maria an. Es soll plötzlich wieder alles ganz anders sein, wie üblich. Aber im Moment habe ich keine Lust das alles nochmals durchzumachen.
(2km zum Tanken)
Sa 05.10.2019
Frühstück schon vor 07h, dann Abschied von Patrizia, sie reist ab. Um 07.45h mache ich mich auf den Weg zu meinem Agenten. Wir sind 3 Schweizer- und ein Deutsches Fahrzeug die zusammen verschiffen. Um 08.15h fahren wir im Konvoi los. Nicht zu schnell, den wir haben einen Oldtimer dabei. Einen 63 Jahre alter Mowag, der als Postfahrzeug eingesetzt war. Kurt hat ihn zu einem Wohnmobil umgebaut. Zuerst fahren wir zur Zollabfertigung. Das geht schnell, nach 10 Minuten fahren wir bereits weiter. 4km vor dem Hafen werden wir von der Polizei gestoppt und sie wollen alle Papiere sehen. Die Versicherung von Kurt ist Ende September abgelaufen. Er wollt ursprünglich auf eine frühere Fähre und hat vergessen sie zu verlängern. Bis das mit etwas Geld geregelt war mussten wir etwa 20 Minuten warten. Im Hafen werden dann die ersten beiden Fahrzeuge relativ bald losgeschickt. Ich bin der erste, Erik mit dem VW LT der zweite. Drei Mal werden unsere Papiere geprüft und wir müssen unterschreiben. Beim letzten Posten wird das Fahrzeug auf Schäden kontrolliert und in einem Rapport festgehalten. Dann müssen wir die Fahrzeugschlüssel abgeben und können zu Fuss zurück. Es ist jetzt 11.30h und sehr feucht und heiss. Die Kurt und Reto können erst jetzt zur Prozedur starten. Bei ihnen geht es dafür etwas schneller. Nach 13h machen wir uns auf den Rückweg. Wir werden am Montag oder Dienstag nochmals hierher kommen, weil die Drogenpolizei unsere Fahrzeuge durchsuchen will. Das geschieht max. 24h vor dem Verschiffen. Die meisten fahren nicht zurück bis zum Büro. Ich gehe zu Fuss noch im Einkaufszentrum vorbei. Bargeld gibt es keines, Sorry es ist ein Fehler aufgetreten, das war schon beim letzten Versuch vor 2 Tagen so. Ich kaufe noch Bier ein. Zu Hause zuerst unter die Dusche, dann ein kühles Bier. Auf dem Spielfeld spielen sie "Bate Tapitas", die Mini-Baseball-Version von hier. Gespielt mit Flaschen-Deckeli als Ball und Besenstiel als Schläger in einem 3 x 3m grossen Feld. Da geht richtig die Post ab. Plötzlich sehe ich Reto, den Mercedes-Wohnmobil-Fahrer von heute Morgen. Er wohnt etwa 100m weg von mir. Wir trinken etwas Bier und verabreden uns fürs Nachtessen. Inzwischen ist eine neue Sprachschülerin angekommen. Anna aus Volketswil ist 21 Jahre alt. Der Schlummertrunk ist also gerettet. Zum Nachtessen gehe ich mit Reto ins Moon Blue. Um 22h bin ich zurück. Vivian ist wie versprochen tapfer wach geblieben. Maria ruft auch noch an und erzählt, dass Paul Efraim in die alte Schule schicken will. Das weiss ich bereits, sage ihr das aber nicht. Ich gebe ihr nur den Rat, Paul zu überzeugen, dass es sinnlos ist ein Kind in eine Schule zu schicken in die es nicht will. Ich nehme an er meint, dass ich diese Schule ausgesucht habe, was aber nicht stimmt. Er wirft bereits wieder mit Geld um sich wie ein Idiot um Maria zu beeindrucken, was ihm auch gelingt. Aber das ist jetzt nicht mehr mein Problem. Nur schade für Efraim, falls er sich nicht überzeugen lässt, dass die neue Schule besser für ihn ist. Um 23h bin ich im Bett und schlafe sofort ein. Es gibt ein Gewitter in der Nacht, aber von dem höre ich nichts.
(32km bis zum Hafen)
So 06.10.2019
Ausschlafen ist angesagt. Nach dem Frühstück noch die letzten Arbeiten am Reisebericht. Ich vervollständige den Track noch bis zum Hafen. Am späteren Nachmittag gehe ich einkaufen. Anna kommt mit und ist überrascht so ein grosses und modernes Einkaufszentrum zu finden. Apero auf der Terrasse. Carlos will wissen, was eigentlich in dieser Flasche ist, die ich immer mitbringe, ob das Apfelsaft sei. Es ist tatsächlich eine Schorle-Flasche, aber mit Whisky nachgefüllt. Später kommt Reto und bringt Bier. Zum Nachtessen wünscht sich Reto eine Pizza, darum gehen wir in die Pizzeria Amadia. Zusammen trinken wir eine Flasche Merlot. Um 22h bin ich zurück und telefoniere noch mit Vivian und gehe dann schlafen.
Mo 07.10.2019
Aufstehen um 05.00h! Frühstück machen und um 06.45h treffe ich Reto beim Tor. Wir fahren mit dem Taxi zur Agentur und treffen dort die anderen. Dann fahren wir um 07.15h los. Es hat weniger Verkehr als erwartet. Nach 1h sind wir am Hafen und bekommen diesmal einen Batch und müssen den Rucksack in einem Schliessfach lassen. Zu Fuss geht es zu unseren Fahrzeugen. Die Polizei fährt mit Hund vor, der kommt aber dann nicht zum Einsatz. Es ist nur ein einzelner junger Polizist der unsere Fahrzeuge inspiziert. Zuerst Kurts Mowag, dann mein Auto. Er durchsucht nur sehr oberflächlich. Er will auch den Durchgang zum Motorrad öffnen, schafft es aber nicht. Ich bin gerade am Schliessen einer der Boxen und sage ihm, dass ich gleich komme. Er meint dann ist OK, nicht wichtig und wieder wurde mein Motorrad nicht entdeckt. Es beginnt heftig zu regnen, darum kommen Reto und Erik erst später dran. Um 10.15h sind wir alle durch und gehen zu Fuss zurück zum Eingang. Dort müssen wir noch ein letztes Formular unterschreiben. Bis es aber soweit ist, vergehen fast zwei Stunden dafür heisst es dann sogar auf Deutsch "Gute Reise" und wir können zurück ins Büro fahren. Da müssen wir dann noch die ganze Sache bezahlen. Für mich sind es 2'400'000 COP = 700 CHF. Dann ist alles erledigt. Ich fahre mit Reto mit dem Taxi zurück. Zuerst unter die Dusche. Dann ein Bier auf der Terrasse, nachher Siesta. Apero auf der Terrasse, Reto kommt auch dazu. Zum Nachtessen gehen wir wieder ins Moon Blue. Diesmal schmeckt es Reto nicht besonders, nach dem Rindsfleisch bestellt er noch einen Burger, der ist aber auch nicht sein Favorit. Um 21h bin ich zurück und telefoniere mit Vivian.
Di 08.10.2019
Spätes Frühstück. Maria erzählt, dass sie nach Kuala Lumpur und dann nach Pakistan zu Paul reisen werde und erst am 06.November zurück sein wird. Efraim bleibt zu Hause, was dem natürlich gar nicht passt und er meint er werde nicht zur Schule gehen wenn Mama nicht da ist. Christina kommt nach Medan und soll auf Efraim und Marias Mutter aufpassen. Ich erledige viele kleine Sachen am Computer. Wie üblich ist der Tag dann schnell vorbei. Ich gebe meine Schmutzwäsche zum Waschen. Apero auf der Terrasse mit Anna, später kommt Reto auch noch dazu. Zum Nachtessen gehe ich mit Reto ins Barbacoa, diesmal gibt es eine Promo ähnlich wie Salchipapas aber mit Fleisch in einer Kasserolle. Schmeckt gut und kostet nur 12'000 COP = 3.60 CHF. Um 21h bin ich zurück und gehe bald schlafen.
Mi 09.10.2019
Meine Fähre ist um 03.36h ausgelaufen. Ich hoffe mein Auto ist mit dabei. Maria ist offenbar wirklich nach Kuala Lumpur geflogen. Efraim schreibt, dass ich ihn anrufen soll. Eigentlich sollte Miando auf ihn aufpassen, aber der musste wieder einmal mit Fieber ins Spital. Efraim hat den Test für den Übertritt in die höhere Schule bestanden. Er meint, dass Maria ihn aber nicht in diese Schulen gehen lassen wird. Er wirkt ziemlich traurig und fragt mich wann ich nach Medan kommen werde. Vielleicht im April sage ich ihm. Maria hätte ihm gesagt, Vivian und ich seien nun ein Paar. Auf jeden Fall sehr gut befreundet sage ich ihm. Er meint Maria werde bald zurückkommen weil Miando im Spital sei. Zum Schluss hat er wenigstens wieder etwas gelacht und ich habe ihm gute Nacht gewünscht. Frühstück mit Anna, ich muss ein Ei ausleihen, habe vergessen neue zu kaufen. Danach "Büro" und Nichtstun. Ich gehe kurz zum Einkaufen an der Ecke, Eier und Butter. Bei Elvira buche ich das Zimmer nochmals vom 27.Oktober bis zu meinem Heimflug am 01.November. Um 16h kommt mich Anna holen um auf der Terrasse ein Bier zu trinken, das kann man ja nicht ablehnen. Es geht dann nahtlos über in den Apero. Auf dem Baum vor dem Haus lebt ein grosser Leguan, ich sehe ihn heute zum ersten Mal. Zum Nachtessen gehe ich zum Grillstand. Der Hamburger ist sehr gut. Während ich aufs Essen warte meldet sich Efraim per WhatsApp. Er fragt viel während er mit Grab zur Schule fährt und von da mit der Schule im Bus zum Sporttag. Er versteht natürlich nicht was da vor sich geht und Maria tut ihr bestes ihn noch zusätzlich zu verwirren und redet sehr schlecht über Vivian, immer von der alten hässlichen Frau. Das macht sie auch zu andern. Das geht bis er am Sporttag ankommt. Um 21h bin ich zu Hause und erzähle das alles Vivian. Nach einer Stunde meldet er sich wieder, Maria ist in Medan gelandet und er ist glücklich. Aber das Paul am Freitag nach Medan kommen wird passt ihm gar nicht. Er meint, dass Maria und Paul ihm jeden Kontakt zu mir verbieten werden. Da hat er vermutlich leider Recht.
Do 10.10.2019
Nach dem Frühstück meldet sich Efraim nochmals. Es ist genau das eingetreten was wir befürchtet haben. Maria verbietet ihm jeden Kontakt zu mir. Ich hoffe, dass er das ignoriert und einen Weg findet mir zu schreiben. Ich habe Vivian die Konversation mit Efraim zugeschickt und sie ist auch ziemlich traurig über das was da nun abläuft. Vor allem versteht sie, wie ich auch, Maria nicht. Sie weiss gar nicht, was sie Efraim mit ihrem Gerede antut. Ich kann einige Sachen bei Elvira lassen bis ich wieder komme. Ich sortiere alle warmen Kleider aus und verpacke sie in einem Plastiksack. Es regnet während des ganzen Tages immer wieder. Das Gute daran, es ist nicht so heiss. Ich mache den ganzen Tag nicht viel. Apero wie üblich auf der Terrasse. Maria meldet sich nochmals und zieht über Vivian her. Solange bis ich auflege. Das ist wohl das letzte Telefon mit ihr gewesen. Zum Nachtessen gehe ich nochmals ins Moon Blue. Ist wieder gut und günstig. Um 20h bin ich zurück. Ich telefoniere noch mit Vivian. Sie muss noch einiges erledigen und früh Schafen gehen, weil sie morgen früh zum Flugplatz muss. Mit Anna und dem Cousin von Carlos geniessen wir noch einige Biere auf der Terrasse. Nachher meldet sich Efraim wieder. Paul kommt heute in Medan an und macht in Bezug auf Efraim so ziemlich alles falsch und Efraim versteht nicht was jetzt alles passiert. Einmal schreibt er sogar, dass er sich lieber umbringen werde. Ich versuche ihn zu beruhigen. Es ist nach Mitternacht wenn ich ins Bett gehe.
Fr 11.10.2019
In Buenos Aires gibt es ein starkes Gewitter. Der Flug von Vivian wird verschoben mehrmals verschoben. Nach dem Frühstück ist klar, sie wird den Anschlussflug von Lima nach Cartagena verpassen. Efraim meldet sich auch wieder, er ist im Marriott Hotel, alleine am Pool, weil Paul und Maria "schlafen". Er beschreibt ziemlich detailliert was alles so passiert und mag das gar nicht was er sieht. Lewy holt ihn ab und er muss alleine nach Hause, ohne Maria, sie bleibt im Hotel. Bei Vivian geht auch alles drunter und drüber. Schlussendlich startet sie mit mehr als 7h Verspätung! Ich packe zusammen und fahre mit dem Taxi ins Hotel Santa Alejandra. Das Zimmer ist gross und hat wenigstens Tageslicht, aber es ist sehr laut von den gefühlten 1000 Klimaanlagen rundherum. Ich gehe Bargeld abheben und besuche die Firma mit dem Boot nach dem Archipelago de San Bernardo. Sie sähen es lieber wenn wir 2 kleine Gepäckstücke à 8kg hätten, als ein grosses à 16kg. Nachher spaziere ich zum Touristen-Hafen und sammle Informationen wie ich zu den andern Inseln fahren könnte. Auf dem Rückweg setze ich mich im Parque de Bolivar auf eine Bank und schaue dem Treiben zu. Es hat viele fliegende Händler, einer hat sogar ein teures Bier. Weil ich nicht genügend Kleingeld habe, bekomme ich sogar Rabatt 4'200'000 satt die geforderten 5'000'000 COP. Apero auf einem kleinen Balkon mit Sicht auf die belebte Strasse vor dem Hotel. Vivian ist in Lima gelandet und wird im Holiday Inn beim Flugplatz einquartiert. Wenigstens ist Hotel, Nachtessen und Frühstück durch Latam bezahlt. Sie ist todmüde. Ich gehe ins "Montmartre", ein kleines schönes Restaurant. Der Besitzer ist Franzose, aber das wichtigste ist, sie haben Cordon Bleu. Das habe ich im Internet gesehen. Heute ist Freitag, darum bin ich hier. Es schmeckt sehr gut, hat allerdings wie erwartet nicht mit einem schweizerischen Cordon Bleu zu tun. Zum Dessert genehmige ich mir eine Crème brûlée nach diesem frustrierenden Tag. Zurück im Hotel versuche ich Vivian anzurufen, aber sie schläft bereits. Dafür merke ich, dass mich Maria auf allen WhatsApp-Konten blockiert hat, sogar bei Miando. Ich schicke Lewy eine Mitteilung zum Weiterleiten an Miando, bei ihm bin ich im Moment noch nicht gesperrt. Efraim schicke ich auch noch eine E-Mail. Dann gehe ich schlafen.
(3½km zu Fuss)
Sa 12.10.2019
Ich schlafe trotz der Geräuschkulisse gut. Efraim hat meine E-Mail gelesen und antwortet mir, wenigstens das. Er beschwert sich über Paul. Der kommt wie eine Dampfwalze ins Leben von Efraim, kein bisschen Einfühlungs-Vermögen und Maria tut den Rest dazu. Um 8h gehe ich zum Frühstück. Das ist nichts Spezielles, ausser, dass der Kaffee gut ist und man genug bekommt. Nachher telefoniere ich mit Vivian, sie hat 10h geschlafen. Dann ist sie hoffentlich frisch, wenn sie schon mit 24h Verspätung ankommt. Ihr Flug sollte um 13.27h abfliegen. Nachher klemme ich mich hinter das Tagebuch, das habe ich vernachlässigt in den letzten Tagen. Um 12h ist alles erledigt. Anna meldet sich, sie fragt mich ob ich Lust auf eine Cola hätte. Wir treffen uns später in einem kleinen Restaurant. Sie isst einen ganzen Fisch, ich trinke nur Bier wie üblich. Später geht sie zurück und ich dusche und rasiere mich für den Empfang von Vivian. Mit dem Taxi fahre ich zum Flugplatz. Ich bin ½h zu früh da. Ihr Flug scheint pünktlich zu sein. Es gibt nur 5 Flüge bis Mitternacht. Um 17.30h ist sie durch den Zoll und wir fahren mit dem Taxi zum Hotel. Ich hole im Exito nebenan eine Flasche Weisswein, damit wir ihre Ankunft gebührend feiern können. Zum Nachtessen gehen wir gleich nebenan. Das "El Zaguan" ist ein schönes Restaurant und das Essen ist auch gut. Vivian hat Fisch und ich vom Schwein. Gegen eine Bewertung auf TripAdvisor gibt es in gratis Dessert. Nachher machen wir noch einen Verdauungs-Spaziergang durch das historische Cartagena. Um 21.30h sind wir zurück und geniessen den Rest des Abends.
(2km zu Fuss)
So 13.10.2019
Frühstück gegen 08.30h. Nachher planen wir unseren Trip und buchen das nächste Hotel auf einer kleinen Insel neben der Isla Grand und das Boot dorthin und zurück. Wir werden 2 Nächte dort bleiben. In unserem Hotel verlängern wir um eine Nacht und für unsere Rückkehr buchen wir ein anderes Hotel. Gegen 13h machen wir uns auf den Weg um das Boor zur Isla Mucura zu buchen. Wir buchen erst die Hinfahrt, weil wir nicht wissen wann wir zurück fahren werden. Von da wollen wir mit dem Boot nach Rincon und nach 1-2 Nächten wieder zurück nach Mucura, um von dort per Boot wieder nach Cartagena zurück zu fahren. Vivian hat Hunger, darum gehen wir ins Quartier Getsemani. Da essen wir etwas, nachher machen wir einen Rundgang durch dieses Quartier. Im Parque Centenario ruhen wir uns dann von den Strapazen aus und beobachten die Leute. Um 16.30h sind wir zurück. Wir haben unterwegs noch Wasser eingekauft. Apero mit Weisswein auf "unserem" Balkon. Nachher buchen wir das Hotel auf der Isla Mucura. Zum Nachtessen wollen wir in eine Pizzeria beim Parque Fernandez de Madrid. Die haben da unverschämte Preise, wenn ich beim Bestellen feststelle, dass ein Aguila Bier 14'000 COP = 4.20 CHF kostet, brechen wir die Übung ab und verlassen das Lokal. Nicht weit davon entfernt liegt die "Pizza en el Parque". Die ist zwar auch teuer, kostet aber nur etwas ½ so viel wie die andere. Nach dem Essen spazieren wir wieder durch die Altstadt. Ich habe meine Kamera mitgenommen um bessere Bilder zu machen wie gestern. Um 21.30h sind wir zurück …
(5km zu Fuss)
Mo 14.10.2019
Heute ist hier Feiertag, die Ankunft von Columbus wir gefeiert. Spätes Frühstück. Nachher kontaktieren wir die Bootsfirma für morgen, wir haben keine Antwort bekommen. Jetzt geht es schnell. Sie werden uns morgen um 08.30h abholen. Das Hotel Isla Mucura hat komplizierte Vorauszahlungs-Bedingungen. Wir kontaktieren sie darum nochmals. Wir gehen zu Fuss zur Stadt-Mauer. Dort treffen wir Kurt den Mowag-Fahrer. Er nervt sich ob den vielen Verkäufern. Auch Vivian "muss" ein Armband kaufen. Sie hat nachher Hunger, darum kehren wir ein. Der Gelateria Paradiso kann sie auf dem Heimweg nicht widerstehen und isst eine grosse Glacé. Apero wieder wie gewohnt auf "unserem" Balkon, danach zum Nachtessen ins "Muralla". Vivian Fisch, ich Schwein, beides sehr gut. Um 21h sind wir zurück.
(2km zu Fuss)
Di 15.10.2019
Nach dem Frühstück packen und Check Out. Um 08.30h sollten wir abgeholt werden. Es wird jedoch fast 09h bis der Fahrer kommt. Im Hafen besteigen wir das Boot und fahren um 09.30h los Richtung Isla Grande. Dort treffen wir nach einer knappen Stunde ein. Wir stoppen mehrmals um Leute bei ihren Hotels oder am Public Beach aussteigen zu lassen. Um 10.45h erreichen wir die Isla Erizo, "unsere" kleine Insel. Wir sind die einzigen Gäste. Wir richten uns ein, dann ein erstes Bad im Meer. Bald hat Vivian Hunger. Kartoffelsalat für mich und Ceviche für Vivian, beides sehr gut. Nachher ist Siesta angesagt. Vor dem Apero ist nochmals schwimmen angesagt. Ein schöner Sonnenuntergang rundet den Tag ab. Zum Nachtessen für mich Reis mit Crevetten, Vivian isst Muscheln. Um 20h sind wir bereits im Bett.
(42km mit dem Boot, 1¼h unterwegs)
Mi 16.10.2019
Zum Frühstück gibt es Arepa, für mich mit Ei drin und Wurst, für Vivian mit Käse drin. Schmeckt gut. Den Rest des Tages verbringen wir mit schwimmen, essen und Siesta. Es hat 6 neue Gäste gegeben, schon fast Massentourismus! Heute ist der Sonnenuntergang zum Apero nicht so eindrücklich. Zum Nachtessen gibt es Fisch-Filet. Schmeckt gut. Wir sind wieder früh im Bett.
Do 17.10.2019
Nach dem Frühstück müssen wir das Zimmer räumen. Darum packen wir zusammen und gehen danach schwimmen. Zum Mittagessen nimmt Vivian "Rüebli-Salat" und ich einen Tomatensalat. Vivian geht nochmals schwimmen und ich geniesse die Ruhe. Um 14.30h werden wir abgeholt und sammeln dann fast 1h lang die anderen Gäste ein. Kaum fahren wir richtig los, stoppt das Boot und sie hantieren etwas an den Motoren bevor es weiter geht. Das passiert noch 2 weitere Male. Beim 3. Stopp steigen 4 Passagiere in ein anderes Boot um und wir fahren nachher zum Tanken in ein kleines Dorf. Nicht sehr professionell, wie ein Spanier meint, wenn man zu wenig Benzin mitnimmt. Kann zudem auch gefährlich sein. Auch der Taxifahrer zum Hotel Artilleria ist nicht professionell. Ich muss ihm den Weg zeigen. Das Hotel ist sehr schön und ziemlich neu. Wir müssen uns beeilen um den Sonnenuntergang auf der Dachterrasse nicht zu verpassen. Danach müssen wir umpacken. Ich habe im alten Hotel 2 Klammern vergessen. Die gehe ich holen und kaufe noch Whisky, Weisswein und Crackers ein. Fast hätte ich vergessen Bargeld zu beziehen. Zum Nachtessen gehen wir ins kleine Restaurant wo ich Anna getroffen habe. Das Essen ist typisch kolumbianisch und sehr günstig. Auf dem Heimweg kaufen wir noch Wasser ein und geniessen nachher das schöne ruhige Zimmer.
(47km mit dem Boot, 2¼h unterwegs)
Fr 18.10.2019
Um 07h aufstehen und dann ein gutes Frühstück. Um 08h Check Out. Wir können unser Restgepäck im Hotel lassen. Dann gehen wir zu Fuss zum Hafen. Unser Boot ist viel bequemer als das letzte. Pünktlich um 09h fahren wir los. Es ist bewölkt und es geht ein starker Gegenwind. Unser Boot hat 2 Aussenborder à 250PS. Wir sind mit 40km/h unterwegs. Vorbei an Isla Grande und Baru mehr oder weniger der Küste entlang. Dann aufs offene Meer Richtung Archipelago de San Bernardo. Es spritzt und regnet manchmal leicht. Nach 2h sind wir da. Beim Casa en el Agua steigen viele aus und es wird viel Bier und anderes ausgeladen. Nach einer Weile fahren wir ein paar hundert Meter weiter zur Isla Mucura. Unser Hostal Isla Mucura ist der letzte Stopp. Wir werden mit Blumenkranz und einem Drink empfangen. Unser Bungalow liegt gleich neben dem Restaurant. Ich habe Bedenken wegen des Lärms. Man verspricht uns, dass das kein Problem sei. In den Bewertungen haben sich viele Leute darüber beschwert. Wir richten uns ein. Der Regen hat aufgehört und wir erkunden die schöne weitläufige Anlage. Auf dem Rückweg gehen wir ins Restaurant. Das Mittagsmenu ist Fisch für Vivian und Huhn an Tomatensauce für mich. Schmeckt gut, nur sind die Pommes und der Reis nicht richtig warm. Nachher ist Siesta angesagt. Gegen 16h wird es laut, die Strandparty beginnt und wir gehen schwimmen. Die Sonne scheint wieder und wir geniessen das warme Meer. Zum Apero schnappen wir uns 2 Stühle und setzten uns ans Ufer. Die Sonne verschwindet hinter den Wolken schon bevor sie untergeht. Es ist trotzdem wunderbar romantisch. Zum Nachtessen kaufe ich eine gute Flasche Rotwein. Dazu gibt es für Vivian Paella und für mich Boeuf Bourguignon. Beides sehr gut. Um 21.30h sind wir im Bett und geniessen den Rest des Abends.
(85km mit dem Boot, 2¾h unterwegs)
Sa 19.10.2019
In der Nacht hat es Gewitter gegeben und am Morgen regnet es leicht. Kein Grund um früh aus dem Bett zu gehen. Um 08.30h gehen wir zum Frühstück. Das ist sehr gut und viel. Vivian setzt sich an den Strand und lernt für die Uni. Ich schreibe wieder einmal Tagebuch. Zum Mittagessen wählen wir das vegetarische Menu. Nachher ist Siesta angesagt. Ein langes Bad im sehr warmen Meer schliesst den schönen Nachmittag ab. Apero wieder an "unserem" Platz. Zum Nachtessen gibt es Live-Musik wie gestern und für mich Poulet Brust an guter Sauce. Vivian bekommt panierten Fisch, dazu trinken wir den Rest des Weines. Wir sind bereits früh im Bett. Irgendwo gibt es ziemlich laute Musik, aber wir wollen sowieso nicht schlafen.
So 20.10.2019
Das Frühstück ist gut, fast das gleiche wie gestern. Nachher packen wir zusammen. Um 10h werden wir abgeholt und fahren mit dem Boot ins kleine Dorf. Dort steigen zwei Frauen mit Kindern zu. Dann geht es gemütlich Richtung Küste. Um 11h sind wir in Rincon del Mar und werden direkt beim Hostel Beach House ausgeladen. Beim Einchecken vergeht eine Weile bis sie merkt, dass ich schon einmal hier war. Wir bekommen das gleiche Zimmer wie letztes Mal. Wir kaufen ein für das Frühstück und etwas für das Mittagessen. Die Frau mit dem guten Brot ist nicht zu Hause. Wir bereiten einen Thonsalat mit Tomaten und Zwiebeln zu und essen ihn am Strand unter dem Strohdach. Die Brotfrau kommt vorbei und verkauft uns das Brot. Danach sind wir für lange Zeit im Wasser. Das macht müde, darum ist eine lange Siesta angesagt. Irgendwo läuft immer das gleiche Musik-Stück und das sehr laut. Wir schlafen trotzdem ein. Apero am Strand bei schöner Abendstimmung. Zum Nachtessen gehen wir in der Nähe. Fisch und Pouletbrust sind angesagt. Es dauert ziemlich lange bis wir das Essen bekommen. Um 21h sind wir zurück. Ich chate noch mit Efraim. Es ist unglaublich was Maria ihm alles Schlechtes über mich erzählt. Er nennt Vivian nur die hässliche alte Hexe. Ich lasse mich gar nicht auf Diskussionen ein. Ich sage ihm nur, dass Maria im Moment sehr verärgert ist und dass sich das vielleicht mal wieder ändern wird. Sie liess ihn nie alleine, aber jetzt ist er fast immer alleine zu Hause und sie ist mit Paul unterwegs. Er tut mir leid, er versteht das Ganze nicht und möchte mich wieder treffen. Ich vertröste ihn auf später.
(27km mit dem Boot, 1h unterwegs)
Mo 21.10.2019
Es regnet wieder, kein Grund früh aufzustehen. Um 09h bereiten wir das Frühstück in der Gemeinschaftsküche zu. Danach etwas "Büro". Einkaufen für das Mittagessen und das Frühstück. Brot gibt es heute keines bei der Brotfrau. Vivian macht Guacamole, ich griechischen Salat. Dazu ein kühles Bier. Danach spazieren wir etwa 1km den Strand entlang und wieder zurück. Ein langes Bad im warmen Meer hilft beim Abkühlen, wenn auch nur ein bisschen. Vor dem Apero noch eine kurze Siesta. Der Sonnenuntergang ist heute spektakulär, mit vielen Wolken. Zum Nachtessen bestellen wir im "Mar Blanco" zwei Hummer mit Reis, Patacones und Salat und im Hostel dazu eine gute Flasche Wein. Es schmeckt sehr gut. Schlussendlich ist die Flasche leer, dafür sind wir leicht beschwipst. Ich schlafe danach mitten in einem Kuss ein. Erwache aber später wieder und Vivian "la Brujita", meine kleine Hexe lacht mich aus. Diesen Namen hat sie von Efraim, er nennt sie nur die hässliche alte Hexe, weil Maria so über sie spricht. Nachher schlafe ich nicht mehr so schnell ein und wir geniessen den Rest des Abends.
(2km zu Fuss)
Di 22.10.2019
Um 02h geht ein heftiges Gewitter nieder. Es regnet heftig und blitzt und donnert während etwa 2h. Dabei fällt dann auch der Strom aus. Und kommt nicht mehr zurück. Um 06h starten sie den Generator direkt unter unserm Zimmer. Ans Schlafen ist nicht mehr zu denken. Vivian hat sich vor 2 Tagen die Rippe gestossen und hat nun heftige Schmerzen. Alles muss sehr vorsichtig angegangen werden. Um 9h machen wir unser Frühstück. Wir verlängern unseren Aufenthalt um 2 Nächte. Danach verbringen wir den Tag mit schwimmen, einkaufen, essen und Siesta. Apero mit Sonnenuntergang in den Wolken. Zum Nachtessen bestellen wir im "Mar Blanco" Fischsuppe und gegrillten Fisch für mich. Schmeckt beides gut. Dazu wieder Wein, aber heute schlafe ich nicht ein.
Mi 23.10.2019
Heute ist wieder schönes Wetter. Der Tagesablauf bleibt der gleiche, ausser dass es zum Nachtessen selbst gemachten Kartoffelsalat und grillierte Chorizo-Würste gibt. Schmeckt alles gut und die Flasche Wein ist auch wieder fast leer.
Do 24.10.2019
Auch heute ist das Wetter wieder gut. Die Brotfrau hat endlich wieder Brot gebacken und wir verlängern nochmals um einen Tag. Vivian liebt diesen Ort. Wir werden mit dem Taxi zurück nach Cartagena fahren. Unsere Aufenthalte im Meer werden immer länger, quasi als Therapie für die lädierte Rippe von Vivian. Zum Abschied bestellen wir nochmals Hummer im "Mar Blanco" und geniessen nachher unsere letzte Nacht in diesem schönen Ort.
Fr 25.10.2019
Nach dem Frühstück heisst es packen und nochmals das warme Meer geniessen. Um 12h fahren wir los. Eine Französin fährt auch mit uns mit, so können wir die 250'000 COP durch 3 Teilen. Die Fahrt ist weniger anstrengend wie erwartet. Die Staus sind weniger und kürzer als bei meiner Fahrt vor einem Monat. Nach 3½h erreichen wir Cartagena. Der Fahrer bringt uns bis zum Hotel Artilleria. Da haben wir noch ein Zimmer bekommen, obwohl es auf booking.com ausgebucht war. Unser Zimmer ist im 2.Stock, gleich beim Pool. Der einzige Wermuts-Tropfen, es gibt eine Wasserpumpe die läuft oft und ist laut. Zum Nachtessen gehen wir ins "Vive". Da gibt es eine grosse, gute Pizza. Um 21h sind wir im Bett und geniessen das grosse Bett.
(135km mit dem Taxi, 3½h unterwegs)
Sa 26.10.2019
Nach dem wieder sehr guten Frühstück erledigen wir diverse Sachen. Einkaufen, Bargeld und Schmerztabletten für Vivian. Ihre Rippe tut ihr immer noch weh. Danach lasse ich mir für 20'000 COP = 6 CHF die Haare schneiden. Zum Mittagessen gibt es sehr gute Tuna-Sandwiches. Der Pool ist frei und wir können ihn ausgiebig geniessen. Bis zum Apero ist dann Siesta angesagt. Zum Nachtessen gehen wir ins "Casa della Pasta". Es ist ein schönes Restaurant. Meine Lasagna ist etwas trocken, aber gut. Der Wein ist unbezahlbar und auch das Bier ist sehr teuer. Um 21h sind wir zurück.
So 27.10.2019
Nach dem guten Frühstück müssen wir packen. Vor allem Vivian, sie verlässt mich heute leider. Mit dem Taxi fahren wir zu Elvira, meinem Airbnb von früher. Ich muss noch einkaufen, darum gehen wir ins Einkaufszentrum. Nach dem Einkauf gibt es da eine guten Salat. Im Regen gehen wir zurück. Eine kurze aber intensive Siesta, dann muss sich Vivian bereit machen. Mit dem Taxi fahren wir zum Flugplatz. Der Check In geht sehr schnell, so haben wir noch etwas Zeit um uns zu verabschieden. Um 16.30h heisst es definitiv Abschied nehmen. Ich fahre mit dem Taxi zurück, dann Apero auf der Terrasse. Zum Nachtessen gehe ich ins "Moon Blue". Weil heute Wahltag ist, gibt es offiziell keinen Alkohol. Ich bekomme aber mein Bier in einer Milo-Tasse! Maria hat sich Efraims Handy geschnappt und findet ein Arschloch von einem Tourist der mir dann Sprachnachrichten auf Deutsch schickt. Es ist unglaublich wie tief sie sich herablässt. Jetzt unterstellt sie mir sogar, dass ich pädophil sei und darum mit Efraim Kontakt suche. Ich hoffe Efraim ist clever genug um das Spiel zu durchschauen. Vielleicht findet er einen Weg um mich zu kontaktieren, denn wie es aussieht, hat sie das Handy konfisziert. Vivian ist gut in Lima angekommen. Um 23h schlafe ich ein.
Mo 28.10.2019
Vivian ist gut in Buenos Aires angekommen, braucht aber 3h bis sie zu Hause ist. Dann ruft sie mich um 07.30h an. Ich erzähle ihr die Geschichte von Maria und sende ihr die Sprachnachrichten. Sie kann es kaum glaube und meint ich solle die WhatsApp-Chats sichern. Das habe ich bereits gemacht, aber wichtige Teile wurden von Efraim oder Maria bereits früher gelöscht. Maria hat inzwischen auch alle Zugangsdaten von Efraim geändert. Nach dem Frühstück vervollständige ich mein Tagebuch, das hat diverse Lücken weil ich nicht dazu kam, es nachzuführen. Auch die Track-Aufzeichnungen müssen bearbeitet werden. Es ist bereits Zeit für den Apero wenn ich fertig bin. Zum Nachtessen gehe ich nur bis zur Ecke. Der Hamburger schmeckt gut und kostet nur 8000 COP. Anna leistet mir später noch Gesellschaft beim Schlummertrunk. Um 21h bin ich zurück und gehe bald schlafen.
Di 29.10.2019
Bereits um 07.30h beginnt mich Efraim mit WhatsApp zu bombardieren. Er ist wieder alleine zu Hause. Während und nach dem Frühstück geht es weiter. Irgendwann höre ich auf zu antworten, weil er schlafen sollte. Ich bin nicht sicher aber ich glaube am Schluss war es Maria die geschrieben hat wie er. Sie löscht nachträglich alles was sie geschrieben hat. Ich habe dann eine Zeit lange Ruhe. Aber um 16.30h, 04.30h in Indonesien, lässt sie die nächste Bombe platzen und schickt mir ein Bild auf dem ich mit Efraim in der Badewanne sitze und schreibt sie werde mich wegen Pädophilie anzeigen. Eine ziemlich verschissene Situation. Ich kontaktiere zwei Stellen in der Schweiz, vielleicht können die mir sagen was ich am besten tue. Vivian kann es nicht fassen, dass jemand so abscheulich sein kann. Apero auf der Terrasse, nachher zum Nachtessen die Strasse hinunter zu den beiden Frau. Maria ruft mich an und redet ohne zuzuhören die ganze Zeit während ich esse. Das Essen ist wieder gut und sie erinnern sich sogar an mich. Ich telefoniere nochmals mit Vivian, sie kann es immer noch nicht fassen. Sie will nichts mehr von Maria hören. Ich verstehe sie, aber manchmal ist es gut, wenn man mit jemandem reden kann. Um 21.30h gehe ich ins Bett, kann aber nicht schlafen.
Mi 30.10.2019
Ich schlafe schlecht, ich habe Maria über Nacht blockiert. Efraim, Lewy, Maria und Paul sind nun in Jakarta. Am Morgen meldet Maria sich nur kurz. Dann meldet sich Efraim, er hat sein Handy das ich gestern zurückgesetzt habe wieder in Betrieb genommen. Ich schreibe ihm, dass er das Passwort ändern soll und es niemandem weitergeben soll, damit Maria es nicht überprüfen und benutzen kann. Dann geht es los. Er beschreibt alles was abläuft. Maria macht offenbar ernst mit der Anzeige. Da sind Miando's Bruder, ein Jurist beim Staat, ein Psychiater, Polizisten und alle reden auf Efraim ein. Sogar Lewy meldet sich bei mir, alle meinen, dass Maria nicht zu stoppen sei. Wenn das nur gut geht. Zwischendurch gratuliere ich Walti zum Geburtstag. Er ist auch verwundert über diese Geschichte. Es geht weiter bis um 14h, 02h in Indonesien. Am Schluss sind alle am Weinen schreibt er mir. Er ist sehr traurig und alleine mit Lewy im Zimmer, aber der weint auch. Ich bin fast die ganze Zeit am Antworten, komme kaum dazu etwas anderes zu machen. Aber ich kann ihn in dieser Situation nicht alleine lassen wie Maria es tut. Jetzt verstehe ich den Schauspieler der sagte, dass er nie mehr mit seiner Tochter ins Badzimmer gehen werde ohne dass seine Frau dabei ist. Wobei auch dies nicht hilft wie ich nun feststellen muss. Maria macht alles um mich schlecht zu machen, sie schickt wirre WhatsApp an Sylvia und Bruno. Beide haben sie umgehend gesperrt. Ich telefoniere mit Stefan und erzähle ihm die Geschichte. Markus ist im Kino, darum erreiche ich ihn nicht. Mir tut vor allem Efraim leid, er fragt immer wieder wann ich ihn besuchen komme, er sei so traurig. Inzwischen hat er Fieber und muss sich übergeben und weint nur noch. Apero auf der Terrasse wie immer, dann ins Moon Blue. Die haben jedes Mal Freude wenn ich komme. Um 20.30h bin ich zurück und telefoniere mit Vivian. Sie ist schockiert und fragt sich ob sie schuld daran sei. Ich beruhige sie. Nachher schreibt mir Efraim, dass sie in ein Militär-Spital gehen werden. Wieso weiss ich nicht. Mit Anna und Angela einem neuen Gast, trinke ich noch ein Schlummerbier. Und gehe dann schlafen.
Do 31.10.2019
Ich schlafe gut, war ja auch ziemlich müde. Efraim hat in der Nacht "Helpppp" und er möchte mit mir sprechen, aber könne nicht. Später schreibt mir Lewi, dass er im Spital nur geweint und sich gefürchtet habe. Sie haben die Übung abbrechen müssen. Ich weiss immer noch nicht für was er da war. Zurück im Hotel weint er weiter, schläft nicht und isst nicht. Er bettelt mich an jetzt vorbei zu kommen und ihn zu holen. Das geht aber nicht. Lewy meint ich solle mich bei Maria entschuldigen, vielleicht werde es dann besser. Ich versuche es, aber das löst nur eine neue Tirade aus. Sie macht jetzt mich für Efraims Zustand verantwortlich. Efraim schreibt, dass es einen Kurs für das Abschluss-Examen gebe, alle gehen hin, nur er kann nicht weil Maria den Kurs wegen Paul nicht zahlen will. Ich frage sie wieso. Paul liebe diese Schule nicht und gebe ihr darum kein Geld dafür. Der Herr Professor findet offenbar, das sei der richtige Weg ein Kind zu fördern. Ich glaube das gar nicht. Ich verspreche Efraim. Dass ich einen Weg finden werde. Jetzt beruhigt sich das ganze etwas. Ich überprüfe meinen Kontostand und muss feststellen, dass fast kein Geld mehr da ist. Etwa 5'000'000 IDR = 300 CHF sind weg. Ich forsche nach und stelle fest, dass sie offenbar ihre Drohung wahr gemacht hat. Sie hat einmal gesagt, dass sie einfach zu ihrem Freund Endang, dem Polizei-General gehe. Der werde ihr die nötigen Papiere beschaffen, die bestätigen, dass ihre Papiere und Safe-Schlüssel gestohlen wurden. Ich habe nämlich für dieses Konto alle Unterlagen und die Safe-Schlüssel. Sie hat nichts. Ich sehe, dass sie am 30.09.2019 eine neue Debit-Karte bekommen hat und damit den Rest des Geldes abgehoben hat. Was übrig blieb, nachdem sie die "gestohlenen" Safe-Schlüssel bezahlt hat. Somit ist auch mein Gold-Pfand weg. Sie hat mich bestohlen, was ich ihr nie verzeihen werde. Jetzt hat sich die Chance, dass ich mein Geld je wieder zurück bekomme noch weiter verringert. Ich habe es zwar innerlich schon lange abgeschrieben, aber es ärgert doch, vor allem die Art und Weise. Denn Miando blockiert mich auch immer noch. Ich kann ihn nur via Lewy erreichen. Später erinnere ich mich, dass Maria bereits am 26.August mich gefragt hat ob ich eine Kopie des Bankbüchleins habe. Ich Idiot habe ihr das Bild geschickt. D.h. sie hat das schon damals geplant. Mein letzter Apero auf meiner Südamerika-Reise findet bei schönem Wetter auf der Terrasse statt. Alle bereiten sich auf Halloween vor. Überall verkleidete Leute. Anna hat sich hingegen ganz fein angezogen, sogar neue Schuhe gekauft. Sie hofft auf ein Date. Ich telefoniere noch mit Vivian. Sie hat Angst vor dem was da noch kommen könnte. Ich versuche sie zu beruhigen, was aber nur beschränkt wirkt. Zum Nachtessen gehe ich nochmals ins Moon Blue. Das Essen ist wie immer gut. Ich verabschiede mich vom Ehepaar und sage ihnen, dass ich morgen in die Schweiz zurück fliegen werde. Es ist viel los auf den Strassen. Überall sitzen die Leute draussen und festen. Anna ist noch zu Hause und wir trinken noch ein Glas zusammen. Dann gehe ich ins Bett und sie in den Ausgang. Gegen 22h ruft Maria an, ich lasse sie reden. Sie hat redet 1½h auf mich ein. Ich sage vielleicht 10 Sätze. Sie weint wegen Efraim und wegen mir. Sie weiss dass alles nur erfunden ist, aber sie will nicht aufhören solange ich bei Vivian bleibe. Ich sage und schreibe ihr später, dass sie selbst vor Gericht kommen wird, wenn sich herausstellt, dass sie alles nur aus Rache inszeniert hat. Ich hoffe dass sie darüber nachdenkt und gehe dann schlafen.
Fr 01.11.2019
Heute ist mein letzter Tag in Südamerika auf dieser Reise. Während des Frühstücks melden sich alle, Efraim, Lewy, Maria und sogar Miando. Der scheint von der ganzen Sache gar nichts mitbekommen zu haben. Ich versuche es ihm zu erklären und sage ihm, dass er vor allem Efraim anrufen soll. Der konnte ihn nämlich nicht erreichen. Efraim scheint sich ein wenig beruhigt zu haben. Er hat eine Infusion und bekommt Beruhigungsmittel. Er tönt ganz schläfrig wenn wir telefonieren, aber es ist ja auch schon 22h in Jakarta. Er will nochmals wissen ob ich im April kommen werde und dass er mich liebe. Ich sage ihm, dass ich mein Bestes tun werde und dass er mich nun nicht mehr erreichen kann bis ich zu Hause bin. Maria ruft später noch an und meint Efraim habe jetzt Hunger. Auch sie tönt wie unter Drogen. Vielleicht haben sie bemerkt, dass sie das Problem ist. Ich telefoniere mit Markus und erzähle ihm die ganze Geschichte. Auch er kann es kaum fassen. Dann führe ich mein Tagebuch nach, dusche und packe. Nach 16h verabschiede ich mich und fahre mit dem Taxi zum Flughafen. Das Einchecken geht sehr schnell und ich bin viel zu früh. Ich wechsle noch alle COP in USD um. Es bleiben noch 11000 COP. Die investiere ich in mein letztes sehr teures Aguila-Bier. Wir fliegen ziemlich pünktlich ab. Es ist eine Boeing 787. Hat 3 x 3 Sitze pro Reihe. Ziemlich bequem.
Sa 02.11.2019
Ich schlafe etwa 4h. Nach gut 9h landen wir um 10.30h in Amsterdam. Ich muss mein Gepäck holen, weil ich mit Swiss weiter fliege. Das geht aber sehr schnell. Ich habe viel Zeit und esse eine Wurst, dazu ein Bier und einen gute Kaffee. Mein Anschluss-Flug nach Zürich startet mit ¼h Verspätung. Deshalb müssen wir dann in Zürich noch ¼h lang kreisen, bis wir landen können. Dann streikt auch noch das Gepäcksortiersytem. Bis ich mein Gepäck habe, ist es bereits 17.30h. Ich bin also 17h unterwegs von Flugplatz zu Flugplatz. Dann erwartet mich aber eine schöne Überraschung. Andrea, Stefan und mein Enkel Lian erwarten mich. So bin ich nun ein wirklicher Grossvater, nicht nur ein virtueller wie bisher. Wir fahren mit der Bahn nach Oerlikon und gehen zum Nachtessen in die Metzgerhalle. Dort unterhält Lian die ganze Beiz und ich geniesse mein erstes richtiges Cordon Bleu seit mehr als einem Jahr. Später kommen noch Vermicelles und ein Kafi Zwetschgen-Luz dazu. Um 20.30h verabschieden wir uns und fahren nach Hause. Um 21.15h ist meine Südamerika-Reise zu Ende. Ich telefoniere noch mit Vivian und muss dann meine Wohnung einrichten. Bett, Kaffee-Maschine und andere wichtige Sachen. Stefan hat heute die Wohnungs-Übergabe gemacht und mir alles für das Frühstück eingekauft. Ein super Service. Es ist fast Mitternacht bis ich im Bett bin.
So 03.11.2019
Meine erste Nacht ohne Hunde-Gebell. Ich erwache etwa um 07h, bleibe aber noch bis fast 10h im Bett. Dann gibt es wieder einmal so ein richtiges Frühstück mit Zopf. Maria meldet sich wieder über Efraims WhatsApp und schreibt wieder unglaubliche Sachen. Ich beschliesse die beiden zu blockieren. Sie sind wieder in Medan. Ich teile das Miando und Lewy mit. Kurz darauf meldet sich Miando, er ist mit Efraim auf einen Spielplatz gegangen, damit er mit mir telefonieren kann. Efraim sperrt sein Mobile für Maria, darum gebe ich seine WhatsApp wieder frei. Um 16h mache ich mich auf den Weg zum Konzert des Musikvereins Seebach. Andrea spielt da Querflöte. Nach dem Konzert gibt es einen Apero mit viel Gebäck. So muss ich mir keine Sorgen wegen des Nachtessens mehr machen. Die Eltern von Andrea sind auch da, so lerne ich ihren Vater auch mal kennen, die Mutter habe ich schon einmal beim Skifahren getroffen. Maja meine frühere Frau ist auch da. Sie bringt mich dann mit dem Auto nach Hause und ich erzähle ihr was Maria da so anstellt. Sie ist entsetzt wie alle die diese Geschichte hören. Ich schaue noch etwas F1-Rennen und gehe dann schlafen.
Mo 04.11.2019
Nach dem Frühstück meldet sich Efraim wieder. Er schreibt und fragt ohne Ende. Das geht über Stunden. Ich richte mich dazwischen weiter ein und gehe einkaufen. Zum Apero gibt es die letzten Galletas (Crackers) aus Südamerika. Zum Nachtessen gibt es Cervelat, Thomy-Senf, Gruyère, Butter, Ruchbrot und ein Bier. Fazit des Tages, Maria wird ihre Aktionen unterbrechen bis Efraim das Examen bestanden hat (Mai 2020). Ich habe aber auch vieles erfahren, das ich geahnt habe und darum immer misstrauisch war. Sie hat mich schon früh hintergangen und mich belogen. Z.B. hat sie mir am 30.07.2016 erzählt, dass Paul ihr ein Auto kaufen wolle. Sie das aber abgelehnt habe. Stimmt nicht, ich habe gemeint Miando hätte das mit meinem Darlehen gekauft anstatt es mir zurück zu bezahlen und war ziemlich verärgert. Sie hat es genommen. Jemand hat sie einmal Edel-Prostituierte genannt. Ich muss nun feststellen, dass das leider zutrifft. Wobei von edel keine Rede sein kann. Der Leidtragende ist nun leider Efraim. Ich telefoniere noch mit Vivian. Sie meint ich solle mit Efraim nicht mehr über Maria sprechen resp. schreiben und einfach einen Schlussstrich ziehen. Sie hat Recht, ich werde das morgen Efraim beibringen.
Di 05.11.2019
Ich schlafe lange, Frühstück erst um 10h. Nach seiner Schule meldet sich Efraim wieder. Ich versuche ihm zu erklären, dass wir nicht mehr über Maria reden sollten, nur wenn es für ihn sehr wichtig sei. Aber für ihn ist eben vieles wichtig. Ich gehe mit dem Bus zum Einkaufen. Kaufe Wein aus Mendoza, ich bin heute bei Markus zum Nachtessen eingeladen. Efraim macht Maria wütend weil er mit ihr über mich spricht. Er versteht das nicht. Ich versuche verschiedene Tricks um mein Navi auf den neusten Stand zu bringen. Aber es hilft alles nichts, es müssen 16GB frei sein auf dem System-Laufwerk, sonst versucht die Software gar nicht erst zu installieren. Um 17.30h fahre ich mit dem Bus nach Dällikon. Nach 18h bin ich da. Sie sind gerade knapp fertig mit den Vorbereitungen. Beim Apero will Markus etwas mehr Informationen über das Vorgehen von Maria. Er hat mehr Bedenken als ich selbst habe. Um 19.30h kommt auch Stefan mit dem Velo angerauscht. Es gibt Spaghetti mit Bolognese-Sauce oder Pesto. Schmeckt gut, dazu Wein. Wir reden und reden, Martina geht zu Bett und wir geniessen noch einen Schlummertrunk. Kurz vor Mitternacht fährt mein Bus. Nach ¼h bin ich zu Hause und telefoniere noch mit Vivian.
Mi 06.11.2019
Ich schlafe wieder lange. Versuche nach dem Frühstück noch ein paar andere Tricks um die Navi-Karten zu installieren. Irgendwann gebe ich auf und installiere die neusten OSM-Karten für die Fahrt von Zeebrugge nach Zürich. Das klappt einwandfrei. Später installiere ich die neusten Europa-Karten direkt auf das Navi. Das geht ewig, so dass ich zwischendurch zum Einkaufen gehe. Nachdem die Karte auf dem Navi funktioniert versuche ich die Karte auf den Computer zu installieren. Und siehe da, es funktioniert. Nur wird die Karte nicht entsperrt. Ich versuche einige Tricks, aber es bleibt dabei. Legal kann ich die Karte nicht entsperren, aber man kennt ja so einige illegale Tricks und so funktioniert es dann auch. Sind ziemliche Idioten die die Software von Garmin programmieren. Efraim ruft an und möchte, das ich mit Maria spreche. Ich sage ihr, dass ich im Moment keine Lust habe mit ihr zu sprechen. Vielleicht in ein paar Wochen. Sie will wissen warum. So eine blöde Frage. Efraim entschuldigt sich nachher und meldet sich den Rest des Tages nicht mehr. Zum Nachtessen koche ich Tortellini an Gorgonzola-Sauce, dazu Salat. Bevor ich schlafen gehe, telefoniere ich mit Vivian.
Do 07.11.2019
Nach dem Frühstück gratuliere ich Efraim zum Geburtstag. Er meldet sich für den Rest des Tages nicht mehr. Am Nachmittag mache ich einen Spaziergang zur Schützenstube Höngg. Theresa freut sich riesig mich wieder zu sehen. Um 17h bin ich zurück, rechtzeitig vor dem Regen. Zum Nachtessen gibt es Chäs-Chüechli und Salat. Denn Apero mit Brigitte und Manfred haben wir auf morgen verschoben.
Fr 08.11.2019
Heute ist der obligate Besuch in der Rheinfelder Bierhalle angesagt und da gibt es natürlich ein Cordon Bleu! Emil und Gottlieb sind auch da. Nachher fahre ich zum Letzipark um neue Rollen für mein Gestell und Wein für den Apero zu kaufen. Um 18h kommen Brigitte und Manfred zum Apero. Ich serviere dazu Flamme-Chueche und erzähle ihnen von Vivian und wie es mit Maria geendet hat. Nach 23h telefoniere ich noch mit Vivian, sie ist gerade fertig mit arbeiten. Dann gehe ich schlafen.
Sa 09.11.2019
Nach dem Frühstück kann ich die neue SIM-Karte von BNEsim in Betrieb nehmen. Sie funktioniert dann auch. So habe ich Daten auch in Belgien. Ich fahre mit dem Bus zu Stefan, er hat mich zum Bierbrauen eingeladen. Ist interessant. Er nimmt es ganz genau. Kaum ist mein Enkel Lian wach gibt es Action. Er will natürlich immer dorthin wo er nicht sollte, weil es zu gefährlich ist. Am Nachmittag gehe ich mit Andrea spazieren, damit Stefan in Ruhe das Bier zum Vergären umfüllen kann. Zum Nachtessen gibt es mein erstes Raclette seit langem. Um 21h bin ich zu Hause und geniesse ein Vollbad. Danach heisst es wieder einmal Packen. Ich telefoniere noch mit Vivian, dann gehe ich schlafen.
So 10.11.2019
Aufstehen um 07.30h. Frühstück und fertig packen. Dann fahre ich zum Flughafen. Nach 20 Minuten bin ich durch, viel zu früh. Ich kaufe noch Reiseproviant (Whisky) ein und muss dann eine Stunde warten bis zum Einsteigen. Andrea schickt mir ein Video, Lian ist am Laufen. Gestern hat es nur fast geklappt. Ich habe es darum verpasst. In Brüssel scheint die Sonne. Leider habe ich einen Zug knapp verpasst und muss ½h warten auf den Nächsten. Mein Hotel ist ideal gelegen. 5 Minuten vom Gare Central und gleich viel vom Marktplatz. Ich richte mich kurz ein und gehe dann auf eine kleine Tour, solange noch Tag ist. Es sind viele Leute unterwegs und es ist ziemlich kalt. Fotografiere den Marktplatz mir seinen schönen Gebäuden und gehe dann zum "Manneken pis", der berühmten Brunnenfigur. In der Umgebung gibt es überall Kopien aus Schokolade und anderem Material. Auf dem Rückweg kaufe ich Chips für den Apero. Im Hotel telefoniere ich kurz mit Vivian, sie ist in ihrem Club. Zum Nachtessen gehe ich ins "Mozart(more than just rips)". Das ist voll und fast alle essen Spar rips as much you can eat. Da mache ich auch mit. Schmeckt sehr gut und es gibt Supplement! Dazu Wein per cm. Zum Dessert einen warmen Apfelkuchen mit Rahm. Die Glacé verschenke ich an die Kinder vom Nebentisch. Zum Abschluss einen Calvados. Um 21.30h bin ich zurück und telefoniere noch mit Vivian.
Mo 11.11.2019
Ich habe bemerkt, dass etwas mit meinen E-Mails nicht stimmt. Der Server meines Providers ist abgestürzt. Wir versuchen die verschwundenen Mails wiederherzustellen. Das meiste funktioniert, aber meine gesendeten Mails sind unauffindbar. So vergeht der Tag. Zwischendurch wechsle ich zum Hotel Aris, weil sie im Amra kein freies Zimmer mehr haben. Später mache ich einen Rundgang im Regen. Es ist kalt, darum muss ich bald einkehren und etwas Kleines essen. Zurück im Hotel geht das Spiel weiter. Um das ganze noch etwas ärgerlicher zu machen, haben sie im Hotel verschiedene Ports blockiert, so dass ich mit dem E-Mail-Programm auf den Computer gar nicht arbeiten kann. Ich muss die Mobile-Data-Option dafür verwenden. Efraim ist wieder einmal am Schreiben. Gegen Schluss beginnt er aber wieder alles was Maria gesagt hat zu wiederholen. Ich schreibe ihm, dass er damit aufhören soll, sonst müsse er mir nicht mehr schreiben. Apero im Zimmer. Zum Nachtessen gehe ich in die Brasserie la Reine. Boulette Chicon, eine belgische Spezialität mit überbackenem Chicorée (Brüsseler) und Meat Ball (Knödel) schmeckt gut. Um 21h bin ich zurück und telefoniere noch mit Vivian.
Di 12.11.2019
Noch vor dem Frühstück schreibe ich die Reederei an. Nach dem Frühstück bekomme ich die Mitteilung, dass ich mein Auto abholen könne. Ich packe und gehe zum nahen Bahnhof. Der nächste Zug fährt erst um 10.20h. Ich muss fast ½h warten. Gegen 12h bin ich in Heist. In einem Kiosk bestellen sie mir ein Taxi. Für 18 EUR fährt er mich zur Reederei. Da geht es viel einfacher zu und her wie erwartet. Ich muss nur meinen Pass zeigen und ein Formular ausfüllen und dann warten. Sie finden meinen Autoschlüssel nicht. Ich gebe ihnen meinen Reserveschlüssel, damit es schneller geht. Um 13.00h habe ich mein Auto zurück und überprüfe ob nichts fehlt oder beschädigt ist. Dann richte ich alles wieder ein. Inzwischen haben sie auch meinen Schlüssel gefunden und ich kann um 13.30h losfahren. Nach 10km bin ich bereits am Ziel, dem Hotel Butler. Sie haben ein Zimmer für mich. Ich richte mich ein und plane die Heimreise. Ich buche zwei weitere Hotels. Die letzte Nacht werde ich bei Sylvia im Elsass verbringen. Mein Provider hat inzwischen meine E-Mails gefunden und zurück kopiert. So kann ich in Ruhe meinen Apero geniessen und mit Vivian telefonieren. Zum Nachtessen fahre ich mit dem Auto weil es regnet. Im Einkaufszentrum B-Park haben sie mir das "Lunch Garden" empfohlen. Ist so etwas wie ein Migros-Restaurant mir Selbstbedienung. Wildschwein mit Kartoffelstock schmeckt gut, das Bier sowieso. Nachher schaue ich mich noch etwas im Carrefour um und fahre dann zurück. Um 20h bin ich bereits im Hotel und erledige noch etwas "Büro". Vivian ist nicht zu Hause, darum ohne Telefonanruf ins Bett.
(16km mit dem Auto und etwa 120km mit Zug und Taxi)
Mi 13.11.2019
Das späte Frühstück ist sehr gut. Efraim schickt mir Bilder von Sibaganding, dem Heimatort von Maria. Später löscht es alles wieder weil er Angst hat, dass Maria sie sieht. Um 11.15h fahre ich im strömenden Regen los und fahre zuerst zum Tanken. Nach Südamerika ein Preis-Schock, 1.40 EUR/Liter = 1.54 CHF/Liter gegenüber 0.28 CHF/Liter in Ecuador! Es geht zügig vorwärts auf der Autobahn. Es hat viel Verkehr und es regnet immer wieder. Das Garmin-Navi hat wieder wie schon bei der Hinfahrt Mühe mit den Original-Karten von Belgien. Es zeigt keine Distanzangaben bis zur nächsten Abzweigung an. Kaum zu glauben. Ich halte kurz an und deaktiviere die neuste Original-Karte und aktiviere die OSM-Karte. Siehe da, nach einer Weile funktioniert alles wie es sollte. Um 13.45h mache ich in Gerpinnes eine Pause. Esse ein gutes Sandwich und ein kleines Glas Bier für 5.50 EUR. Nach 1h fahre ich weiter. Um 15h bin ich bereits in Mariembourg. Ich kann mein Zimmer im B&B "La Cle des Sens" bereits beziehen. Es ist aber kalt, sie starten die Heizung erst jetzt. Draussen ist es 5C°. Ich stelle fest, dass ich im Reifen hinten links zu wenig Luft habe und fahre darum zu einer Tankstelle. Da haben sie einen schwachen Kompressor für 1 EUR pro 5 Minuten. Damit schaffe ich es gerade alle 4 Räder zu pumpen. In Südamerika war es besser mit wenig Druck zu fahren, wegen den schlechten Strassen. Nachher mache ich einen Rundgang durchs Dorf und trinke im einzigen offenen Restaurant mein Ankunftsbier. Zurück im B&B hole ich mein Elektro-Öfeli von Chile aus dem Auto. Der Stecker passt sogar, das ist mir in den Sinn gekommen beim Bier. "Büro" und Apero im jetzt langsam warmen Zimmer. Zum Nachtessen gehe ich in die "Friterie Chez Marie". Die ist gut besucht. Mein Kotelett an Roquefort-Sauce ist gross und schmeckt sehr gut. Dazu ½ Liter Wein. Um 21h bin ich zurück und telefoniere noch mit Vivian.
(210km, 3¾h unterwegs und 2km zum Reifen pumpen)
Do 14.11.2019
Das späte Frühstück ist sehr gut und schön angerichtet. Sie haben hier viele alte Gegenstände, die z.T. noch im Einsatz sind. Um 10.15h fahre ich los. Es ist kalt und regnerisch. Mein Navi will wieder nicht wie ich will. Aber diesmal bringe ich es nicht dazu die Abzweigungen anzuzeigen. Da das meiste Autobahn ist, ist das kein Problem. Es regnet immer wieder und hat oft viel Verkehr. Ich komme zügig voran. Nach 2½h und 218km mache ich in Mondelange eine Pause. Das ist bereits Frankreich, darum esse ich einen Kebap? Ich bringe nun auch mein Navi dazu die Abzweigungen wieder anzuzeigen. Nach ½h geht es weiter. Um Nancy herum hat es viel Verkehr aber ich komme Problemlos ans Ziel in Neuves-Maisons. Nach 1h bin ich da. Natürlich regnet es jetzt stark beim ausladen. Ich muss noch mein Auto umparkieren, dann erledige ich das übliche "Büro" und gehe dann auf mein Ankunftsbier. Vor dem Apero im Zimmer telefoniere ich mit Vivian. Zum Nachtessen gehe ich ins "Terminus" gleich gegenüber dem Hotel. Kalbs-Rahmschnitzel mit Teigwaren schmecken gut. Dazu Wein und zum Dessert Apfel-Kuchen mit Kaffee und Calvados. Mein letztes Auswärts-Essen auf dieser Reise ist aber ziemlich teuer, 48 EUR und das in einem Provinz-Nest. Um 21h bin ich zurück und warte noch auf einen Anruf von Vivian. Der kommt aber erst sehr spät um 23.30h,
(302km, 4½h unterwegs)
Fr 15.11.2019
Das Frühstück ist gut. Ich habe eine Idee, wieso es mit der Anzeige der Abzweigungen Probleme gibt. Ich verschiebe die OSM-Karte weg aus dem aktiven Ordner, so dass sie für das Navi nicht mehr sichtbar ist. Vielleicht hilft das. Es regnet wieder und es ist 5C° kalt. Um 10.15h fahre ich los. Es ist tatsächlich so, dass das Navi jetzt einwandfrei funktioniert. Es lässt sich durch andere Karten beeinflussen, auch wenn sie deaktiviert sind. Ziemlich doof so etwas. Zu Beginn regnet es immer wieder. Nach 55km verlasse ich die Hauptstrasse bei Deneuvre um zu Tanken. Das hätte ich mir sparen können. Der Diesel ist teurer als auf der Autobahn. Das Wetter wird besser, aber es bleibt kalt. Auf den Höhen der Vogesen liegt bereits Schnee. Ich fahre über den Col de Sainte Marie um keine Tunnelgebühren bezahlen zu müssen und zur Abwechslung. Der ist mit 655müM zu niedrig für Schnee, zum Glück. In der Rheinebene meide ich die Autobahn und fahre mehr oder weniger den Rhein entlang. Um 14h bin ich in Michelbach-le-Haut bei Sylvia und Bertrand. Der ist aber auf dem Feld am Mais Ernten. Ich sitze mit Sylvia in der Küche und wir reden über vieles. Es ist bereits dunkel wenn Bertrand zurückkommt. Zum Nachtessen gibt es gute gefüllte Peperoni nach einem kroatischen Rezept. Daniel, ein Nachbar-Bauer kommt noch vorbei. Bertrand und Daniel reden und trinken bis spät. Da sie Elsässer-Dialekt reden verstehe ich fast alles. Es ist nach Mitternacht wenn ich im Bett bin.
(230km, 3¾h unterwegs)
Sa 16.11.2019
Spätes Frühstück mit Sylvia. Nachher montiere ich wieder die Original-Nummernschilder für die Fahrt zurück in die Schweiz. Myriam kommt noch auf Besuch. Bevor Sylvia das Mittagessen für Bertrand und seine Kollegen auf das Feld bringt, verabschiede ich mich und fahre um 12.30h bei schönstem Wetter los. Nach 12km stehe ich kurz vor der deutschen Grenze im Stau. Ich denke, dass sie an der Grenze kontrollieren, aber es ist nur ein Lichtsignal nach der Grenze, das den ganzen Schlammassel auslöst. Ich brauche für 2.4km mehr als ½ Stunde. Nachher geht es zügig weiter. Ich bleibe auf der deutschen Seite, da ich keine Autobahn-Vignette für die Schweiz habe. In Doggern tanke ich nochmals, da in Deutschland der Diesel viel billiger ist als in der Schweiz. Um 14.45h überquere ich bei Waldshut den Rhein und bin wieder zurück in der Schweiz. Nach ¾h bin ich um 15.30h zurück zu Hause. Ich entlade fast alles aus dem Auto und parkiere es dann. Ich habe Glück, sie sind am Bauen, darum hat es weniger Parkplätze wie sonst, aber mein "Stamm-Parkplatz" ist frei, weil er durch die Bauerei sehr eng ist. Aber ich schaffe es trotzdem da zu parkieren. Um 17h ist meine Südamerika-Reise nach 413 Tagen endgültig Geschichte! Nachher Einkaufen, ein heisses Voll-Bad, Apero und Nachtessen mit einer Rösti, die ich auf meiner ganzen Reise im Auto mitgeführt habe. Dazu gebratener Cervelat, Spiegelei und ein Glas Schweizer Rotwein. Nach der Tagesschau um 22h, schaue ich noch den James Bond Film "Golden Eye" und gehe dann ziemlich müde ins Bett.
(116km, 3h unterwegs)